Archiv für Sukhumvit

Boom Boom in Bang Cock

Posted in Asien, Kultur & Moral, Thailand with tags , , , , , , , , , , on Juni 17, 2011 by pheneas

Hallo Mädels! Willkommen im Land des senkrechten Lächelns

Auf Geschäftsreisen steht man immer wieder vor schwierigen Entscheidungen

Hier erfahren Sie, was Sie schon immer über kommerziellen Sex in Thailand wissen wollten- Ihr geschäftsreisender Gatte Ihnen aber nie erzählt hat…

Aber keine Sorge, Prostitution ist illegal im ehemaligen Siam! Sicher kann man sich da fragen wie es zu unappetitlichen Statistiken kommt, nach denen 70 bis 80 % der jährlich 7 Millionen Touristen nur eines Suchen: Sex! Aber wie sagt man so treffend? Statistik ist eine Hure…

 Appellierend an Ihre angeborene feminine Solidarität- und die gebietet schon einige Fairness in der Betrachtung und Beurteilung gewisser Umstände- hier ein wenig Aufklärung:

Schon ein Unterschied zu Mutti beim Staubsaugen

 Mal ganz ehrlich- wieviele Ehen kennen Sie in ihrem erweiterten Bekanntenkreis, in denen der Mann als Alleinversorger dient? Er bezahlt was die Familie braucht; und dazu noch die ganzen für das tägliche Überleben unnötigen Dinge, die gelangweilte Hausfrauen für ihre „Selbstfindung“ zu benötigen glauben. Das Spektrum reicht von Reitstunden, über Besuche beim Psychiater bis zu Tarot-Seminaren, sowie kosmetische Placebo-Tinkturen, die für horrendes Geld ewige Jugend versprechen und die obligatorischen Friseurbesuche, die irgendeinem Peter ein finanzielles Polster bescheren. Auch die 20ste unbedingt benötigte Handtasche und 30 Paar Pömps gehören in die Bilanz. Wenn Sie in diesen Beziehungen einfach mal penetrant nachbohren, bekommen sie nicht selten zur Antwort: „Ach Gott ja, Liebe ist eigentlich etwas anderes, aber ich wäre doch verrückt das alles gegen eine ungewisse Zukunft einzutauschen.“ Soviel zu weiblicher Logik und materiellem Pragmatismus- jedenfalls aus maskulin/europäischer Sicht.

 Nun muss man (Frau) ja nicht unbedingt verheiratet sein, um den Wunsch nach eigener Kreditkarte, Luxussrtikeln, oder einfach nur finanzieller Sicherheit zu hegen. In Ländern mit maroden Bildungssystemen, geringen Pro-Kopf Einkommen und untergeordneter sozialer Stellung der Frau, verändern sich kulturelle und moralische Grundsätze eindeutig zu gunsten der Akzeptanz von Prostitution. In den Nord- und Nordostprovinzen Thailands, rümpft kein Reisbauer die Nase darüber, wenn seine 17-jährige Tochter, ebenso wie die seiner Nachbarn, ihren Beitrag zum Wohlstand der Familie mit dem Unterleib verdient. Das war immer so und wird auch so bleiben, solange genügend Faulenzer davon profitieren.

Das Angebot

Das Angebot der Firma Billig & Willig!

 In Bangkok gibt es mindestens vier „Haupt-Entsaftungs-Zentren“ für die mühselig Beladenen: Soi Cowboy, Patpong, Nana und Sukhumvit. Wenn Sie bei ihrem treusorgenden Gatten eine dieser Adressen auf einer Spesenabrechnung der hier ansässigen Etablissements finden, können sie eigentlich schon mal überlegen, wann sie wieder zu ihrer Mutter ziehen wollen.

 In Krungthep Mahanakom (Bangkoks Eigenname- „Die grosse Stadt der Engel“) gibt es mehr sognannte „Girlie-Bars“ als Fritten- und Dönerbuden in Berlin: Rund 2000 Bars, in denen 18-jährige (?) mandeläugige Schönheiten mit Traumfiguren topless an der Stange tanzen. Bars, in denen die Mädels auf Spiegeltischen mit 20 cm schmalen Röckchen ohne Schlübber um das Bierglas ihres Gemahls tanzen. Ausserdem, Etablissments in denen die „Tänzerinnen“ der eiskalten Klimaanlage trotzen und gar nix mehr anhaben; und um das Angebot noch etwas attraktiver zu gestaltengibt es Ping-Pong Shows, Gurkenschiessen, sowie Feuer- und sogar Feuerwerkskörper schluckende Vaginae zur Unterhaltung der Viagra-Junkies und geschäftsreisenden Biedermänner. Da ist es gut zu wissen, dass der eigene Ehemann charakter- und willenstark genug ist, dem profanen Angebot zu trotzen! Also kein Grund zur Panik, gestandene Ehemänner entwickeln hier nur so eine Art Pitbull-Mentaliät: „Der tut nix,- der will bloss spielen!“

 Im gerne als „Land of Smiles“ bezeichneten Königreich, gibt es „offiziell“ 2 Millionen registrierte Prostituierte (gezählt werden lediglich die Erektionsassistentinnen, die regelmässig zum Gesundheits-Chek gehen), nicht schlecht für ein Land mit 60 millionen Einwohnern, aber vielleicht ist das Verhältnis ähnlich einzuschätzen, wie die Einwohnerzahl Bangkoks: offiziell 6 bis 9 millionen- inoffiziell locker das Doppelte! So betrachtet, scheint der Begriff „Land of vertical Smiles“ (Land des senkrechten Lächelns) einigermassen gerechtfertigt.

Alles Kolonial-Kopulisten? Fehlanzeige!

Schätzungen besagen, daß saisonbedingt zwischen 3 und 20 Prozent der weiblichen Bevölkerung im Königreich, im Alter von 15 bis 34 anschaffen. Trotz der scheinbaren Massen männlicher Farangs, die ins Land strömen, kann man kaum die ausländischen Sextouristen allein für den Bums-Boom verantwortlich machen. Nur ein Bruchteil der Mädels treibt es mit Ausländern. Der Rest läuft unter dem Motto von Thaksin’s Partei: Thai rak Thai (Thai’s lieben Thai’s).

 “Love you long time- für 47 Euro”

Berufsbeischläferinnen beim Begattungswalzer

 Die Preise für die Penetration einer Vagina im Alter ihrer Tochter variieren innerhalb Bangkoks in den einfachen Girlie-Bars nur unvesentlich. Abgesehen vom Promille-Gehalt, individuellem Druck des Hormonspiegels und der Branchenkenntnis des Freiers, kostet ein short time agreement zwischen 35 € und 47 €. Long time- also die ganze Nacht, mindestens jedoch bis 6 Uhr morgens, kostet zwischen 47 € und 95 € plus Bar fine von 11 bis 14 €.

 Natürlich gibt es Sonderangebote nach dem bewährten chinesischen Kundenfangprinzip „buy one get two for free“, für spendable Freier, die sich nicht scheuen mal eben 30 € für eine kopierte „TonLui“ (Lui Vitton) Handtasche anzulegen, um sich den selben verführerischen Leib für die gesamte Urlaubszeit über den Docht zu stülpen. Zunehmend drängen auch vorzugsweise blonde Nutten aus der ehemaligen Sowjet Union auf den Markt, die in den Disco’s der Nobelhotels anschaffen und eher von betuchten Thai-Freiern gebucht werden.

 Auf dem Strassenstrich, als Bodensatz des horizontalen Gewerbes, machen sich zusehens schwarzafrikanische Töchter bereit, die Klientel aus dem mittlern Osten zu beglücken.

 Der gehobene Markt in Form von „Entertainment Clubs“, die Studentinnen und Teilzeit-Models als „Bildungs-Nutten“ rekrutieren, ist den thailändischen Business- und Executive-Freiern vorbehalten. Da kommt man als Ausländer eigentlich nur in Begleitung seiner lokalen Geschäftspartner rein.

 Zur Abdeckung des Marktes gibt es noch diverse Karaoke Bars für japanische Besucher. Als Gaijin (japanisch: “Mensch von draussen”), bleibt man eben auch draussen.

So sehen die „working girls” Ihren Karl-Heinz!

 Nun wäre es einfach die Bar Girls zu verteufeln, die mit aphroditischem Äusseren, das Gros unter 20 Jahre alt; und dennoch im Umgang mit allen erdenklichen sexuellen Vorlieben Ihres treusorgenden Gatten vertraut,- speziell mit den Phantasien, mit deren Verwirklichung sich Ihr Gatte Ihnen gegenüber immer zurückgehalten hat, Vollbedienung zu leisten.

 Immer auf der Jagd nach einem Versorger für sich und ihre zuhälterische und häufig stinkfaule Verwandtschaft im Isan, versuchen sie die Paarungswillige, zweibeinige ATM Maschine (Ihren Ehemann) genital und finanziell anzuzapfen.

 Während die oben genannten weiblichen Nutznießer westlicher Beziehungs-Kultur ein relativ sorgenfreies Leben führen, und eigentlich auf dieselben materiellen Vorteile hoffen wie jede thailändische Prostituierte auch, gibt es im Alltag doch eklantante Unterschiede.

 Es beginnt mit den Arbeitsbedingungen der für Ihren ehemüden Gatten halbnackt an der Stange hüpfenden Tanzmäuse. Um auch nur in die Nähe eines Bruchteils des bequemen Euro-Lebensstandards zu kommen, müssen sie sich in den Sexual-Treibhäusern schon gewaltig tief und häufig bücken. 

  • Monatsgehalt vom Etablissment zwischen 44,50 € und 133,00 € (4 Dosen Bier kosten im Supermarkt 2,60 €)
  • Es gibt nur einen freien Tag pro Monat, wer einen weiteren Tag „frei macht“ muss die Bar fine von 14 € selbst bezahlen. Das gilt auch bei Krankheit (Husten, Schnupfen, Heiserkeit oder Lebensmittelvergiftung) ohne Attest. Lediglich bei Todesfällen in der Familie wird ein Kremations-Urlaub von einem Tag gewährt. Busfahrt von Bangkok ins Isan, wo die meisten der Mädels herkommen: 8 Std. Es wird erwartet, dass die Hinterbliebene ein Foto von der Trauerfeier vorweist.
  • Freie Tage am Wochenende (Freitag, Samstag und öffentliche Feiertage) sind nicht erlaubt, wer dennoch von der Arbeit fern bleib, muss den erhöhten Wochenendtarif 14 € bis 24 € pro Tag berappen.
  • Wer laut Stechuhr verspätet zur Arbeit kommt zahlt 4 € cent pro Minute für die ersten 30 Min. und danach 11 € cent für jede weitere Minute.
  • Jedes Bargirl muss im Monat mit mindestens mit 4 bis 10 Freiern „ausgehen“, oder eine Strafe (14 €) für jede nicht erfüllte Quote Zahlen. (Bei Null Freiern im Monat verdient die Arme 3 € pro Monat für 8 Stunden Schichthüpfen an der Stange und annimieren)
  • Jedes Bargirl muss monatlich 60 bis 120 Drinks an potentielle Freier verkaufen, oder für jeden nicht verkauften Drink 1,20 € bezahlen.
  • Jedes Bargirl muss einmal im Monat zum Gesundheitscheck ohne Fahrtkostenerstattung. Wer den Check nicht fristgemäss vorlegt zahlt 10 € und wer ein „positiv“ Ergebnis bringt bekommt kein Gehalt für den vergangenen Monat,- ungeachtet der geleisteten Arbeit.
  • Die Girls müssen die exakt für den Wochentag vorgeschribene Einheitkleidung tragen oder eine Strafe von 4,80 € bezahlen.
  • Unterhaltungen zwischen den Tänzerinnen auf der Bühne: Strafe von 4,80 €.
  • Es ist den Girls nicht erlaubt die Gästetoiletten zu benutzen (was bei 3 Toiletten für bis zu 200 Girls, die ständig mit Gästen trinken sollen, ziemlich absurd ist. Strafe bei Zuwiderhandlung: 4,80 €. Toilettenpapier müssen die Girls selbst mitbringen.
  • Wer erhötem Promilegehalt, in Kombination mit Stiletto-Absätzen zum Opfer fällt und vom Tresen purzelt, ist nicht versichert.
  • Sie dürfen in der Bar  nach 22 Uhr nicht essen und müssen selbst für Trinkwasser sorgen (Bangkoks Leitungswasser ist ungenießbar).
  • Langschäftige Stiefel, die für die Tanzdarbietungen unerlässlich sind und zur vorgeschriebenen „Uniform“ gehören, schlagen für die Mädels mit mindestens 16 bis 28 € zu Buche und halten selten länger als zwei Monate.
  • Hinzukommt in einigen Bars, daß am Wochenende junge ”Studentinnen“ für Kleingeld bei einer Agentur bestellt werden, die zwar an der Stange hüpfen, aber im Gegensatz zur Stammcrew voll bekleidet tanzen und „offiziell“ nicht mit Freiern ausgehen. Es steht aber beiden Parteien frei Arrangements für die Zeit nach der Tanzerei zu vereinbaren…  In einigen Bars sind das bis zu 40 Mädchen, die der Stammbesetzung am Wochenende Konkurrenz machen.
  • Von Girls die, aus welchen Gründen auch immer den Job quittieren, wird eine Ablösesumme von bis zu 240 € erwartet, wenn nicht gar verlangt.

Nicht selten hört man deshalb von Freiern: „Meine Alte zuhause weiss gar nicht wie gut es ihr geht!“

Bar Besitzers Profit von den Girls

Wenn die Bar 100 Mädchen beschäftigt, nimmt der Laden ein Minimum von 80.000 Baht (1,677 €) an Bar fines, einschließlich der Wochenenden und der Tatsache, dass einige Mädchen mehrere Kunden an einem Tag haben, ein.

Um die Quote für Drinks zu erfüllen, verkaufen 100 Mädchen wird mindestens 10.000 Drinks pro Monat. Eine Flasche Bier kostet 130 Baht (Brutto-Preis 50 Baht). Wenn alle verkauften Getränke lediglich Bier wären, betrüge der Gewinn 800,000 Baht (16,771 €)!

Vielleicht hilft ja unser T-Shirt Aufruf...

Fortsetzung folgt

Achtung Viagra! „Hör‘ auf zu Grinsen, der Onkel ist krank, der kann nichts dafür!”

Posted in Gesundheit & Gute Besserung, Thailand with tags , , , , , , , , , on Mai 31, 2011 by pheneas

*Viagra Greise: Ältere Herren mit Geburts-Trauma! Vom Wunsch beseelt, wenigstens partiell wieder in den Mutterleib zurückzukehren. Egal in welchen-  wie oft, oder wie alt.

 Statistiken des Bundesgesundheitsamtes und der amerikanischen FDA (Food & Drug Administration) zufolge, sind bisher in Deutschland 30, europaweit 77 und weltweit 616 Todesfälle nach der Einnahme von Viagra gemeldet worden. Weitere 40 hatten mehr Glück- sie haben lediglich das Augenlicht eingebüßt. Hauptbetroffene sind Herren denen man ansieht, daβ sie körperliches Wohlbefinden hauptsächlich durch Nahrungsaufnahme herstellen, Numerologie und Todesursache erinnern ein Wenig an Erkenntnisse indischer Hochzeitsfeiern, bei denen die Gäste mit gepanschtem Alkohol in Stimmung gebracht werden, oder einfach nur an ein typisch österliches Familienfrühstück in Moskaus Trabantenstädten. Inoffizielle Zahlen sehen da gewohnheitsmäßig etwas anders aus. So erzählte mir ein Doktor aus Grossbritannien, dass innerhalb eines Jahres allein auf der Ferieninsel Phuket über 170 Viagra-Greise keine Verwendung mehr für das letzte Lümmeltütchen im Brustbeutel hatten. Aber was sind schon Ärzte? Bei allem Respekt sind das auch nur ehemalige Medizinstudenten.

Alte Fliegerweisheit: ‚runter kommen sie immer!

 Auf den obligatorischen Visa-runs nach Myanmar, von Phuket aus der kürzeste Weg über die Landesgrenze, bieten die Schlepper auf den Longtailbooten neben Zigaretten und Burma Schnaps (Rangooner Brückenglück) jede Menge Billig-Viagra, Cyalis, oder andere Potenzmittel an. Dabei ist jedoch äußerste Vorsicht geboten, da das Zeug mit Sicherheit in irgendeiner Mangroven-Garküche, oder Schülerlabor hergestellt wurde. Auf Bangkoks Einkaufsmeile Sukhumvit ist man schon einen Schritt weiter. Hier bieten fliegende Händler inzwischen das praktische Triathlon-Paket an: Viagra, Cyalis und Valium. Kann nicht lange dauern und es gibt vietnamesischen Wodka der wohlklingenden Marke „PARANOYA“ im Feiertags-Geschenk-Set mit Alka Seltzer und Eisbeutel.

  Eine 16 bis 20-jährige Thai, die vor den Augen eines 60 bis 70-jährigen Eurozonen-Lustgreises ihren Unterleibsnerz freilegt, ist jederzeit in der Lage ihn nachhaltig zu beeindrucken. Wenigstens das steht ausser Zweifel. In der Umkehrung kommt es jedoch trotz verzweifelter Versuche immer wieder zu finalen Komplikationen. Wenngleich hier meist die Vorgabe lautet: „Das Pferd muß schwitzen, nicht der Reiter.“ Wahrscheinlich haben viele ältere Herren aus der Rubrik „Wurmfutter in der Warteschleife“ noch den Spruch ihres Jugendschwarms Marlene Dietrich in Erinnerung: „Ein Land ohne Bordelle ist wie ein Haus ohne Badezimmer!

 Dennoch glauben die meisten der Kukident-Kopulisten, dass ihre exotische, jugendliche Errektions-Managerin von ihren Hintern, die an einen hundertjährigen Lederapfel erinnern, begeistert ist. Von präkoitaler Demutsgeste keine Spur, selbst wenn sich der ehemals wilde Willi inzwischen lediglich so erhebend wie ein Stapel nasser Handtücher präsentiert. Man  freut sich dann auch schon über kleine Komplimente wie: „Deine Haut ist so zart wie ein 17-jähriger Pfirsich!” Naja wie sagt man so schön? Illusion ist bei den Kranken alles!

Nicht vergessen: Auch wenn der Zeiger steht,- die Zeit vergeht!

 In Thailand ticken die Uhren eben anders. Hier regt sich niemand darüber auf, wenn ein 72-jähriger ausländischer Viagra-Greis mit Pfitzer’s Aufstiegs-Hilfe mit einer 16-jährigen „Liebe macht“ (!?!). Und wenn es die eigene Tochter ist, dann freut man sich lediglich darüber, dass man nicht 100 Mann-Jahre auf dem Reisfeld ackern muß, solange die Kleine die monatlichen Raten für den neuen Pick-up Truck und den schrankwandgroßen LCD Fernseher bezahlt. In der Köpfen der Reisbauern im Isan, Thailands Armenhaus, besteht Moral in der Hauptsache aus weitgehender Beachtung einiger bequem modifizierter buddhistischer Grundregeln. Wenn die Mutter eines 14-jährigen Sohnes in der Nachbarschaft verkündet, ihr Sohn möchte sich zum Ladyboy umstrukturieren lassen, um als call boy in Pattaya seine Familie im Isan zu unterstützen, nickt man das wohlwollend ab. Wenn der Bengel dann bereits nach dreimonatigem Volontariat in den Schwulenkneipen HIV positiv ist, nimmt das ganze Dorf Anteil und man empfindet es allgemein als tragisch, daß der arme Junge schon so früh an „Krebs“ erkranken musste.

 Der Alltag des gemeinen 60-something Rammlers im Land des senkrechten Lächelns sieht dann etwa wie folgt aus: Mittags aufstehen, weil es dann sowieso zu heiß zum Schlafen wird. Die Dritten ins Esszimmer schieben und die Deoroller-Frisur mit dem Schwamm aufhübschen. Dann mit den gleichgesinnten Genitaldenkern aus der Nachbarschaft einen sowieso nur zum Nörgeln gebrauten Kaffee ´runterwürgen; (Ey, euer Kaffee macht mir ´ne Gürtelrose um die Zungenspitze) um danach beim Skat oder Doppelkopf die ersten Zündkerzen der Designer-Label Jägermeister oder Boonekamp zu verhaften. Dabei werden gerne Lebensbeichten abgelegt, man erfährt alles wissenswerte über untaugliche Familienmitglieder, Erbschleicher, türkische Nachbarn in Winsen an der Luhe, die eigentlich ganz nett sind, künstliche Hüftgelenke und was man schon immer über Inkontinenz wissen wollte, aber sich nie zu fragen traute. Gleichfalls beliebt sind Streitgespräche etwa wie: „Der Heinz ist ein kompletter Blödmann, der verdirbt die Preise weil er seiner Bekannten schon wieder ein neues Handy gekauft hat. Jetzt wollen alle anderen Hühner auch eins!“ Es folgt die obligatorische Billigmahlzeit im Stil kulinarischer Dreifaltigkeit: Tom Yum, Morning Glory und 2 hartgekochte Eier, beim lokalen Weichraumcontainer-Suppenchhef. Nun wird’s auch langsam Zeit für ein Nickerchen, weil die Ersten schon wieder angebrütet sind wie die Besucher eines irischen Elternabends.

 Weiter geht’s nach erscheinen der Säufersonne. Bei den Tourismus-Niveau Getränkepreisen auf auf dem bevorzugten Reiterhof, wo die Reisbauerntöchter des Isan auf den Rentner für’s Leben warten, empfiehlt es sich etwas vorzuglühen, bevor Opa auf den Nippelgong haut. Bevorzugte Promillebeschleuniger, während der gedrängten Wochenübersicht des Frischfleischangebots, sind neben Leo-Bier, der Reis-Whisky Regency, oder die Billig-Version Sang Som, der in die Geschmacksklasse Kommodenlack gehört. Kann nicht lange dauern, bis die Thais hier Galama Sunrise, Doppelherz on the Rocks und Togal Tropicana anbieten.

 Erst nach dem entsprechenden Bühnenaufbau geht es dann in den Teeny-Puff. Das ist wie Bunga-Bunga Party  bei Berlusconi, für Rentenenmpfänger. Die Mädels abchecken, sich als Diplomzuschauer geben und erst in der Schlußrunde zugeben, daß man bereit ist ihre bar-fine zu bezahlen. Sonst hocken die Girlies einem den ganzen Abend auf den Arthroseschenkeln und betteln um Drinks. Die Cheap-Charlies mit dem Stacheldraht in der Tasche, gehen erst kurz vor Ladenschluss auf einen Drink in die Fleischhalle, in der Hoffnung die zukünftige Prinzessin der Nacht auf dem Nachhauseweg zum Beischlaf, unter Umgehung der bar-fine, zu überreden. Das klappt aber nur sehr selten und meist wird der vormals strahlende Freier zum Alleinunterhalter. Ansonsten heisst es: Die Blaue einklinken, Schlübber runter- Muff raus und sich darüber freuen, daß der Willi tatsächlich nochmal so imposant wird, dass er Bezeichnungen wie „Diktiergerät“ oder „Zentralmassiv“ auch verdient. Zum Abschluss noch einen Stoßseufzer der anderen Art ins Nachgebet einschliessen: „…und lass mich nicht gen Himmel fahren, bevor die letzte Pille geschluckt ist!“

Und noch eine Warnung: Bloβ nicht die Beischlafhilfen erst morgens um Fünf einschmeiβen und zwei Stunden später am Pool dösen, sonst hört man die Mütter wieder ihren Kindern sagen: „Hör‘ sofort auf so blöd zu Grinsen, der Onkel ist krank, der kann nichts dafür!”

Video zum aktuellen Thema mit einem Song den ich in Zusammenarbeit mit Kumpel Micky Wolf (alias VanWolfen) gebastelt habe:

  http://www.youtube.com/watch?v=nNkBdEjytXw *

* Leider wurde das Video auf Youtube gelöscht. Dafür ist der Song auf der neuen CD von van Wolfen zu hören!

Mehr von VanWolfen gibt’s hier: