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Sino/Thai connection- man schlängelt sich so durch…

Posted in Aktuell, AKTUELLES, Asien, Aus Aller Welt, Ausland, Bangkok, Essen & mehr trinken, Süd-Ost Asien, Thailand, Uncategorized with tags , , , on August 13, 2017 by pheneas

Wer kennt sie nicht, die lustige Geschichte aus dem größten Märchenbuch aller Zeiten? Handlung: Eine Frau lässt sich, trotz eindringlicher Warnung ihres Vermieters, von einer Schlange verbindliche Ernährungsvorschriften geben und fliegt daraufhin mitsamt ihrem Liebhaber aus der angemieteten Immobilie. Da kann man schon sauer werden, aber wer trägt die Schuld, wenn der Vermieter über erstklassige Verbindung nach ganz oben verfügt? Natürlich,- das Reptil!

„Adolf, hau wech den Appel! Es gibt gleich noch Schildkröte, Haifischflossen, Pangolin, ’ne Priese Nashorn und Pudding!“

Abgesehen von ein paar Naturvölkern, die bekanntlich mit Märchenbüchern ohnehin nix am Hut haben (solange keine Missionare auftauchen), sind es die Chinesen, die sich an den züngelnden, beinlosen Ratgebern für den zuvor erwähnten Rausschmiss rächen.

Als hilfreiche Spießgesellen erweisen sich thailändische Restaurantbesitzer, zu deren Tradition es gehört aus Scheiße Geld zu machen.

Wenn aus: „Cobra übernehmen Sie“ plötzlich „Wir nehmen die Cobra“ wird…

Hier gibt es Futterstuben, die man besser wenigstens mit zartem Schwanken betritt, bevor man die Speisekarte studiert. Denn in puncto Dangerfood, hat die gemeine Kobra (Lateinischer Name: Naja) unter Chinesen inzwischen Kugelfisch, Skorpione, miese Muscheln und in Altöl frittierte Nachmitternachts-Chickenwings abgelöst. Hunger treibt’s rein, Johnny Walker schiebt’s runter und der Geiz behält’s drin.

Aber Schlangengöttin sei dank, hat die glorreiche Thai Polizei dem Verzehr bedrohter Arten einen Riegel vorgeschoben. Nicht weniger als 20 Polizisten (die Masse macht‘s) und Vertreter der Wildlife Protection Authorities, führten in Bangkok‘s „Luang Toto“ Restaurant eine Razzia durch, wo sie im Erdgeschoss einen Tisch mit einer zum Verzehr bereiteten Kobra vorfanden, um den sich ein paar hungrige Kunden geschart hatten.

Im Obergeschoss fanden sie weitere gefährdete Schlangenarten und andere Kreaturen in Gläsern, die Chinesen gerne für verschiedene imaginäre „gesundheitliche Probleme“ essen. Genaugenommen geht es dabei eher darum, den im Schlafzimmer üblichen Spruch „ich bin zu müde“ gegen ein „hoch den Kittel, rein den Diddel“ ersetzen zu können. Weitere leckere Kobras wurden in anderen Teilen des Restaurants auf der zweiten und dritten Etage gefunden.

Es gab sogar eine Pangolin-Leiche, die zum Schlachten vorbereitet war und hinter dem „Restaurant“ gab es mehrere Teiche mit lebenden Tieren, unter anderem Seeschildkröten. Für frische Haifischflossen waren diese jedoch offensichtlich zu klein. Wenn die mehr Platz hätten, würden die wahrscheinlich für japanische Kunden auch Wal in Gelee anbieten.

Verehrte Gäste, Kobra steht leider nicht mehr auf der Menükarte unseres Restaurants, aber es gibt jede Menge Alternativen:

 

Essen auf Rädern war Gestern. In Thailand übernimmt das „YourTube“

Mehr zu Kobras findet Ihr hier

Kulinarische Fusion „Asia Style“

Posted in Aktuell, AKTUELLES, Asien, Aus Aller Welt, Essen & mehr trinken, Gesundheit & Gute Besserung, Neues aus Wahnsiristan, Süd-Ost Asien, Thailand, Uncategorized with tags , , , on August 11, 2017 by pheneas

Was passiert, wenn chinesische “Esskultur” (gefressen wird alles was unter dem Tisch kriecht, oder darüber hinwegfliegt) und thailändische Gier (wir fragen nicht, sondern verkaufen grundsätzlich alles was Geld bringt) fusionieren?

Die Kurzversion der Antwort lautet: Es führt zu Betrügereien und Katastrophen für Mensch und Tier, die reichen von Plastik Reis bis zu Labor Eiern. Aber es gibt bestimmt noch Raum für weitere Innovationen:

In Pattaya, ein Ort der von der Tourismusbehörde trotz versiffter Strände und legal entsorgter Abwässer im Meer, sowie  einer der höchsten Kriminalitätsraten des Landes, immer noch gern als das ideale Familienresort gepriesen wird, ist eine Sondereinheit der Polizei ausgerückt, um China Restaurants unter die Lupe zu nehmen. Die Untersuchung brachte zu Tage, dass diverse Restaurants zur Herstellung einer  der teuersten Spezialitäten der chinesischen Küche, statt Schwalbennester Vogelspeichel, billiges Karayagummi benutzt zu haben. Natürlich wurden die Namen der Gierschuppen nicht erwähnt, eine Schwalbe hackt der anderen doch kein Auge aus,- oder? Es heißt, die Polizei ermittelt gegen die Betreiber wegen Betrugs.

Karayagummi ist pflanzlichen Ursprungs. Es handelt sich dabei um das getrocknete Exsudat verschiedener Arten der indischen Stinkbäume.

Stofflich wird es u. a. als Zusatz in Klebstoffen, als Bindemittel in der Papierindustrie sowie in Haftpulvern für Zahnersatz für künstliche Darmausgänge und Haarsprays verwendet. Es ist aber auch in Chips, Saucen, Kaugummi und Eierlikör zu finden. Preis 70 $ per Kg.

Der Betrug mit Suppen aus vorgegaukelter Vogelspucke gehört, ebenso wie andere, schon fast zur chinesischen Tradition wie Ping Pong oder Feuerwerk. Die Brühen sind nahezu geschmacksneutral und erzeugen bei Gourmets absolut kein Feuerwerk im Gaumen. Es wird der Leckerei lediglich nachgesagt, dass sie die Stimmung des männlichen Genitals heben sollen. Das rechtfertigt für Chinesen eigentlich jeden Preis. Daher wird ein Karton Schwalbennester, als Nonplusultra der Geschmacklosigkeit für 888,99 $ zum Verkauf angeboten. Gehobene Qualität geht für bis zu 1000 $ über den Ladentisch. Für denselben Preis bekommt man in China einen ganzen Bernhardiner am Spieß oder zwanzig frittierte Chihuahuas. Dagegen ist die mit Blattgold verzierte Currywurst zum Preis von 5€ ein fairer Deal.

Nach Angaben der thailändischen Vereinigung der (original) Schwalbennest-Anbieter belief sich die ergaunerte Summe durch „Fake Soups“ allein in 2016 auf etwa vier Milliarden Baht (über 102 Millionen Euro). Da werden viele Restaurantbesitzer den Befehl an den Koch gegeben haben: und nun gib Gummi Chef!

Ich denke gerade darüber nach, vielleicht ein Spezialitäten Health Food Restaurant für Chinesen mit Sprachbehinderung zu eröffnen. Ganz oben auf der Menükarte: Papageienbrühe! Und für Schwerhörige Elefantenohren in Reiswein und Trompetenfische in Aspik. Als finalen kulinarischen Absacker empfehle ich bei Depressionen: Kugelfisch nach Art des neuen Azubis.

Idiot wind

Posted in Aktuell, AKTUELLES, Asien, Aus Aller Welt, Ausland, Bildung und Einbildung, Gesetz & Recht, Kultur & Moral, Süd-Ost Asien, Thailand, Uncategorized with tags , , , on August 7, 2017 by pheneas

Ich habe vor ein paar Tagen in einem Ausländer Forum als Reaktion auf eine von vielen haarsträubenden Nachrichten gepostet: „There is an idiot born every minute here“. Ich bekam daraufhin eine Antwort von jemandem, der mich mit den einleitenden Worten „You jerk“ (Trottel, Depp, Penner Wichser etc.) begrüßte und mich als „Thai basher“ (bösartiger Kritiker) bezeichnete. Hier wird sich verlässlich den Realitäten Thailands verweigert. Tja, manchmal verliert man und manchmal gewinnen die Anderen.

Heute bewies mir eine Thai HiSo-Tante, wahrscheinlich unbeabsichtigt, dass ich mit meiner Bemerkung Recht hatte. Hier ihre Geschichte mit Bezug auf die Straßenverkehrsordnung und die Auslegung von Gesetzen durch Vollidioten:

Frau „Wichtig“ überfährt mit ihrem Auto eine rote Ampel und rammt ein Fahrzeug, dass bei grün freie Fahrt hatte. Nun, in Thailand gelten Ampeln, Verkehrsschilder und Zebrastreifen ohnehin bloss als grobe Serviervorschläge, wie die Hochglanzprospekte in Fastfood Ketten.

Sie versuchte den Polizisten zu überzeugen, dass das Gesetz in Thailand besagt, dass ein Auto mit einem Fahrer / Passagier, der bei der Regierung beschäftigt ist, 5 Sekunden extra Zeit hat, nachdem die Ampel auf rot geschaltet hat. Nach einigen starken Beleidigungen, adressiert  an den Polizisten an der Kreuzung, wurde sie zum örtlichen, ziemlich großen Polizeirevier gebracht. Dort angekommen, pöbelt sie herum wie eine Industriellenwitwe aus den Kölner Vororten, die man im Penny beim Klau gefrorener Hähnchenschenkel erwischt hat.

Nun fuhr sie fort, weitere Polizisten zu beleidigen und ihnen vorzuwerfen, sie würden das Gesetz nicht kennen. Es wäre wohl besser gewesen sie hätte einen Pantomimen zitiert. Sie erhielt eine Geldstrafe von 10.000 Baht und wurde einen halben Tag in eine Zelle gesperrt, um sich zu beruhigen.

P.S.

Entsprechend der inoffiziellen Zahlen, die von der „Do not Drive Drunk Foundation“, die gegen Alkohol am Steuer kämpft, wurden vom 1. Januar bis 5. August dieses Jahres 7.925 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen im ganzen Land getötet. Als Unfallopfer mit Todesfolge gelten allerdings nur diejenigen, die binnen 24 Stunden nach dem Unfall verstarben. Unbeantwortet bleibt auch die Frage, wie viele der Unfälle von Regierungsangestellten mit 5 Sekunden Bonus an roten Ampeln verursacht wurden.

Ich bleibe dabei: „There is an idiot born every minute here“. Selbst Nobel Preisträger scheinen mir Recht zu geben:

Idiot wind blowing every time your move your mouth
Blowing down the back roads heading south
Idiot wind blowing every time you move your teeth
You’re an idiot babe
It’s a wonder that you still know how to breathe

                                                              (Bob Dylan)