Archiv für Soi Cowboy

Hurlaub am Kliff von Gonorrhoea vorbei am Antibiotikum?

Posted in Aktuell, AKTUELLES, Asien, Ausland, Bangkok, Gesundheit & Gute Besserung, Korruption, Reise, Reisen, Süd-Ost Asien, Thailand, Uncategorized with tags , , , , , , , , , , , , , , on Juni 25, 2012 by pheneas

Da wird es wohl bald eine Flut auβerplanmässiger Valentinstage geben

Das Thema ist eigentlich viel zu ernst, um es auf die leichte Schulter zu nehmen. Also werde ich es wenigstens in der Einleitung einmal von der Unterhaltsamen Seite angehen. Als Teenager hatte ich einen Kumpel namens Eckhart Kahlhofer, der seinen Lebensunterhalt als „Blödelbarde“ verdiente. Er schrieb einen Song, von dem ich nur noch Fragmente im Kopf habe. Aber er paβt zur Geschichte. Hier eine Kostprobe:

Medizinisches Seemannslied

(Seemannslied deshalb, weil es am Schluβ „Ahoi“ heiβt)

Mit Jamaika Rum am Roten Kliff

stranded im Dilirium ein Gonokokken Mutterschiff

in voller Brast juchhee

Leck am Bug mich laust der Affe

von Luv und Lee kommt Tee und Kaffee

Die Besatzung geht zu Fuss

durch Mutt und Schlick und Schlamm

 

Die armen kleinen Gonokökkchen

ohne Strümpfchen ohne Söckchen

ohne Vater ohne Mutter

ohne Schnaps und ohne Futter

 

Vorbei an Japan und an China

Phimosa und Shanghai

vorbei am Kliff von Gonhorröha

vorbei am Antibiotikum

vorbei an dir und mir holde Blume

Ahoi Ahoi Ahoi!

Tja und mehr krieg ich leider nach 35 Jahren vom Text nicht zusammen. Kann daran liegen, daβ mir das Thema nie so richtig unter den Nägeln, geschweige denn woanders, brannte. Und das, obwohl ich wohlhabend bin, halbwegs gebildet und zudem noch blendend aussehe.

Besonders unter Sextouristen wird wohl bald der Ruf nach Bio-Nutten laut werden

Traum aller Viagragreise: Der Grüne G-Punkt

Laut Weltgesundheits Organisation (WHO) wird nach Broiler Aids und Gemüse-Ebola die Menscheit von einer alten Seuche im neuen Designer-Gewand bedroht: Gonorrhoe! Im Volksmund und bisweilen auch im Rachenraum als Tripper bekannt. Die gute Nachricht für alle Heimwerker: Lattenrost ist nachwievor keine Geschlechtskrankheit

Für Millionen von Menschen mit Gonorrhoe, besteht ein hohes Risiko keine Behandlungsmöglichkeiten mehr zu finden, wenn nicht umgehend Maßnahmen ergriffen werden. Bereits mehrere Länder, darunter Australien, Frankreich, Japan, Norwegen, Schweden und das Vereinigte Königreich berichten über Fälle von Resistenz gegenüber Cephalosporin-Antibiotika – die letzte Behandlungsmöglichkeit gegen Gonorrhoe. Jedes Jahr werden weltweit schätzungsweise 106 Millionen Menschen infiziert. Und,- wer hat‘s erfunden? Nee, diesmal nicht die Schweizer. Es scheint, als fehlte den Japanern nach Tsunami und explodierenden Kernkraftwerken noch eine weitere Disziplin zu einem zünftigen Katastrophen-Triathlon.

Jahrzehntelang wurde Tripper als Kavalierskrankheit unter den Bagatellseuchen angesehen. Er war einfach zu diagnostizieren und mit Antibiotika ebenso einfach zu heilen. Die Zeiten scheinen vorbei zu sein. Denn Neisseria gonorrhoeae ist ein echtes Cleverle unter den Bakterien, daβ die Fähigkeit entwickelt hat, allen Antibiotika die ihm in den Weg geworfen wurden, zu widerstehen. Nie zuvor haben die Chartermaschinen voller Sextouristen die Bezeichnung „Tripper Bomber“ mehr verdient als jetzt und in naher Zukunft, denn eine neue wirksame Medizin ist nicht vorhanden. Das ist wohl in doppelter Hinsicht das Ende der Stange.

Die Situation in „Amazing Thailand“ – Ferien mit Bakterien

Leider auch keine Lösung

Nun habe ich das Previleg in einem Apartmentkomplex zu wohnen, der sich wegen günstiger Miete und zentraler Lage in den letzten Jahren zu einer Art Schwesternwohnheim für junge Frauen mit Penetrationshintergrund entwickelt hat. Ich habe kein Problem damit, da die Mädels nicht zuhause arbeiten und etwa den Hausflur zum Kontakthof umfunktionieren. Im Gegenteil, meine Nachbarinnen feiern aussschlieβlich in den Clubs und Hoteldiscos, stören sich nicht daran, wenn ich laut Musik höre und sind stets zurückhaltend und freundlich. Denen fehlt jeglicher Sinn für Laubharker- und Jägerzaunmentalität, oder gar den in Deutschland so beliebten Tratsch im Treppenhaus.

Die Location hat auch durchaus einen unterhaltsamen Wert, wenn ich abends mit den Kumpels bei einer verträumten Hopfenknolle zum 18 Uhr Schaulaufen vor dem Haus sitze, wenn sich Mireille Gonorrhoe und Simone de Boulevard zur Nachtschicht begeben. Ladyboys, die in Pömps in Geigenkastengröβe versuchen nicht im Asphalt zu versinken, testosteronbesoffene Kampfhundlesben mit Elvis Frisur, 17-jährige Landeier, denen der erste Stringtanga dieses Saure-Gurken Lächeln ins Antlitz zaubert und 40-jährige Latex Luder die an Mortadella im Laden von Luiggi Gorgonzola erinnern. Alles unter der Rubrik: Thailand got Talent!

Gonokokken – Das Nudel-Curry der besonderen Art

Einige meiner Nachbarinnen sind schon so lange im Hohlraumverleih tätig, daβ man annehmen könnte, sie besitzen die Fähigkeit  Geschlechtkrankheiten  bereits am Geschmack erkennen zu können. Dennoch müssen auch hier die professionellen Horizontialhostessen einmal pro Monat zum Fugenkieker, um eine Unbedenklichkeitbescheinigung  ihrer Arbeitsflächen zu erhalten. In Deutschland nannte man die früher Bockschein, weil man zur Inspektion des „Love Tunnels“ auf den Bock (Gynäkologenstuhl) muβte. Ob die Dinger inzwischen von IKEA hergestellt werden und unter bezeichnenden Namen wie „Lasse Einström“ feilgeboten werden, entzieht sich meiner Kenntnis.

Korrupt bis in die Knochen

Die unter chronischer skrotaler Kernschmelze leidenden Freizeithemden und Funktionsjackenträger vom Planet Tchibo, die Ballonseiden Bernie’s, Polunder Pauli‘s und solche von denen Mutti glaubt, mein Mann ist Heimschläfer, seien vorgewarnt! Denn anders als in den Gesundheitsämtern und Krankenhäusern in Deutschland, ist das gesamte Gesundheitswesen in Thailand in erster Line eins: korrupt und zwar buchstäblich bis in die Knochen!

Daβ staatliche und private Krankenhäuser 100.000 und mehr Flaschen Hustensyrup an Hobbychemiker verscherbeln, die den Inhalt in Amphetamin Tabletten umwandeln, ist keine Seltenheit und wundert hier niemanden mehr. Man munkelt, daβ sogar ein ehemaliger Gesundheitsminister Aktien in dem Geschäft hat.

Eine ganze Nation permanent auf Pille

Thais schlucken täglich beidhändig Medikamente, wie andernorts fettleibige Blagen die bunten Smarties auf dem Kindergeburtstag. Wer hier nach einer ärztlichen Untersuchung nicht mit einer Tüte bunter Pillen nachhause kommt, wechselt den Doktor. Auβerdem sind alle Antibiotika in den Apotheken frei verkäuflich. Ergebnis: Es macht ein paar Leute reich und gleichzeitig Viren und Bakterien konstant resistenter, was zu noch mehr Medikamentenkonsum führt. Dabei sind die Antibiotika, die unbewußt  über die Lebensmittelkette konsumiert werden, noch nicht einmal berücksichtigt. Hühner- und Schweinefleisch werden von Thais nahezu täglich verzehrt. Positiver Effekt: es hilft gegen Überbevölkerung. Da soll nochmal einer behaupten, die Dummen sterben nie aus…

Laut Dr. Praphon Tangsrikiatkul, stellvertretender Generaldirektor des Department of Medical Services (DMS), konsumieren Thais pro Tag im Durchschnitt 128 Millionen Medizin Tabletten. Das sind fast zwei Pillen vom Säugling bis zum Greis!

Er sagte, ein Drittel der Bevölkerung kauft die Medikamente aufgrund eigener Diagnose, Werbung oder Beratung von Freunden oder Verwandten.

„Etwa zwei Drittel nutzten die Medikamente auf Anraten medizinischen Personals wie Ärzte oder Apotheker“, sagte Praphon.

Ein Skandal ohne Gleichen: 

Die  Bargirls der Soi Cowboy und Patpong werden  aus Profitgier zu Verteilerdosen gemacht

und die Alternative heiβt: mit tropfendem Rüssel gen Himmel?

Kürzlich haben mir drei meiner Nachbarinnen, unabhängig voneinander die gleiche Geschichte erzählt: Bei den letzten Pussy-Checks, die nur selten von einem Arzt durchgeführt werden, wurde den Social Bettworkers jedes Mal eröffnet, sie hätten Vaginen wie Kräutergärten, die in etwa die gesamte Fauna und Flora Süd-Ost Asiens beherbergen. Daher müβten sie unbeding die frei vergebenen zwei Dutzend Antibiotika Tabletten schlucken, um den Schein zu erhalten, ohne dessen Vorlage sie in keinem Club oder Massage Parlour arbeiten können. Obendrein müssen sie den Clubs eine Strafe von 400 Baht zahlen. Mit dem Preis von 700 Baht für die Pillen, kommt das für die meisten Thais schon einer Investition gleich, die wohlüberlegt sein will.

Nun ist die eine Chromepole Molesterin so häβlich, daβ sie weder einen Freund hat und schon seit dem letzten Militärputsch von keinem Freier mehr zur Horizontalpolka eingeladen wurde. Ihre Kollegin hatte bereits seit fünf Wochen, also bereits vor der letzten Untersuchung, keine Innenaufnahme mehr zu verzeichnen. Sie haben lediglich im Zielgruppenröckchen ohne Schlübber auf der Bühne den Begattungswalzer dargeboten. Das macht stutzig. Wo sollten sie sich also Viren und Bakterien eingefangen haben, die Rüsselseuche und Lochfraß verursachen? Keine von ihnen hatte die üblichen Symptome von Juckreiz, Ausfluβ, oder gar bemerkt, es rieche im Süden wie der Amazonas in seiner Mundhöhle. Die Mädels entschlossen sich dazu in einem der renommierten Krankenhäuser, vor Einnahme der Medikamente, einen zweiten Check machen zu lassen. Ergebnis nach Untersuchung und intensiver Laboranalyse: alle waren kerngesund! Eine Befragung unter Kollginnen ergab, daβ mindestens 10 andere Bargirls die gleichen Befunde bei der staatlichen Untersuchung erhalten haben. Der finanzielle Verlust der Bargirls betrug pro Doppelcheck soviel wie 2 ½ genitale Zapfenstreiche mit einem Freier.

Seit zig Jahren versuchen ältere Herren in bunten Röckchen vergeblich die Latex-firewall Bastion zu stürmen

Warum werden die working girls mit Antibiotika gefüttert?

Die Vergabe der vom Staat ursprünglich als Beitrag zur Volksgesundheit gekauften Medikamente in den Pussy-TÜV Stationen, landet in den Händen von unterbezahlten medizinischen Hilfskräften und skrupellosen Medizinern. Für jeden Pharma-Vertreter ist das wie Preisangeln im Aquarium. Je mehr Medikamente geordert werden, desto gröβer die Provision, von der ein ansehnlicher Teil in den Taschen Distributoren landet.

Das letzte Gleitmittel auf dem Pilgerpfad der Viren und Bakterien, ist die wirtschaftliche Situation der Bargirls. Solange die Isan-Pimps auf pünkliche Bezahlung ihrer Rechnungen bestehen, kann kaum ein Girl dem Angebot eines Freiers widerstehen, wenn er darauf besteht barfuß einzusteigen.

Das eigentliche Problem sind die Freier

Daβ ein 69-jähriger Lustgreis kurz vor der Zielgeraden nocheinmal auf einer 17-jährigen lutschfesten Unterlage nächtigen will, ist zwar moralisch fragwürdig, aber auch irgendwie nachvollziehbar, wenn man ein ausgedehntes Verhältnis zu Toleranz hat. Gefährlich wird es, wenn der heiβe Greis glaubt, er hätte sowieso nichts mehr zu verlieren und es ihm egal ist, ob ihn Aids, Gonorrhoe, eine unachtsam entsorgte Bananenschale, oder ein letzter Ausflug mit Wonnegrunzen vom Uterus in die Urne befördert.

Wer sich jedoch nicht unbedingt als Freiwilliger zu einem Feldversuch in Massenkeimhaltung berufen fühlt, dem sei mehr denn je empfohlen, nicht ohne die Pattaya Turnierpackung Alimenteblocker in den Ring zu steigen. Es ist schon besser, wenn man der 17-jährigen Landfrau erklärt: „Für mich ist es auch das erste Mal, schau her- er ist noch in Plastik eingeschweist!“

Und hier noch ein kleiner Tipp:

Mit solchen Nachbarn träumt man vom „Maschendraht Zaun“

Posted in Asien, Aus Aller Welt, Ausland, Bangkok, Neues aus Wahnsiristan, Reise, Reisen, Süd-Ost Asien, Thailand, Uncategorized with tags , , , , , , , , , , , on Januar 28, 2012 by pheneas

 „Für arme Eltern kann man nichts,- jedoch für arme Schwiegereltern!“ So lautet eine alte Weisheit. Seit einiger Zeit beschäftigt mich allerdings die Frage, inwieweit der Spruch auf die eigene Nachbarschaft Anwendung findet. In der Regel zieht man ja nicht in eine Gegend, in der man vorher Feldstudien über die zukünftigen Nachbarn erhoben hat. Wen sollte man da, besonders in einem Land in dem es mehr Gerüchte- als Garküchen gibt, auch Befragen? Wer in Hamburg etwa bewusst am Groβneumarkt, oder im Schanzenviertel und in Berlin am Prenzlberg gewohnt hat, zieht in einer Stadt wie Ban Cock nicht in eine Gegend wo die Shinawatra’s nur mit den Chalerm’s sprechen und die Prem’s nur noch mit Gott reden. Ich wohnte also im Labyrinth der zigtausend Sois, mit mom&pop shops, dem unvermeidlichen 7-Eleven an der Ecke und 30 Garküchen auf 100 Metern. Das Apartmenthaus, in das ich damals einzog, machte eher den Eindruck eines Studentenwohnheims mit 160 Ein-Zimmer Apartments. Etwa die Hälfte davon wurden von Bargirls, oder Freelancern bewohnt, deren Miete zumeist von im Ausland lebenden Gelegenheitsfreiern bezahlt wurde. Der Alltag hier, trifft irgendwie nicht ganz so die europäische Vorstellung vom Leben in den Tropen, aber man kommt mit kleinem Budget gut über die Runden.

 Zu Beginn waren wir nur zwei Ausländer in der Gegend, aber die schlechten Umtauschkurse für Devisen trieben immer mehr Konfliktnomaden in unser „Barrio.“ Fast unmerklich entwickelte sich die Szenerie in den umliegenden Sois zu einer Art Begrüßungszentrum im Panoptikum des Grauens. Am Abend saßen der Australier Neil und ich gerne mit einer Hopfenknolle zum Tratsch vor dem Haus und es ging, in unserem Teil der 15 Millionen Metropole- abseits von den Dubai-Deutschen zu, wie auf einem dörflichen Marktplatz. Irgendwann gehörten die beiden biertrinkenden Farrang ebenso zum abendlichen Bild der Soi wie der Käfersnack Verkäufer und der  Kassenwart des lokalen Loansharks. Wohlwollend könnte man das feierabendliche Gewimmel vor uns als „Bunte Mischung fragwürdiger genetischer Zufallsverbindungen“ bezeichnen. Aber wie sagt man so treffend? Die Evolution macht keine Gefangenen,- jedenfalls nicht hier.

 Pünktlich um neun Uhr schlurften die sechs Security Guards in Uniformen, die an Schützenkönige oder Türsteher vom Café Keese erinnern, im Gänsemarsch an uns vorbei. Von den männlichen Sicherheitsbeauftragten mit blutunterlaufenden Augen und dem obligatorischen Lipovitan Fläschchen in der Arthrose Faust, hätte keiner eine 10 Metern Distanz unter 12 Sekunden zurücklegen können. Die drei weiblichen Eigentumsbeschützer waren, ungeachtet ihres Alters (60 something?), pommesgeschminkt (rot/weiss), als wären sie auf dem Weg zum Auftritt in einer Peking Oper. Ebenso bei der Polonaise dabei: Katoeys mit riesigen Silikonhupen und der Figur einer Buchenwaldschablone, auf dem Weg in die Aufreißer-Schuppen der anderen Art, wo man dioptringeschwächten Hinterwäldlern „Nuts in white Satin“ verheißt. Dazwischen gab es völlig versiffte Kippen sammelnde, barfüßige, halbnackte Pfandgeld Hunter im Rastafari Look, um die die Mädels in den pikfeinen Studentenuniformen immer einen Riesenbogen machten, fettleibige Muttis die im Teddybär Muster Pyjama auf Mopeds vorbei brausten und natürlich unzählige Nutten auf dem Weg zur Arbeit, die wir anfangs noch mit Noten von eins bis zehn bedachten.

 Aber auch meine Farrang Nachbarn aus den Zuzugsgebieten zwischen Minnesota und Melbourne hatten es in sich, wie die folgende Beschreibung aufzeigt. Das ist wie im Touristenflieger, man kann sich seinen Sitzplatz Nachbarn nicht aussuchen und hofft- meist vergeblich, er würde unter Blasenschwäche oder Lebensmittelvergiftung leiden, damit man beim 11 Std. Flug wenigstens bis zum Himmel über dem Kaukasus seine Ruhe hat. Um nicht als Opfer der mir angeborenen Offenheit irgendwann mit einem Dutzend Messern im Rücken in einem der Klongs das letzte Bad vor der Menge zu nehmen, werde ich nur die Spitznamen der Protagonisten nennen und nur Fotos verwenden, die dem Original wenigstens gefährlich nahe kommen:

Grease 

Kürzlich, unter an Geburtswehen erinnernde Schmerzen 55 geworden, hat er den gröβten Teil seines Lebens als Offizier der U.S. Airforce verbracht, was man anhand der feschen schwarzen Brille auf der Raspelbirne schon hätte ahnen können.Er sieht etwa so aus wie Alfred E. Neumann im Rentenalter.

 Inzwischen haβt er seine Heimat ebenso wie seine Landsleute, die er gegen die Bolschewiki verteidigt hat so sehr, daβ er mit einem in die Jahre gekommenen Wonderwoman aus den Bars in Nana ein Kind gezeugt hat, um sich als Vater eines Thai-Kindes für ein Jahresvisum zu qualifizieren. Jeder Therapeut, würde bedenkenlos behaupten, der Mann hat für Psychologie Studenten als Lehrmaterial den Wert einer Selenium Ader, egal auf welche Macken sich die Hörsaal-Tafelglotzer spezialisieren wollen. Erste optische Warnung: Er hält seine Zigarette immer zwischen Mittel- und Ringfinger der rechten Hand. Vielleicht, um blitzschnell auf spontane Autogrammwünsche reagieren zu können.

 Zweimal wöchentlich, immer am Mittwoch und Sonntag,  verkleidet er sich als Zorro, mit immer demselben schwarzen Hemd, schwarzer Jeans und schwarzen Turnschuhen und natürlich seiner Maulwurfbrille, um sich mit seinem favorisiertem Bargirl, das er „my girlfriend“ nennt, in immer derselben Bar der Soi Cowboy zu treffen. Dort spielt er zwei, drei Runden Pool, nach selbst erhobenen Regeln, die ihn so manches Mal in ernsthafte Schwierigkeiten bringen und am Sonntag läβt er sich zwei kleine Schälchen mit Erdnüssen servieren. Aber eben nur sonntags, da derlei Völlerei auch noch am Mittwoch, sein Budget sprengen würde. Seit seiner Stationierung in Estland und Russland trinkt er nur noch Wodka. Bevorzugte Marke ist der Billigsprit „Paranoya“ aus Vietnam. Sein Kommentar dazu: „Paranoya saved my life!“ Recht hat er! Denn er glaubt fest daran, daβ seine gelegentlich unter Pseudonym  an die Bangkok Post geschriebenen Leserbriefe seit langer Zeit auf der Watchlist des CIA stehen. Gegen zwei Uhr morgens schleppt er seine Langzeitbekanntschaft per Taxi nachhause. Sie steigt immer 150 Meter vor der Haustür aus und geht vor dem Taxi her, weil sie auβerhalb der Bar nicht mit ihm gesehen werden möchte.

 Monatelang hat er uns in jedem Gespräch als selbsternannter Lebensmitteldesigner im Feldzug gegen industriell verarbeitetes Speiseöl genervt. Daher sein Spitzname Grease. Er zog jede Unterhaltung an sich, um uns über sein Sodbrennen, Völlegefühl, Herzrasen und gastro-interne Winde zu informieren, die er leider beim letzten Barbesuch nicht unterdrücken konnte. „Aber seitdem ich alles in Hühnerfett brate und koche, geht es mir so gut wie in meinem ganzen Leben nicht…“ Heiliges Hehndl, wer hätte das gedacht? Und vor allem,- wer wollte das wissen? Wenn ihn nach Mitternacht im Vollrausch in seinem Apartment der Forschergeist überkam, begann er auf seiner elektrischen Kochplatte geschmackliche Supergaus zu fabrizieren, die er uns am nächsten Tag anbot und die eigentlich nur dazu dienten, die Straβenköter zu verschrecken. Eine seiner „Pasteten“, die wir den Soi Dogs anboten, die sonst jeden Pudding vom Balken lecken, bewirkte lediglich, daβ uns die Gehwegratten noch Tage danach anknurrten.

 Allmorgendlich um punkt 11 taucht Grease am Stand der Kaffee Omi auf. „Kaffee ist ein soziales Getränk. Ich kann zuhause keinen Kaffee trinken, es müssen immer Leute um mich herum sein, sonst krieg ich den nicht ´runter.“ Dabei hat er sich einmal mit Neil versehentlich in ein Gespräch über Thai Politik verwickeln lassen. Da er komplett anderer Meinung war als der Australier, erregte er sich so sehr, daβ er seinen Ärger noch bei Tageslicht und dazu an einem Freitag mit seinem Kumpel „Paranoya“ erörtern muβte. Grease war daraufhin zwei Tage lang komatös besoffen. Seitdem geht er Neil aus dem Weg. Ich glaube, er haβt ihn sogar, weil der es geschafft hatte, seinen minutiös geplanten Tagesablauf über die Klippe zu stürzen. Ausserdem war Grease danach verzweifelt auf der Suche nach einer Ersatzperson, von der er am Dienstag und am Freitag ein mobile phone leihen kann, um seinen Sohn im Isan und seine Mama im amerikanischen Bible Belt anzurufen. Nach eigenen Angaben braucht er kein eigenes Telefon. Wahrscheinlich hat „Paranoya“ ihm geflüstert, daβ ihn die Jungs mit den Schwarzen Sonnenbrillen und dem Knopf im Ohr jederzeit über sein Handy orten können. Aus dem Grund hat er auch keinen eigenen PC und verbringt bis zu 10 Stunden im Internet Café zwischen halbwüchsigen Gamern, um Familienforschung zu betreiben. Dabei streitet er sich via E-Mail mit anderen Ahnenforschern von Aberdeen bis Albuqerqe bis zur Beleidigungsklage darüber, ob ein gewisser John Smythe nun in diesem oder jenem County West Virginias geboren wurde und seine eigene Schwester geheiratet hat. Sollte Grease irgendwann herausfinden, daβ sein Stammbaum eigentlich kreisförmig gewachsen ist, dreht der völlig ab.

 An dieser Stelle wird wird es auch niemanden mehr wundern zu erfahren, daβ Grease auch als Hypochonder unterwegs ist. Jeder Nieser wird von ihm als beginnende Vogelgrippe, und jeder Muskelkater als Multiple Sklerose in der Warteschleife diagnostiziert. Um einer drohenden virologischen Weltherrschaft vorzubeugen, verteilt er Antibiotika, selbst an Leute die einen Hangover haben und ist dabei so penetrant wie ein pädophiler Dorfpfarrer mit einer Tüte Schokodrops. Immer begleitet vom letzten Satz eines Hypochonders: „Na, glaubst Du mir jetzt endlich?“

Mietrammler von der Stange: Bangkok’s Buy-Leut‘ für Single Mom‘s

Posted in Gesellschaft, Kultur & Moral, Thailand with tags , , , , , , , , , on Juni 25, 2011 by pheneas

Tempel der Alleinliegenden

 Yo, nach all den Jahren kann ich die typischen Sextouristen in Thailand sogar 70m entfernt auf der anderen Straβenseite identifizieren. Und das mit, oder ohne Sonnenbrille! Ich kenne inzwischen auch die Brüder von mindestens drei deutschen „Sparclubs“, die regelmäβig in Bangkoks Soi Cowboy zur auβerehelichen Entsaftungskur auftauchen und dafür den ganzen Puff zum Pauschalangebot mieten. Immer mit Zwischenlandung in Dubai, um ein paar Belege und Duty-free Tüten als Beweis für ihren Nahost-Aufenthalt einzusammeln, weil sie Zuhause erzählen, sie waren mit den langweiligen Scheichs zum Golf in der Wüste verabredet. Da soll noch einmal jemand sagen, daß „Maxen“ keinen Spaß bringt…

 Aber bevor jetzt die Pitbull-Emanzen anfangen hämisch zu Grinsen, wie wär‘s mit dieser Geschichte, die wieder einmal beweist, daβ jede Münze zwei Seiten hat. Wir werden ja sehen, wer am Ende mehr zu Lachen hat.

Imelda Marcos, Ikone aller betagten Hi-So Thai Gattinnen, die sich hochgerieben haben

 Es gibt etwa zehn Clubs in Bangkok, wo käuflicher Sex für Frauen angeboten wird (Sorry Mädels, die Adressen kosten extra ;-)). Das sind Etablissements, in denen betuchte Thai Frauen, im hier immer noch angesagten Immelda Marcos Look, aber auch Angehörige aller anderen Nationen, gelegentlich einen Knaben „Volley nehmen“ und den Bengel von der Tanz-Stange zerren, als hätten sie in der Abteilung für Übergröβen endlich das „Kleine Schwarze“ entdeckt! Da in Thailand ein ausgeprägtes Klassenbewuβtsein herrscht, gibt es natürlich verschiedene Kategorien der Clubs. Während sich in einigen Läden die High Society Damen zum gelegentlichen Klitoris Clubbing einfinden, prallen in anderen Clubs Krankenschwestern aus dem australischen Outback und Chinesinnen von Hong Kongs Gemüsegroβmarkt zum Chaka-Laka auf. 

Mutti vor der Wurzelbehandlung

 Einige der Kamasutra-Kneipen sind speziell auf japanische Kundinnen (wegen ihrer Vorlieben gern Schinkenpiekser genannt) eingerichtet. In denen besorgen Business-Suit Träger den Sony Sisters als Tagesabschlussgefährten, oder kuscheliges Futonfutter, ein entzückendes klitorales Hi-touchy.

In der First Class der Rammlelei-Raststätten findet man (Frau) gutaussehende, durchtrainierte, Englisch sprechende, und dazu noch in feinem Zwirn gewandete Herren, zur Miete. Hier geht es bei Schlampagner oder Prostitusecco und Thai Snacks gediegen zu. Einige der Kunden sind aus der Yellow Press bekannte Gattinnen von Industiebossen und sogar bekannte Sängerinnen werden hier gelegentlich gesichtet. Es wird sogar gemunkelt, daβ unter den Kundinnen einige Oktan Prinzessinen aus dem mittleren Osten (die Schwestern der Ölprinzen) auftauchen, die sich hier einen burkafreien bunten Abend machen.

Aber die Atmosphäre ist nicht zu vergleichen mit den lauten Aaaahs und Oooohs, wenn Isans Bauernlümmel in der rustikaleren Sozialmieter Abteilung zur allabendlichen Pimmelparade antreten. 

 Aber es stört keine der älteren Mesdames, wenn sie ihren Ausstand vom Klimakterium mit Kickboxern feiert. Allerdings ist die Stimmung im Bodensatz der Ballerbuden (fast alle in Patpong) kaum zu übertreffen. So würde man sich Pimmelbingo für Hausfrauen in Brighton (Ich hab‘ keine Ahnung von Sex, ich bin verheiratet) vorstellen, besonders wenn die Jungs dem langen Python die Umgebung außerhalb des Bikinihöschens zeigen und die kreischende Masse aus der ganzen Palette vom Bohrturm bis zum Grottenolm, auswählen darf. Hauptsache es beschert warmen Regen in der Grotte! Bei der mehrmals abendlich stattfindenden Power-Pimmel-Präsentation, wird selbst der berühmte „Aale Dieter” vom Hamburger Fischmarkt zum Fischstäbchenkrämer degradiert.

One night in Bang Cock - The day after

 In einigen low level Clubs wird allerdings gekobert ohne Ende. Da taucht, angetrieben vom Manager mit den Dollarzeichen auf der Brille, alle zwei Minuten ein Jüngling beim Damenkränzchen auf, zeigt seine Auslagen und bettelt um Drinks. 100 Baht helfen da schon, um sich den Tisch „fliegenfrei“ zu halten. Aber das ist lediglich Emanzipation schlechthin, oder glaubt Ihr das würde Eurem Gatten im Pussyparlour anders ergehen? Allerdings kann der Gatte bei den Getränken ein Schnäppchen machen. Die Preise in den Altweiberläden sind mit 300 Baht für Drinks und 240 Baht für Softdrinks teurer, als für die männlichen Hartz-Urlauber.

weisse Bescheid?

 In den Patpong Clubs tauchen zu später Stunde sogar Bargirls auf, die zwar angetörnt, aber auf halber Strecke von ihren Freiern links liegegelassen wurden, um sich hier die Reste vom Teller zu ziehen. Für ausländische „Freierinnen“ kostet die Standard-Begattung 1500 Baht plus Barfine von 400 Baht. Dafür darf die Dame auch ohne anschlieβende Diskussion daliegen wie ein Seestern und entgeht dem sonst üblichen Sockentantra-Sex zuhause, mit dem Herrn der Augenringe. Auβerdem liegt der Preis gegenüber dem Herrengedeck Ihres Gatten niedriger. Er zahlt 2000 Baht Schleppliftgebühr und 600 Baht Barfine.

kein wunder wenn die Kranken- und Kegelschwestern hier aufprallen

 Was das Angebot angeht, kann ich das Preis/Leistungsverhältnis nicht objektiv beurteilen. Mir wurde jedoch gesagt, daβ selbst der durchschnittliche Acker Paul vom Isan von Schamlippen-Origami, über Blümchensex, bis zum floralen Orgasmus, oder das Gegenstückchen: Penetrata rabiata, alles im Sack hat. Die Qualität der Performance muβ eben jeder selbst beurteilen. Aber das Angebot vom knackigen Hintern bis zur Vollbedienung scheint immer noch attraktiver, als wenn sich der heimische Balkon-Berlusconi mal wieder mit Kopfschmerzen ´rausredet. Als Faustregel gilt immer noch: Guter Sex ist, wenn selbst die Nachbarn danach eine rauchen.