Archiv für Public SectorAnti-Korruptions-Kommission

Wer ist hier dümmer als die Polizei erlaubt?

Posted in Asien, Ausland, Gesellschaft, Gesetz & Recht, Kambodscha, Kultur & Moral, Neues aus Wahnsiristan, Politik, Thailand with tags , , , , , , , , , , , , , on September 3, 2011 by pheneas

 Sorry, wenn ich Euch mit einer erneuten Geschichte über Vollpfosten und Dorfgarnelen in Thailand langweilen sollte, aber organisierter Wahnsinn in Siam bietet ein unerschöpfliches Füllhorn an Themen. Allein die Sammlung aller hirnrissigen Verlautbarungen der lokalen Politiker würde ein Drehbuch  im Monty Python Stil, im Umfang des Englisch-Wörterbuchs der BBC füllen.

 Für alle, die jetzt auf die Idee kommen mir Rassismus, oder Diffamierung ethnischer Gruppen anzudichten, hier ein paar Fakten zur Erinnerung. 6,5% der 65 Mio. Thailänder (4, 225 Mio.)  verfügen über einen IQ unter 70. Zählt man diejenigen mit einem IQ von 70 bis 90 (niedrige Intelligenz) hinzu, dürfte sich die Anzahl der Holzhupen wohl auf bis zu 10 Mio. (ca.15,4% der Bevölkerung) erhöhen!

 Und wer es nun ganz genau wissen will, der kann ja mal recherchieren, wie hoch der Anteil von denen in der Bevölkerung ist, die zwar einen höheren IQ haben, aber nur drei bis vier Jahre eine Dorfschule besucht haben…

Hier ein klassisches  Beispiel dafür, zu welchen Verrücktheiten das im Alltag führt: In welchem Land der Welt würde die Polizei ohne Bedenken mit einem Fahndungsfoto nach einem Bankräuber aufwarten, das so aussieht?

 Ein australischer Ingenieur, der seit 18 Jahren im Land lebt, antwortete kürzlich auf die Frage warum er denn so lange in Thailand geblieben ist, mit dem Satz: „In keinem anderen Land der Welt hatte ich je die Gelegenheit mehrmals täglich über die Dummheit der Menschen zu lachen! Wenn man nach ein bis zwei Jahren über den Punkt des Verzweifelns hinaus ist, dann ist alles um einen herum einfach nur noch saukomisch!”

 Besonders amüsant wird es jedoch, wenn Authoritäten, bevorzugt Uniformträger, sich mit Handlungen oder Äuβerungen unfreiwillig für einen Darwin Award (als nicht fortpflanzungswürdig zu erachten) nominieren. Das Kosakenzipfelchen des Slapstick wird jedoch erst dann serviert, wenn die Empfänger des Schwachsinns dazu wohlwollend nicken. Also wenden wir uns nochmal dem „Club of Rome” des organsierten Wahnsinns zu- den Cops.

 Die geschätzten 700.000 bis 1 Million illegalen Spielhöllen im Land generieren zwischen 18 und 19 Mio. € pro Jahr, von denen 5 bis 20% als „Schutzgelder“ an die Jungs in Braun fliessen. 

28. August 2011

Der neu gewählte Abgeordnete Chuvit zeigt im Parlament Fotos und mit versteckter Kamera aufgenommene Videos von illegalen Casinos in Bangkok, von denen einige bereits seit 20 Jahren betrieben werden. Chuvit fragt in einer offiziellen Parlamentsanfrage, wie das unter den Augen der Polizei möglich sei.

03. September 2011

Im Zuge der Vorwürfe wird in der Suthisarn Polizeistation, in deren Gebiet die Casinos operieren, eine interne Untersuchung angeordnet, die natürlich von Polizisten durchgeführt wird. Sieben stellvertretende Polizeichefs, deren Namen ungenannt bleiben, werden überprüft. Ebenso der Sprecher der Polizei im Rang eines General Majors. der so “clever” war, angesichts der Video-Beweise immer noch zu behaupten, es würden keine illegalen Casinos in Bangkok bestehen. Zur Erklärung: Die Rede ist hier von Unternehmen, die ihre Eröffnung feierten, als die Deutsche Bundesregierung noch von Bonn aus regierte!

04. September 2011

Die Presse berichtet, der Generalsekretär der Anti-Korruptions-Kommission (PACC) wird vom Justizminister beim Bemühen um eine „einfache und transparente” Untersuchung unterstützt. Als Reaktion auf eine frühere Behauptung der Polizei, die PACC habe abgelehnt der Polizei Details zu Ermittlungsergebnissen der Casinos mitzuteilen, sagte der Generalsekretär, die Polizei hätte versucht die gesuchten Informationen zu erhalten. Er selbst würde jetzt darauf warten, daβ ein General-Inspekteur der Polizei eine Polizei-Kommission bildet, die den Fall untersucht, bevor seine Kommission Untersuchungsergebnisse vorlegt. Zur Erklärung: Abwarten und die Beschuldigten mit der Aufklärung zu betrauen, ist die klassische siamesische Auslegung von „Transparenz.”

04. September 2011

Möchte jemand eine Wette abschliessen, wem der Löwenanteil der Casinos in Kambodscha gehört?

 Um die Bevölkerung von der Zockerei abzuhalten, wurden inzwischen scharfe Pass-Kontrollen zur Einschüchterung der Chip-Schieber an Grenzübergängen nach Kambodscha durchgeführt. In Sa Kaew, wo das Casino keine 200 m hinter dem Grenzübergang liegt,  wurde sogar ein Mönch beauftragt in einer Predigt die Spielerei als ein Laster zu verdammen. Der Kampf- Räucherstabchen gegen Jetons wurde eröffnet- Nix geht mehr. Erwartungsgemäß hielt auch diese Aktion die rund 4.000 Gambler, die nun wegen der geschlossenen Casinos von Bangkok mit Bussen nach Kambodscha gekarrt wurden, nicht auf. Die Fahrtkosten werden den flüchtigen Poker-People im Casino in Form von Jetons vergütet! Zur Erklärung: Die Zahl der thailändischen Baccara-Buddhisten, die in Kambodscha zocken, hat sich in nur zwei Tagen mehr als verdoppelt.

09. September 2011

Ohne das „richtige Werkzeug” werden Verhaftungen schwierig

 Der Generalinspekteur der Polizei gibt bekannt: Höhere Polizeiränge, die mit illegalen Casinos verbandelt sind, müssen mit 3-monatiger Gehaltskürzung rechnen, während niedere Ränge Disziplinarstrafen zu erwarten hätten. Bisher ergaben die Untersuchungen, daβ vier hochrangige Polizei-Offiziere „möglicher Weise” mit den Casinos verbunden sind und 24 weitere „möglicher Weise” sogar als Betreiber in Betracht kommen. Zur Erklärung: Mal ehrlich, sollten die Cops seit 20 Jahren die Casinos betreiben, oder Schutzgelder kassieren, entsprechen 3 Monatsgehälter wahrscheinlich dem, was die Jungs in Braun im selben Zeitraum allein für Blumengirlanden und Räucherstäbchen für ihren Hausaltar ausgeben.

 „Die ersten 19 befragten Offiziere haben sich zwar einiger Verletzungen disziplinarischer Vorschriften schuldig gemacht, aber es gibt keinerlei Beweise, daβ sie von den Besitzern der Casinos bestochen wurden,” fügte der Generalinspekteur an. Zur Erklärung: Das klingt glaubwürdig! Wenn man als Cop bereits Betreiber ist, kann man jeden Eid schwören, sich selbst kein Schutzgeld bezahlt zu haben! Da es der Polizei bisher in Wochen „intensiver” Untersuchungen, mit Verhaftungen und Befragungen von Wächtern der Casinos, nicht gelang auch nur einen „nicht-uniformierten” Betreiber ausfindig zu machen, kommt man nicht umhin 1+1 zusammen zu zählen.

10. September 2011

Vier hochrangige Offiziere in zwei andere illegale Aktivitäten verwickelt. Die Chefs von drei Polizeistationen in  Bangkok wurden nach Veröffentlichung der Videoclips für 30 Tage zum Innendienst beordert. In weiteren Untersuchungen kam ans Licht, daβ 24 von 43 Polizei-Offiziere mit den Casinos in Verbindung stehen. Werden sie für schuldig befunden, können sie die Chance auf Beförderung, innerhalb der Royal Thai Police verlieren. Zur Erklärung: Es gilt als allgemein bekannt, daβ Beförderungen ohnehin vielfach „gekauft” werden.

15. September 2011

 Zur Umsetzung der staatlichen „Anti-Laster-Politik,” blockierte die Polizei gestern alle Eingänge zu Spielhöllen in Bangkoks TaoPoon Bezirk. Die Namen und Autonummern aller Besucher wurden aufgenommen, und sie wurden unter Druck gesetzt, nicht in die Spielhöllen  zurück zu kehren, sagte ein Polizei Oberst, als Chef der gestrigen Operation.
Bis zu 100 Polizisten, in mehreren Teams, blockierten sechs Eingänge zu dem Gemeinde-Komplex, der für mehrere Spielhöllen bekannt ist.
Die Polizei sagte, sie habe keine Durchsungsbefehle für die , da keine Glücksspiel-Aktivitäten angezeigt wurden. Auch könnten sie nicht in die Räumlichkeiten eindringen, weil sie in Privatbesitz sind. Zur Erklärung: Vor Jahren standen zwei Polizisten in einem Appartmentkomplex vor meiner Tür und fragten, ob ich mit meiner Frau in unserem Apartment kartenspielen würde. Wäre dem so, und wir würden um Geld spielen, hätten die Cops uns verhaften können!

Sie war gottseidank nicht vor meiner Haustür

 Gleichzeitig betrieben die Security Guards in aller öffentlichkeit eine Annahmestelle für illegale Fussballwetten mit eigenen Toto-Scheinen. Mir wurde gesagt, das Geschäft würde „Uniformierten” gehören. Ein Angestellter der Appartments hält inzwischen ungeniert allabendliche Casino-Sessions ab, bei denen die Locals um Bündel von Geldscheinen würfeln!

 Die hier wiedergegebenen Fakten und Informationen stammen aus verschiedenen kürzlich erschienenen Presseberichten. Untersuchungskommissionen, deren Arbeit an Hütchenspielerei erinnert, zeigen deutlich, wer im „Land of Smiles” das Sagen hat und wer zuletzt, nicht nur am Besten, sondern auch am lautesten lacht.

 Wer naiv genug ist, und tatsächlich in Erwägung zieht aus Ländern mit geordneten Verhältnissen hier seinen Lebensabend zu verbringen, um vielleicht sogar mit seiner Thaifrau ein kleines Geschäft zu betreiben, sollte sich überlegen, ob er wirklich bereit ist, diverse „Bürgernahe Beamte” (Bünabe’s) ebenfalls auf seine Gehaltsliste zu setzen!  Wer es dennoch nicht lassen kann, hat wenigstens eine Antwort auf die Überschrift gefunden!

Hintergrund-Info der Zeitung THE NATION in Englisch:

Illegal businesses immune to the law

Sechs Möpse entlarven die „Scheinheiligen”

Posted in Kultur & Moral with tags , , , , , , , on Mai 17, 2011 by pheneas

 Keine der zahllosen allabendlichen “Unterhaltungssendungen” im Thai-TV kommt ohne die obligatorischen, aus dem aktiven Sexbusiness herausgealterten Transen (Katoey), oder als Super-Tunten verkleidete Bartträger aus. Das wird als normal akzeptiert, wenngleich niemand ernsthaft auf die Idee kommt, das inzwischen als festen Bestandteil der so hochgelobten Thai-Kultur zu akzeptieren. Warum eigentlich nicht? Amerika hat einen drittklassigen Barpianisten mit dem Künstlernamen „Liberace“ zum Kultstar werden lassen, Italien leistet sich einen „Hier-ist-der-Bär-los-coni“ als Premier und Deutschland hat schließlich einen Dieter Bohlen zur Ikone der Abendunterhaltung gemacht. Aber der tritt bislang wenigstens nicht als Drag Queen auf. War wohl ein nicht ganz uneigennütziger Tipp von Naddel. Auf deutsches Niveau übertragen hätten demnach Mainzer Büttenreden, Fips Asmussen und Millowitsch-Filme schon eine Legitimation für die Bayreuther Festspiele.

Feuchter Alptraum zum Jahreswechsel

 Im April fand das thailändische Neujahrsfest „Songkran“ statt, daß im eigentlichen Sinn ein buddhistisches Fest ist. Ok, ich gebe es zu, ab einem gewissen Punkt bin ich ignorant und arrogant, wenn es um Gebräuche fremder Völker geht. Einer davon ist der, daβ ich nicht verstehen kann, wie man 360 Tage im Jahr daraufhin fiebert, 5 Tage lang 12 Stunden strudelduhn an einer Straβenecke zu stehen, um Passanten mit Kübeln von Eiswasser zu übergießen und deren Gesichter mit einem Schleim aus Babypuder zu beschmieren. Wer das für Kultur hält, dem kann ich auch ein Zwiegespräch mit der ältesten Yoghurt-Kultur in meinem Kühlschrank anbieten.

Wenn der Sensenmann Mähdrescher fährt…

 Nun haben aber die Kids einen enormen Spaß, weil man zu Songkran schon Mal  Vier gerade sein läβt (für Fünf reicht’s dann wohl doch nicht). Der Alkohol fließt in Strömen, die Zahl der Verkehrsunfälle steigt in dieser Zeit drastisch an. Bilanz der letzten Festwoche:  271 Tote, 3,476 Verletzte in 3,215 Unfällen! Wer am dritten Tag des Neujahrsfestes noch tanzt, hat bloß kein Geld mehr zum Saufen!

 Da man sich wegen der Verkehrstoten schon lange nicht mehr beunruhigt, muβte also ein anderer Aufreger her: Drei weibliche Teenager zwischen 14 und 16 Jahren hatten es gewagt, während einer Massenveranstaltung auf der Silom Road in Bangkok „oben-ohne“ zu tanzen und sind dabei von anderen Besuchern gefilmt worden. Was in aufgeklärten Nationen bei Loveparades, Gay-Karnevals, Springbreak und Biker Partys kaum noch ein Hingucker ist und höchstens noch bei 12-jährigen Klosterschülern zu einer skrotalen Kernschmelze führt, ist im Land der Scheinheiligen ein handfester Skandal! Der zuständige District Chief (so eine Art Landrat) erstattete Anzeige gegen das Trio und dessen Unterstützer, sowie gegen die Person, die den Video-clip der tanzenden Mädchen auf YouTube veröffentlicht hat. Die Mädels muβten bei der Polizei antreten, wo sie wegen „Obszönität in der Öffentlichkeit“ um jeweils 500 Baht (11,50 €) Strafe gebeten wurden. Dafür bekommt man in den diversen Pussy-Show Bars gerade mal 2 Bier zur Happy Hour.

Gefahr für den guten Ruf des Landes?

Die Angeklagten züchtig verkleidet. Sind das die Fotos die das Image des Landes aufpolieren?

 Wem die Geschichte bisher noch nicht skandalös genug ist, wie wär’s hiermit: Denjenigen, die das Video veröffentlicht haben, droht unter dem „Computer Crime Act“ eine Haftstrafe von bis zu 5 Jahren und Geldstrafe bis zu 100.000 Baht (2300 €), das entspricht dem 16-fachen eines Polizistengehalts! Auf die Idee so ein Strafmaß zu verhängen, kommt man wahrscheinlich dann, wenn sich der eigene Lendenfrühling schon in den Spät-Herbst verschoben hat.

 Bei so einer Interpretation von Recht und Unrecht, könnte man da nicht auch den Busfahrer verhaften, der einen Bankräuber zum Tatort transportiert hat? In Amerika fällt so etwas unter die Rubrik: „Don’t shoot the messenger!“

 Inzwischen hatte sich auch der Kultur Minister zu dem Skandal geäußert. Er erklärte der Presse, daβ der Clip einen negativen Einfluss auf das Ansehen der Thai-Kultur habe und alle Beteiligten bestraft werden müssen. Er bat die Polizei darum den Fall ernst zu nehmen, weil er den Ruf des Landes zerstört. Er forderte den Anklagevertreter dazu auf, neben der Strafe auch noch „Community work“ anzuordnen, etwa mindestens drei Vorlesestunden über das Songkran-Fest im Kindergarten…

 Es müssen schon eine Menge solcher Bagatellen sein, um die sich der Minister kümmern muβ. Wie sonst konnte ihm entgehen, daβ sein eigenes Ministerium auf der offiziellen Webseite noch kurz vor Songkran mit nackten Möpsen für das Fest geworben hat? Der Maler Sompop Budtarad, nahm sich des Themas an und produzierte eine Serie von Gemälden der Songkran goddess of the year 2011, Kirinee Dhevi.

Nang Songkran von Sompop Budtarad

Mit dem Gemälde der Göttin Nang Songkran des Künstlers Sompop Budtarad, warb die website des Kultur Ministeriums für das Neujahrsfest. Nach dem Tanz der drei Mädels verschwand es…

Wenn also sechs nackte Teenager Brüste die Landeskultur zerstören und den Ruf Thailands schädigen, sollten einige brennende Fragen erlaubt sein:

  • Die „Hobby-Filmer“ haben während einer öffentlichen Veranstaltung das Geschehen gefilmt. In- und ausländische Fernsehsender haben den Clip weltweit in den Nachrichten ausgestrahlt, dort allerdings mit gepixelten Brüsten. Müssen die Redakteure von CNN und Co. jetzt auch mit 5 Jahren Knast und Geldstrafen rechnen?
  • In einer Umfrage unter Erwachsenen in Bangkok zu dem Fall,  gaben 80% an, die Strafen für „unmoralische Akte in der Öffentlichkeit“ sollten härter sein.Warum hat man nicht die Reisbauern im Isan darüber befragt, deren  Töchter und Söhne seit Generationen zu Hunderttausenden als Sexworker und Nackttänzer die Familien unterstützen?
  • 91% der Befragten glauben, daβ die Thai Kultur langsam verkommt. Hat mal jemand gefragt, wie hoch der Prozentsatz von denen ist, die erklären können was sie eigentlich unter Thai Kultur verstehen?
  • Wie steht es denn mit dem Saubermann Image, wenn in den Bars von Patpong und der Soi Cowboy (von denen einige Polizisten gehören) allabendlich, nackte und halbnackte „Tänzerinnen“ und Ladyboys als Chromepole Molester und in Ping-Pong Shows auftreten?
  • Wo bleibt die Sorge um das Image angesichts der Jet-Ski scams unter Beteiligung der Polizei und der Machtlosigkeit der Behörden gegenüber der Tuc Tuc Mafia?
  • Es gibt hunderte von Clips auf YouTube, aufgenommen in den Girliebars, werden die Hobbyfilmer nun alle mit bis zu 5 Jahren Knast und 100.000 Baht bestraft?
  • Zugegeben, die Mädels sind noch recht jung, aber in einigen Bars gehen auch 16-jährige unbehelligt anschaffen. Das heiratsfähige Alter wurde auf 17 Jahre festgelegt. Für „offizielle Verlobungen“ gibt es keine Altersbeschränkung. Und wie lange ist es eigentlich her, daβ in thailändischen Dörfern die letzten Minderjährigen, nach ungewollten Schwangerschaften verheiratet wurden?

Ein Kommentar unter Bloggern, die einen nicht mit geradezu grotesken Ambitionen nach Moral nerven:

„500 Baht für topless Tanzen, 100.000 Baht oder 5 Jahre für das Hochladen der Videos auf YouTube! Die Botschaft ist, dass es keine große Sache ist in der Öffentlichkeit oben ohne zu tanzen – solange  es niemand erfährt. Ziemlich genau wie thailändische Politik …”„„

P.S.

Wie die Zeitung „The Nation“ berichtet, wurde ein Polizei-Oberst, Leiter der  Pho Kaew Polizeiwache, versetzt, weil er einem Entertainment-Veranstaltungsort in seiner Zuständigkeit erlaubte, über die Polizeistunde geöffnet zu bleiben und das Lokal Minderjährigen zugänglich gemacht zu haben.

Polizeisprecher Maj-General Prawut Thawonsiri sagte, daβ eine  Razzia durchgeführt wurde nachdem junge Mädchen beim topless Tanz in der Nähe der Silom Road während des Songkran Festivals erwischt wurden.  Diese erzählten der Polizei, dass der Full Moon Pub kostenlose Getränke angeboten hat, um Mädchen dazu zu ermuntern, ihre Brüste zu zeigen.

Drinnen fanden die Polizei und Beamte aus dem Büro der Public SectorAnti-Korruptions-Kommission mehr als 300 Gäste unter 18 Jahren. Der Jüngste war gerade 14. Ein Raum in der Kneipe wurde auch als Spielhölle betrieben.

Aufzeichnungen des Full Moon Pubs zeigten, die Betreiber bezahlten je 500 Baht an bis zu 20 Polizisten täglich…

Was schadet dem Image eines Landes eigentlich mehr,- nackte Titties, oder korrupte Cops?

photo credits: wiki/CNN/The Nation/Sompop