Archiv für zweibeinige ATM Maschine

Get rich or die trying- Englisch für Thai Bar Girls

Posted in Asien, Gesellschaft, Neues aus Wahnsiristan, Thailand with tags , , , , , , , , , , on Juni 19, 2011 by pheneas

Hanseatische Siedebecken Reinkultur

 Als mein ehemaliger Nachbar aus Deutschland (seinen Namen laβ‘ ich hier mit Rücksicht auf seine zwei Ex-Frauen und eine 16-jährige Enkelin lieber weg) sich mit mir in Bangkok verabredete, wusste ich schon, daβ wir uns nicht beim Tempelbesuch, oder im Museum für gefälschte Designer-Waren treffen würden. Die getürkte Rolex Yacht Master II hat er schon und die einzigen Kulturen für deren Erhalt er sich nachhaltig einsetzen würde sind die, die in Form von Hefepilzen in den Gärtanks  der Astra Brauerei schwimmen. Ihm steht der Sinn (!?) mehr nach Interaktion, mit zumindest einem Teil der Bevölkerung, im Land des senkrechten Lächelns.

 Wer- im Stil meines Ex-Nachbarn- Siam auch noch die letzten intimen Geheimnisse entlocken will, begibt sich in die Tilac Bar (Tilac = Liebling), in Bangkoks notorischer Soi Cowboy,  wo ein Heer von bis zu 200 auskunftsgeilen Kultur-Botschafterinnen, in 25 cm kurzen Röckchen auf den Tischen tanzt, um tiefere Einblicke auf die Arbeitsflächen der bäuerlichen Erektionsmanagerinnen aus dem Isan zu geben. Das Tilac gilt als Eldorado unter Leuten, die in der heimatlichen Kleinstadt den ganzen Sonntagnachmittag sabbernd auf der Rolltreppe verbringen, um einen kurzen Blick unter den Rock eines Teenagers zu erheischen.

Soi Cowboy - Tauchbecken der Ständertropfen

 Die Häupter im Raum der allabendlichen Vernissage für Voyeure sehen aus wie ein silbriger Gletscher. Eben ganz so, wie man ihn auf einer Alzheimer-Parkinson-Farm der Erdmöbelliga erwartet. Es duftet nach Viagra, Sang Som und Cialis. Hier ist man richtig aufgehoben, wenn man ums Verrecken nicht hören will, daβ man mit 45 schon nach Zielgerade aussieht. Von der Bühne und den Tischen aus, mustern die Kopulations-Koryphäen die Sildenafil-Senioren mit Blicken, die den Eindruck erwecken, sie nehmen bei den Leuten bereits für „Bodybags“ Mass.

 Aber,- auch was Sternstunden der Enttäuschungen angeht, ist der Laden nur schwer zu toppen und das liegt an den Sprachproblemen. Hier geht es zu wie beim Turmbau zu Babel! (Der Vergleich hat was- sogar im doppeldeutigen Sinn). Stammgäste vermeiden daher mit den Mädels Gespräche zu führen, die bis hin in Spezialgebiete wie artgerechte Tierhaltung, die gerade durchgemachte Prostataoperation, oder gar öffentlichen Nahverkehr ausarten. Jede diesbezügliche Gesprächserwartung wäre so absurd, als würde Verona Feldbusch, ganz ohne Hilfe eines Erwachsenen, über die posthegelsche Ästhetik dozieren. Profis zeichnen sich ebenso dadurch aus, keine Fragen zu stellen, die man nicht mit „OK, can I have one more Lady Drink“ beantworten könnte.

El Dorado für Rolltreppen-Spanner

 Neben mir nahm plötzlich eine „Tänzerin“ Platz, die in ihrem Heimatdorf schon 1980 die 100 Baht Sex-Göttin gewesen sein muβ. Sie legte ihre Hand auf mein Bein und ich erklärte ihr in Thai, daβ meine drei Frauen zuhause das wahrscheinlich gar nicht gern sähen. Sie sagte nur: „Ah, khun khon arab may day“ (Du bist Araber?) und zog davon. Wie gesagt, hier erlebt man Sternstunden der Enttäuschungen.

 Nach drei Drinks und ausgedehnter Begutachtung der hüpfenden Auslagen in der Fleischhalle, zwinkerte Herr Nachbar in der Hoffnung auf ein komaerotisches Abenteuer, einem der Mädels zu. Sie sah in etwa so aus,  als hätte sie sich bei der Fuchsjagd während eines wilden Geländeritts geschminkt. Andererseits ist ihre zweibeinige ATM-Maschine ja auch kein Adonis. Er ist eher der Typ, den man als Barmbeks Antwort auf Berlusconi durchgehen ließe. Ein verhärmter Kerl im Versandhaus-Dressing, der aussieht, als würde er Pierre Alain Sczybulsky  heißen  und unter einer Reiswein-Gesichtsneurose im Endstadium leiden. Dazu sprießt ihm eine  Wolle aus Nase und Ohren, als hätte er bereits im Touristenflieger einen Liter Wunderwachstums-Haartinktur getrunken. Doch sein Selbstvertrauen scheint ungebrochen, denn er glaubt nach der Berliner Gedächtniskirche und BILD Kolumnist Franz-Josef Wagner, die drittbeliebteste Ruine Deutschlands zu sein. Wenn er in den engen Gassen zwischen Verkaufsständen durch die Sois schleicht, geht er so langsam wie jemand der offensichtlich schon immer mal eine Beerdigungsparade anführen wollte. Manchen der Senioren geht schon auf den 300m vom Hotel zum Teeny-Puff die Luft aus und sie erinnern bei den Zwischenstopps an Lachse auf halbem Weg zu den Laichplätzen, die sich fragen, warum bleiben wir nicht wo wir sind, und holen uns hier einen runter?

 Sorry für den langen szenischen Einstieg. Kommen wir also zum Thema der Konversation zwischen den zukünftigen Geschäftspartnern. Erstaunlicher Weise geht das Vokabular der Königen der Nacht weit über das Übliche- Hello how ah you – wats you name – wel you come flom – can i have dlink –you pay barfine und I love you long time fo 3000 Baht- hinaus. Stattdessen hören wir polierte Sätze wie: „Please take a seat! Can I sit with you? My name is Yuk I am 18 years old.  What kind of work do you do? What do you think about Thai people? You speak English very well (grins) und how many times you visited Thailand?” Wow! Das übertraf bei weitem alles, was ich bisher von meiner Thai-Lehrerein gehört hatte. Meinem Nachbarn entfährt sogleich ein: „Oh, you come from Universität what?“ Danach kam nahezu jede Äußerung von ihr einer Aufforderung zu einer Alarmstart-Begattung gleich. Der Nachbar zahlt die Barfine für die Kosmetik-Amateurin mit überdurchschnittlichen Englisch-Kenntnissen und wir verlassen den Laden. Die Flitternächtler (eine Flitter Woche würde ihn töten) machen sich auf den Weg zum nächstgelegenen Stundenhotel mit Schweigepflicht. Gute Ratschläge und Warnungen verkneife ich mir. Das ist so, als würde man einem verkohlten Leichnam sagen: „Ab jetzt wird aber nicht mehr im Bett geraucht, gell!“

Jede Menge Cowboys, aber nicht ein einziges Pferd

Als der Dreibeiner mit seiner Beischlaffachangestellten  im Gewimmel der Soi Cowboy verschwindet, denke ich noch- ER 66 mit Jetlag und Bypass, SIE 18 und viel zu durchtrainiert, ein Hotel mit versifften Bettlaken, zwischen Beiden nichts als ein Brustbeutel mit einigen tausend Baht Scheinen und einer Anstaltspackung kleiner blauer Begattungspillen,- hier kommen Koordinaten zusammen, die geradewegs an das Sterbebett eines Patienten auf der improvisierten Intensivstation einer städtischen Klinik führen. Der Anblick erinnert an den Start einer Hochzeitsreise in die Sackgasse der Evolution.

 Als der Ex-Nachbar mich am nächsten Mittag anruft, erfahre ich nun auch endlich eines der intimsten Geheimnisse Siams: Man kann so eine Nacht überleben! Er hat sich nicht einmal im Hotelbett die Krätze geholt und ist verliebt, aber diese Krankheit ist eben etwas für Leute, die es wirklich wissen wollen, nachdem sie bereits Schweinegrippchen und Bienenbütteler Sommersprossen überlebt haben. Nach dem Erwachen fand er ein kleines Büchlein auf dem Nachttisch. Titel: „Get Rich Quick – English for Bar Girls“. Etwas enttäuscht ist er nun schon darüber, als er mir erklärt, daβ sie nicht „from Universität“ kommt.

Man muss schon die 150 Baht in Fortbildung investieren

Der Nutten-Dictionary enthält 280 gewinnorientierte Redewendungen, darunter aber auch Beleidigungen für SIE und IHN, standesgemäβe (sorry- ich konnt’s nicht lassen) Bezeichnungen der männlichen Geschlechtsmerkmale. Und,- jetzt heiβt es aufgepasst meine Herren: Zahlen bis 1 Million!

Für alle die sich nicht sicher sind, ob ihre Thai-Bekanntschaft wirklich eine Studentin ist, ein paar Beispiele aus dem Büchlein, für die mündliche Prüfung: 

Do you have a girlfriend?

Are you married?

I’m divorced

I’m crazy about you

I can’t love anyone else but you

I’m so lonely without you

I love you, not your money

I hate this work but it’s an easy way to make money

I want to quit this job

Do you want me for short time or overnight?

I am still a virgin

I like /don’t like oral sex

May I have some money for last night?

I need to pay for my brother’s school books

My father is in hospital

I don’t want to be only your sex partner

You broke my heart

Don’t call me anymore

If you ring the bell, you buy drink for everyone in the bar

etc.

Boom Boom in Bang Cock

Posted in Asien, Kultur & Moral, Thailand with tags , , , , , , , , , , on Juni 17, 2011 by pheneas

Hallo Mädels! Willkommen im Land des senkrechten Lächelns

Auf Geschäftsreisen steht man immer wieder vor schwierigen Entscheidungen

Hier erfahren Sie, was Sie schon immer über kommerziellen Sex in Thailand wissen wollten- Ihr geschäftsreisender Gatte Ihnen aber nie erzählt hat…

Aber keine Sorge, Prostitution ist illegal im ehemaligen Siam! Sicher kann man sich da fragen wie es zu unappetitlichen Statistiken kommt, nach denen 70 bis 80 % der jährlich 7 Millionen Touristen nur eines Suchen: Sex! Aber wie sagt man so treffend? Statistik ist eine Hure…

 Appellierend an Ihre angeborene feminine Solidarität- und die gebietet schon einige Fairness in der Betrachtung und Beurteilung gewisser Umstände- hier ein wenig Aufklärung:

Schon ein Unterschied zu Mutti beim Staubsaugen

 Mal ganz ehrlich- wieviele Ehen kennen Sie in ihrem erweiterten Bekanntenkreis, in denen der Mann als Alleinversorger dient? Er bezahlt was die Familie braucht; und dazu noch die ganzen für das tägliche Überleben unnötigen Dinge, die gelangweilte Hausfrauen für ihre „Selbstfindung“ zu benötigen glauben. Das Spektrum reicht von Reitstunden, über Besuche beim Psychiater bis zu Tarot-Seminaren, sowie kosmetische Placebo-Tinkturen, die für horrendes Geld ewige Jugend versprechen und die obligatorischen Friseurbesuche, die irgendeinem Peter ein finanzielles Polster bescheren. Auch die 20ste unbedingt benötigte Handtasche und 30 Paar Pömps gehören in die Bilanz. Wenn Sie in diesen Beziehungen einfach mal penetrant nachbohren, bekommen sie nicht selten zur Antwort: „Ach Gott ja, Liebe ist eigentlich etwas anderes, aber ich wäre doch verrückt das alles gegen eine ungewisse Zukunft einzutauschen.“ Soviel zu weiblicher Logik und materiellem Pragmatismus- jedenfalls aus maskulin/europäischer Sicht.

 Nun muss man (Frau) ja nicht unbedingt verheiratet sein, um den Wunsch nach eigener Kreditkarte, Luxussrtikeln, oder einfach nur finanzieller Sicherheit zu hegen. In Ländern mit maroden Bildungssystemen, geringen Pro-Kopf Einkommen und untergeordneter sozialer Stellung der Frau, verändern sich kulturelle und moralische Grundsätze eindeutig zu gunsten der Akzeptanz von Prostitution. In den Nord- und Nordostprovinzen Thailands, rümpft kein Reisbauer die Nase darüber, wenn seine 17-jährige Tochter, ebenso wie die seiner Nachbarn, ihren Beitrag zum Wohlstand der Familie mit dem Unterleib verdient. Das war immer so und wird auch so bleiben, solange genügend Faulenzer davon profitieren.

Das Angebot

Das Angebot der Firma Billig & Willig!

 In Bangkok gibt es mindestens vier „Haupt-Entsaftungs-Zentren“ für die mühselig Beladenen: Soi Cowboy, Patpong, Nana und Sukhumvit. Wenn Sie bei ihrem treusorgenden Gatten eine dieser Adressen auf einer Spesenabrechnung der hier ansässigen Etablissements finden, können sie eigentlich schon mal überlegen, wann sie wieder zu ihrer Mutter ziehen wollen.

 In Krungthep Mahanakom (Bangkoks Eigenname- „Die grosse Stadt der Engel“) gibt es mehr sognannte „Girlie-Bars“ als Fritten- und Dönerbuden in Berlin: Rund 2000 Bars, in denen 18-jährige (?) mandeläugige Schönheiten mit Traumfiguren topless an der Stange tanzen. Bars, in denen die Mädels auf Spiegeltischen mit 20 cm schmalen Röckchen ohne Schlübber um das Bierglas ihres Gemahls tanzen. Ausserdem, Etablissments in denen die „Tänzerinnen“ der eiskalten Klimaanlage trotzen und gar nix mehr anhaben; und um das Angebot noch etwas attraktiver zu gestaltengibt es Ping-Pong Shows, Gurkenschiessen, sowie Feuer- und sogar Feuerwerkskörper schluckende Vaginae zur Unterhaltung der Viagra-Junkies und geschäftsreisenden Biedermänner. Da ist es gut zu wissen, dass der eigene Ehemann charakter- und willenstark genug ist, dem profanen Angebot zu trotzen! Also kein Grund zur Panik, gestandene Ehemänner entwickeln hier nur so eine Art Pitbull-Mentaliät: „Der tut nix,- der will bloss spielen!“

 Im gerne als „Land of Smiles“ bezeichneten Königreich, gibt es „offiziell“ 2 Millionen registrierte Prostituierte (gezählt werden lediglich die Erektionsassistentinnen, die regelmässig zum Gesundheits-Chek gehen), nicht schlecht für ein Land mit 60 millionen Einwohnern, aber vielleicht ist das Verhältnis ähnlich einzuschätzen, wie die Einwohnerzahl Bangkoks: offiziell 6 bis 9 millionen- inoffiziell locker das Doppelte! So betrachtet, scheint der Begriff „Land of vertical Smiles“ (Land des senkrechten Lächelns) einigermassen gerechtfertigt.

Alles Kolonial-Kopulisten? Fehlanzeige!

Schätzungen besagen, daß saisonbedingt zwischen 3 und 20 Prozent der weiblichen Bevölkerung im Königreich, im Alter von 15 bis 34 anschaffen. Trotz der scheinbaren Massen männlicher Farangs, die ins Land strömen, kann man kaum die ausländischen Sextouristen allein für den Bums-Boom verantwortlich machen. Nur ein Bruchteil der Mädels treibt es mit Ausländern. Der Rest läuft unter dem Motto von Thaksin’s Partei: Thai rak Thai (Thai’s lieben Thai’s).

 “Love you long time- für 47 Euro”

Berufsbeischläferinnen beim Begattungswalzer

 Die Preise für die Penetration einer Vagina im Alter ihrer Tochter variieren innerhalb Bangkoks in den einfachen Girlie-Bars nur unvesentlich. Abgesehen vom Promille-Gehalt, individuellem Druck des Hormonspiegels und der Branchenkenntnis des Freiers, kostet ein short time agreement zwischen 35 € und 47 €. Long time- also die ganze Nacht, mindestens jedoch bis 6 Uhr morgens, kostet zwischen 47 € und 95 € plus Bar fine von 11 bis 14 €.

 Natürlich gibt es Sonderangebote nach dem bewährten chinesischen Kundenfangprinzip „buy one get two for free“, für spendable Freier, die sich nicht scheuen mal eben 30 € für eine kopierte „TonLui“ (Lui Vitton) Handtasche anzulegen, um sich den selben verführerischen Leib für die gesamte Urlaubszeit über den Docht zu stülpen. Zunehmend drängen auch vorzugsweise blonde Nutten aus der ehemaligen Sowjet Union auf den Markt, die in den Disco’s der Nobelhotels anschaffen und eher von betuchten Thai-Freiern gebucht werden.

 Auf dem Strassenstrich, als Bodensatz des horizontalen Gewerbes, machen sich zusehens schwarzafrikanische Töchter bereit, die Klientel aus dem mittlern Osten zu beglücken.

 Der gehobene Markt in Form von „Entertainment Clubs“, die Studentinnen und Teilzeit-Models als „Bildungs-Nutten“ rekrutieren, ist den thailändischen Business- und Executive-Freiern vorbehalten. Da kommt man als Ausländer eigentlich nur in Begleitung seiner lokalen Geschäftspartner rein.

 Zur Abdeckung des Marktes gibt es noch diverse Karaoke Bars für japanische Besucher. Als Gaijin (japanisch: “Mensch von draussen”), bleibt man eben auch draussen.

So sehen die „working girls” Ihren Karl-Heinz!

 Nun wäre es einfach die Bar Girls zu verteufeln, die mit aphroditischem Äusseren, das Gros unter 20 Jahre alt; und dennoch im Umgang mit allen erdenklichen sexuellen Vorlieben Ihres treusorgenden Gatten vertraut,- speziell mit den Phantasien, mit deren Verwirklichung sich Ihr Gatte Ihnen gegenüber immer zurückgehalten hat, Vollbedienung zu leisten.

 Immer auf der Jagd nach einem Versorger für sich und ihre zuhälterische und häufig stinkfaule Verwandtschaft im Isan, versuchen sie die Paarungswillige, zweibeinige ATM Maschine (Ihren Ehemann) genital und finanziell anzuzapfen.

 Während die oben genannten weiblichen Nutznießer westlicher Beziehungs-Kultur ein relativ sorgenfreies Leben führen, und eigentlich auf dieselben materiellen Vorteile hoffen wie jede thailändische Prostituierte auch, gibt es im Alltag doch eklantante Unterschiede.

 Es beginnt mit den Arbeitsbedingungen der für Ihren ehemüden Gatten halbnackt an der Stange hüpfenden Tanzmäuse. Um auch nur in die Nähe eines Bruchteils des bequemen Euro-Lebensstandards zu kommen, müssen sie sich in den Sexual-Treibhäusern schon gewaltig tief und häufig bücken. 

  • Monatsgehalt vom Etablissment zwischen 44,50 € und 133,00 € (4 Dosen Bier kosten im Supermarkt 2,60 €)
  • Es gibt nur einen freien Tag pro Monat, wer einen weiteren Tag „frei macht“ muss die Bar fine von 14 € selbst bezahlen. Das gilt auch bei Krankheit (Husten, Schnupfen, Heiserkeit oder Lebensmittelvergiftung) ohne Attest. Lediglich bei Todesfällen in der Familie wird ein Kremations-Urlaub von einem Tag gewährt. Busfahrt von Bangkok ins Isan, wo die meisten der Mädels herkommen: 8 Std. Es wird erwartet, dass die Hinterbliebene ein Foto von der Trauerfeier vorweist.
  • Freie Tage am Wochenende (Freitag, Samstag und öffentliche Feiertage) sind nicht erlaubt, wer dennoch von der Arbeit fern bleib, muss den erhöhten Wochenendtarif 14 € bis 24 € pro Tag berappen.
  • Wer laut Stechuhr verspätet zur Arbeit kommt zahlt 4 € cent pro Minute für die ersten 30 Min. und danach 11 € cent für jede weitere Minute.
  • Jedes Bargirl muss im Monat mit mindestens mit 4 bis 10 Freiern „ausgehen“, oder eine Strafe (14 €) für jede nicht erfüllte Quote Zahlen. (Bei Null Freiern im Monat verdient die Arme 3 € pro Monat für 8 Stunden Schichthüpfen an der Stange und annimieren)
  • Jedes Bargirl muss monatlich 60 bis 120 Drinks an potentielle Freier verkaufen, oder für jeden nicht verkauften Drink 1,20 € bezahlen.
  • Jedes Bargirl muss einmal im Monat zum Gesundheitscheck ohne Fahrtkostenerstattung. Wer den Check nicht fristgemäss vorlegt zahlt 10 € und wer ein „positiv“ Ergebnis bringt bekommt kein Gehalt für den vergangenen Monat,- ungeachtet der geleisteten Arbeit.
  • Die Girls müssen die exakt für den Wochentag vorgeschribene Einheitkleidung tragen oder eine Strafe von 4,80 € bezahlen.
  • Unterhaltungen zwischen den Tänzerinnen auf der Bühne: Strafe von 4,80 €.
  • Es ist den Girls nicht erlaubt die Gästetoiletten zu benutzen (was bei 3 Toiletten für bis zu 200 Girls, die ständig mit Gästen trinken sollen, ziemlich absurd ist. Strafe bei Zuwiderhandlung: 4,80 €. Toilettenpapier müssen die Girls selbst mitbringen.
  • Wer erhötem Promilegehalt, in Kombination mit Stiletto-Absätzen zum Opfer fällt und vom Tresen purzelt, ist nicht versichert.
  • Sie dürfen in der Bar  nach 22 Uhr nicht essen und müssen selbst für Trinkwasser sorgen (Bangkoks Leitungswasser ist ungenießbar).
  • Langschäftige Stiefel, die für die Tanzdarbietungen unerlässlich sind und zur vorgeschriebenen „Uniform“ gehören, schlagen für die Mädels mit mindestens 16 bis 28 € zu Buche und halten selten länger als zwei Monate.
  • Hinzukommt in einigen Bars, daß am Wochenende junge ”Studentinnen“ für Kleingeld bei einer Agentur bestellt werden, die zwar an der Stange hüpfen, aber im Gegensatz zur Stammcrew voll bekleidet tanzen und „offiziell“ nicht mit Freiern ausgehen. Es steht aber beiden Parteien frei Arrangements für die Zeit nach der Tanzerei zu vereinbaren…  In einigen Bars sind das bis zu 40 Mädchen, die der Stammbesetzung am Wochenende Konkurrenz machen.
  • Von Girls die, aus welchen Gründen auch immer den Job quittieren, wird eine Ablösesumme von bis zu 240 € erwartet, wenn nicht gar verlangt.

Nicht selten hört man deshalb von Freiern: „Meine Alte zuhause weiss gar nicht wie gut es ihr geht!“

Bar Besitzers Profit von den Girls

Wenn die Bar 100 Mädchen beschäftigt, nimmt der Laden ein Minimum von 80.000 Baht (1,677 €) an Bar fines, einschließlich der Wochenenden und der Tatsache, dass einige Mädchen mehrere Kunden an einem Tag haben, ein.

Um die Quote für Drinks zu erfüllen, verkaufen 100 Mädchen wird mindestens 10.000 Drinks pro Monat. Eine Flasche Bier kostet 130 Baht (Brutto-Preis 50 Baht). Wenn alle verkauften Getränke lediglich Bier wären, betrüge der Gewinn 800,000 Baht (16,771 €)!

Vielleicht hilft ja unser T-Shirt Aufruf...

Fortsetzung folgt