Desperate Housewives des Tourismus

Posted in Aktuell, AKTUELLES, Asien, Aus Aller Welt, Ausland, Reise, Reisen, Relaxed Reisen - Entspannt ankommen, Süd-Ost Asien, Thailand, Uncategorized on Februar 23, 2017 by pheneas

Was würde der, noch nicht vollständig Fake News hörige Rest der Welt dazu sagen, wenn der 93-jährige Langzeitpräsident Simbabwes, Robert Mugabe, Touristen zu Menschenrechts-Seminaren in seine omugabe-cropst-afrikanische Heimat anlocken wollte? Oder, wenn der ebenso als Menschenfreund bekannte Kim Jung Il, sein Land plötzlich für ausländische Enthusiasten von Nuklearanlagen öffnet? Dem Ersten würde man wahrscheinlich zumindest noch müde lächelnd den Altersschwachsinn vergeben.

Die Desperate Housewives an der Spitze der thailändischen Tourismusbehörde (TAT), haben wieder eine tolle Idee preisgegeben, den Tourismus aus China anzukurbeln, die irgendwie schon in die Kategorie verzweifelter Versuche aus Mist Geld zu machen passt.

Frau Srisuda Wanapinyosak, stellvertretende TAT Gouverneurin für Asien und das pazifische Marketing, begründete ihren neuen Vorschlag mit der epochalen Erkenntnis, dass China ein kommunistisches Land sei, in dem die Bevölkerung keinen Einblick in militärische Einrichtungen hat. Sie glaubt, dass Kriegsschiffe, Schießstände und Training Camps für sie aufregend sein werden. Also hat die TAT die Marine gebeten ihre Kriegsschiffe, wahrscheinlich einen nutzlosen Flugzeugträger, für den es keine Flugzeuge gibt und eine U-Boot Staffel ohne ein einziges Unterseeboot, als Touristenattraktion zu präsentieren.

Der Hohn und Spott in den sozialen Netzwerken ließ nicht lange auf sich warten. Es gab Kommentare wie:

„Ich denke, Chinesen sind bereits mit Attitude Adjustment Einrichtungen in ihrem eigenen Land vertraut.“

Oder:

„Vielleicht gar keine schlechte Idee, wenn Touristen Armee Basen besuchen. Immerhin sind das die Orte, an denen sich Touristen im Gegensatz zu Pattaya, sicher fühlen können.“

Darüber, ob die „Black Site“ der CIA auch zu den Touristenattraktionen für chinesische Besucher gehört, wurde nichts bekannt.

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Korruption als Touristenattraktion? Ja mei, wenn’s Geld bringt…

Posted in Aktuell, AKTUELLES, Asien, Aus Aller Welt, Gesellschaft, Korruption, Kultur & Moral, Neues aus Wahnsiristan, Reise, Reisen, Süd-Ost Asien, Thailand on Februar 19, 2017 by pheneas

Ausser der in den Medien als “Vollzeitstattfinderin” bekannten Ministerin für Sport und Tourismus, ist inzwischen selbst dem letzten Tuc Tuc Fahrer bekannt, dass es mit dem Thai-Tourismus nicht zum Besten steht. Derweil erweckt die wöchentliche Propaganda der Tourismusbehörde (TAT), mit ständig wachsenden Ankunftszahlen den Eindruck, sie sei einer Azubi-Anleitung für „Makler Prosa“ entnommen. Die Dame, die ihren Job familiären Verbindungen verdankt, machte nicht erst in jüngster Vergangenheit mit bemitleidungswürdigen Ideen, das Blatt zu wenden, auf sich aufmerksam. Zuerst versuchte sie vergeblich an falscher Adresse (in den USA und nicht in Japan) ein spezielles Pokémon Programm für Touristenziele zu erwerben. Danach hat sie in Manier eines Meteoriten der Innovationslosigkeit die hanebüchene Idee propagiert, Nestlé dazu zu bewegen Durian KitKat zu produzieren, weil sie meinte dadurch würden Thailandbesucher pro Kopf 10% mehr Geld im Land lassen. Ihr letzter Stunt war: „let’s lure muslims“ (lasst uns Muslime anlocken). Ihr scheint entgangen zu sein, dass Besucher aus dem Mittleren Osten (Iran, Irak, Oman, Jordanien) mit skrotaler Kernschmelze und einjährigem Nachholbedarf in der Disziplin Komasaufen, zu den Problemgästen in Pattaya gehören.

Aber wie sagt man so schön? Es gibt keine Probleme,- es gibt nur zu wenige Lösungen. Mein Tipp an die Dame: vielleicht lohnt es sich, ab und zu mal einen Blick über die Stratosphäre des Planeten Thailand zu werfen. Sie könnte in Mexico City eine optimale Lösung finden.

In Mexiko Stadt ist Korruption zu einer Touristenattraktion geworden. In einem umgebauten ehemaligen Schulbus chauffiert das Unternehmen Corruptour Urlauber und andere Interessierte durch die Straßen der Hauptstadt und zeigt ihnen statt historischer Plätze und Kirchen Symbole der Bestechung und Bestechlichkeit, darunter das Büro des Generalstaatsanwaltes und die „Casa Blanca“, das Haus der früheren Schauspielerin und First Lady der Nation, Angélica Rivera.

corruptour

Thailand hat als eines der korruptesten Länder der Welt (Platz 83 von 154 Ländern/ Source: World audit.org) Potential die Nummer zu toppen und kann 1 bis 2 wöchige Themenreisen durch das ganze Land anbieten. Übernachtungsstopps in Golf-Hotel Resorts, in denen die Offiziellen gern ihre Komitee Sitzungen abhalten, böten einen zusätzlichen Anreiz.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Sicherheit für die Teilnehmer einer solchen Tour. Während Reisebusse und überladene Mini-Vans mit abgefahrenen Reifen sich zu echten Todesfallen für Touristen entwickelt haben, würde sich kaum ein Fahrer trauen mit überhohter Geschwindigkeit durch die Landschaft zu brausen, wenn ihm stets ein Wagen mit Polizei und Militär folgt, um zu vermeiden, dass er vor dem falschen Haus anhält.

Albtraum aller Luden: Wenn die Hühner heiraten

Posted in Aberglaube, Aktuell, AKTUELLES, Asien, Aus Aller Welt, Ausland, Gesellschaft, Glauben & Besserwissen, Kultur & Moral, Neues aus Wahnsiristan, Süd-Ost Asien, Thailand, Uncategorized with tags , on Februar 16, 2017 by pheneas

Fragt man „die Jungs“, wie sich die Zuhälter auf dem Kiez in Hamburg St. Pauli selbst nennen, was das Schlimmste in ihrer Karriere ist, bekommt man häufig die Antwort: wenn die Hühner heiraten.

Vielleicht ist das der Grund, warum sie im Soi Dao Distrikt, in Thailands östlicher Provinz Chanthaburi, bisher nicht aufgeprallt sind und lieber Pattaya besuchen. Der Ort ist das Naddel Abd el Farrag unter den Provinz-Städten des Landes, mit einer offensichtlich völlig verhaltensauffällig verkasperten Landbevölkerung.

In dieser Woche fand dort eine Hochzeit mit lokalen Würdenträgern statt, die mit einer 300.000 Baht (ca. 8.100 €) Mitgift, sowie einer Goldkette im Wert von etwa 20.000 Baht (540 Euro) veredelt wurde. Nun das ist eigentlich nichts Besonderes im Land der verkauften Braut und als Würdenträger wird hier ohnehin jeder gefeiert, der einen Mercedes fährt, oder einen versilberten Zimtstern auf den Epauletten und Fallschirmspringer Wings auf dem drei Nummern zu kleinen Uniformhemd trägt.

Wer wurde hier von wem Zwangsverheiratet?

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Name des Bräutigams: “Jao Thao Sam Saen” ein Hühnerbock (sprachliche Anleihe aus dem deutsch-polnischen Ruhrpott-Dialekt), der als Champion unter den Hahnenkämpfern gilt, mit einem angeblichen Wert von 1 Mio. Baht (ca. 27.000 €). Es wurde berichtet, sein Besitzer hatte, wie es sich für den Vater des Bräutigams bei der Zeremonie gehört, Tränen in den Augen. Der Name und Alter der fotoscheuen geflügelten Braut ist nicht bekannt. Immerhin durfte ihr Besitzer und Empfänger der Brautgeschenke, Anucha Inthasorn, bei der Zeremonie seinen „Schwiegersohn“ den Kampf-Broiler, wie der Besitzer eines Edelitalieners das letzte schoßwarme Tira mi su seiner verstorbenen Mamma, im Arm halten. Hunderte Gäste waren zu der Feier im Thonchai Camp im Soi Dao Distrikt der östlichen Provinz Chanthaburi erschienen. In Deutschland hätte man zu dem Anlass bestimmt 100 selbstbestrickte Mitglieder der Veganer Miliz,  Grünkern-Salafisten und RTL, zu Tofuwurst, Lindenblütentee und Dinkelkeksen eingeladen. Immerhin wurde über die freudige Hochzeit in allen großen thailändischen TV-Sendern in den Abendnachrichten berichtet.

Da Hähne ja im Allgemeinen nicht unbedingt monogam leben, frage ich mich seitdem, auf wie viel Geld der Brautvater den Besitzer des Kampf-Broilers verklagen wird, wenn er fremd geht? Und eine alte Weisheit der unzähligen Sextouristen im Land besagt: ein Ei kommt selten allein. Also wer ist dann für Unterhalt und Sorgerecht für die Nachkommen verantwortlich? Vielleicht bin ich auch einfach nur zu „normal“.