Archiv für Katoeys

Neues vom Planeten Phukit II

Posted in Aktuell, AKTUELLES, Asien, Aus Aller Welt, Ausland, Gesetz & Recht, Neues aus Wahnsiristan, PHUKET, Reise, Reisen, Sicherheit, Thailand with tags , , , , , , , on Oktober 21, 2011 by pheneas

 „Laß‘ die Sau los, Paulus!“

 Es gibt aufsehenerregende Neuigkeiten aus dem Bereich Phukit-Ferien, oder Hurlaub auf Klein Porneo wie Eingeweihte es auch nennen.

 Als Saulus-Paulus Effekt bezeichnet man es allgemein, wenn z.B. ehemalige Hacker und Tastatur-Terroristen einen Job bei einer Bank bekommen, in deren Online Banking System sie vorher ihre tags hinterlassen, Kundendaten geklaut und Pin-Nummern ausgespäht haben. Der Ursprung dieses Begriffs, der auch unter dem Namen „Damaskus-Effekt“ bekannt ist, stammt aus dem  Neuen Testament und bezeichnet die Wandlung einer Person, die ihre Einstellung und Verhalten zum für sie Positiven verändert.  Im NT nennt Paulus sich selbst aber nie Saulus und erwähnt auch keinen Namenswechsel.

 Ob diese etwas unklaren Übermittlungen dazu geführt haben, daß der Polizeichef von Patong auf Phuket, etwas verwirrt erscheint, ist nicht bekannt. Was sich der Herr jedoch als neueste Maßnahme einfallen ließ, um die Insel touristenfreundlicher zu machen, passt allerdings besser unter die Überschrift: „Laß‘ die Sau los, Paulus!“

Katoey- Die größten Strandräuber werden nun Hilfssheriffs- tzzzz

 Nachdem nun noch mehr CCTV-Kameras (über 100) an der Beachfront und in der Bangla Road installiert werden, und die Cops in wohlig klimatisierten Polizeiwachen, wo das Burn Out Syndrom auf Fortbildungslehrgang ist, auf einem Dutzend Monitoren allabendlich „Suff-Operas“ gucken können, möchte der Super-Cop nun auch noch 50 Motorrad-Taxifahrer in ihrer 12-jährigen Berufsfindungsphase, Jet-Ski Vermieter (?!), Beachfront-Ladenbesitzer und „andere Personen“ die an der Strandmeile arbeiten, als Blockwarte rekrutieren. Am besten gefällt mir die Formulierung „andere Personen.“ Denn da fallen Kennern der Insel eigentlich nur noch die Katoeys ein, die nach Einbruch der Dunkelheit am Strand gerne Betrunkene Farrangs ausrauben und nun von einer Karriere als Kundschafterinnen für den Inselfrieden träumen. Nebenbei erwähnt, frisch gegoogelt gibt es 1.680.000 Ergebnisse, die sich dem Thema Phuket Jet-Ski Scams widmen!

 In Patong leben 20.000 gemeldete Einwohner. Aber niemand weiß genau, wieviele Nichtregistrierte aus anderen Thai-Provinzen, Burmesen, Nepali, Bangladeschi und Kambodschaner sich hier aufhalten. Die Schätzung liegt bei über 20.000. Dazu kommen in der Hauptsaison rund 100.000 Besucher in den 264 offiziellen Hotels und Pensionen. Kaum zu glauben, daß die 180 Polizisten, aufgeteilt in drei 8 Stunden Schichten, einen Ort mit unzähligen Betrunkenen und Drogenkonsumenten jemals im Griff haben. In der Hauptsaison kommen statistisch gesehen nicht mehr als ein Polizist auf 1.666 Besucher und Anwohner.

 „Normalerweise gibt es eine Menge Raubüberfälle in der Hochsaison. Wir haben nicht wirklich genug Offiziere, um all die Touristen in der Hauptsaison zu schützen“, erklärte Patongs Polizeidirektor Arayapan Pukbuakao, in seiner Ankündigung von Maßnahmen die den Tourismus fördern sollen! Wie sagte Abraham Lincoln einst? „Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch alle Zweifel zu beseitigen.“

 Immerhin war der Mann clever genug (oder vielleicht nur vergesslich), bei der Aufzählung neuer Hilfssheriffs nicht auch noch TukTuk Fahrer einzubeziehen, aber damit hätte er dann tatsächlich alle Berufsgruppen, die dafür bekannt sind Touristen abzuzocken, erfasst. Wie auch immer, die Idee ist so absurd, als würde man Freddie Krüger mit der Beaufsichtigung eines Zeltlagers von Pfadfindern betrauen!  

Wie wär’s mit Freddie Krüger als „Patongs Kindergarten-Cop“?

Die Nachrichten…

Posted in Aberglaube, AKTUELLES, Asien, Aus Aller Welt, Ausland, China, Gesellschaft, Gesetz & Recht, Glauben & Besserwissen, Kultur & Moral, Kurznachrichten, Neues aus Wahnsiristan, Singapur, Thailand with tags , , , , , , , , , , on September 1, 2011 by pheneas

China / Oktober / 2011

Man braucht keine Nadel, um den China Ballon platzen zu lassen

 Für all diejenigen, die immer noch an dem Glauben festhalten, daß China das Land der unbegrenzten Investmentmöglichkeiten ist, hier eine kurze Meldung zum Nachdenken:

 Weil die zur Publikation freigegebenen offiziellen Zahlen der Regierung meist in die Rubrik „Kreative Buchführung“ fallen, hat man in Chinas Großstädten einmal den Stromverbrauch in den neu gebauten Apartment,- und Bürotürmen gemessen, um einen realen Blick darüber zu erhalten, welche Einheiten tatsächlich vermietet sind. Ergebnis: 60 Millionen Apartments und Büroräume stehen leer. Da könnte man sämtliche Obdachlosen Europas unterbringen, inklusive der Partei-Wimpelschwenker in den Notbehausungen des geplanten Neuzugangs Albanien, deren Beitragsqualität (Ziegenfelle und Panflöten) allenfalls für ein Russenpatent reicht. Zur Erinnerung: Einer der größten Faktoren, die in den USA die Finanzkrise auslösten, war der Zusammenbruch den Immobilienmarktes!

 Unter objektiven Experten und kritikfähigen Beobachtern der chinesischen Wirtschaft gilt es als erwiesen, daß selbst die größten „global player“ von BMW über Coca Cola bis hin zu Disney, bisher keinen nennenswerten Profit im Land erwirtschaftet haben. Geschweige denn, daß es  einem Unternehmen gelungen ist, die paar Yuan auf ein heimisches Konto zu überweisen.

 Es herrscht immer noch die aberwitzige Irrglaube, wenn man wenigstens einem Viertel der 1 Milliarden Chinesen ein Aspirin für 10 Euro Cent verkaufen kann, hätte man einen guten Schnitt gemacht. Niemand akzeptiert die Tatsache, daß mehr als 95% der Chinesen sich gar keine Auslandsprodukte leisten können und der betuchte Rest bei Kopfschmerzen den Neurologen seines Vertrauens zur Hirnmassage ins Büro einfliegen läßt…

Bangkok / Thailand Sept./ 2011 

In diesem Winter zum Sonne tanken nach Süd-Ost Asien? Lieber nicht!

 Glaubt man den Hochdruckgebiets-Experten á la Kachelmann, soll der kommende Euro-Winter noch sibirischer ausfallen, als der vergangene. Mein Rat: Leute zieht Euch warm an, die Kälte greift den Darm an!

 In zwanzig Jahren habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, einen großen Teil des europäischen Winters in Süd-Ost Asien zu verbringen. Nun, da ich schon zehn Jahre hier lebe, würde ich mir im kommenden Winter wohl eher ein anderes Ziel mit ähnlichem Klima suchen, wie etwa Costa Rica, oder Cuba. Es ist wohl so, wie Napoleon es einmal gesagt haben soll: „Die Deutschen haben 6 Monate Winter und 6 Monate lang keinen Sommer.“  

 Der El Nińa Monsun hat in diesem Jahr bei den Klimaschändern in Asiens Oktan Arenen, von den Philippinen über China, Indonesien (Bali), Vietnam, Kambodscha, Thailand, Laos bis hin nach Pakistan so ziemlich alles überflutet, was unterhalb des Scheitels eines durchschnittlichen Basketball-Spielers lag. Es herrschte und herrscht noch „Capslock-Wetter“- es shift (schifft) ohne Ende… Ergebnis: Erdrutsche, Malaria und Dengue Fieber, nachhaltig zerstörte Infrastrukturen, steigende Preise, erhöhte Arbeitslosigkeit, Anstieg der Kriminalität etc.

Thailands boat people

Allein in Thailand gab es bis zum 27. September offiziell 166 Opfer, die dem Blanken Hans ins Auge geschaut haben. Zu den Bezirken die „Land unter“ gemeldet haben zählen: Sukhothai, Phichit, Pitsanulok, Nakhon Sawan, Uthaithani, Chainat, Singburi, Angthong, Ayutthaya, Lopburi, Saraburi, Suphanburi, Nakhon Pathom, Pathumthani, Nonthaburi, Ubon Ratchathani, Chaiyaphum, Yasothon, Khon Kaen, Mahasarakham, Chachoengsao, Nakhon Nayok, and Prachinburi. Insgesamt sind 2.014.166 Menschen in 149 Bezirken, 23 Provinzen und 8,088 Dörfern von den Überschwemmungen betroffen. Über 8.160 qkm stehen allein in Thailand unter Wasser. Über 5.000 Personen suchen täglich medizinische Hilfe (die Zahl der Suizidgefährdeten steigt stetig an) und fast 400.000 leiden an Flutbedingten Krankheiten. In Kambodscha Laos und besonders in Vietnam, können es weit mehr sein.

 In Thailands Beherbergungsindustrie herrscht nach wie vor der Irrglaube, dass weniger Gäste in einer Saison, selbstverständlich für die nicht erscheinenden Kunden mitbezahlen müssen. Somit kann man in der kommenden Hauptsaison (ab Ende Oktober) mit erhöhten Preisen rechnen. Das wird zwar die erste Welle der Viagra Greise im Penisrausch nicht von ihrer alljährlichen Stippvisite abhalten, aber viele Thailand-Kenner nach Alternativen Ausschau halten lassen.

 Selbst wenn ab Mitte November die warme Wintersonne den blauen Himmel erobern sollte, muß man mit einigen Dingen rechnen, die einem den Urlaub heftig vermiesen können. Ganze Landstriche wurden durch die Fluten devitalisiert. Tierkadaver gammeln vor sich hin, Moskitos vermehren sich in ungeahntem Ausmaß und jeder, der ein kleines Geschäft betreibt, versucht den Verlust durch Wasserschaden auf die Schnelle in einer Saison wieder gut zu machen.

Bangkok / Thailand Sept./ 2011 

Unser täglich Buddhabrot

 Dies ist kein Artikel gegen irgendeine Glaubensrichtung oder Mönche, sie zeigt jedoch, daß es auch unter  orangenen Robenträgern schwarze Schafe gibt! Sie geben gegen Spenden Lotterienummern aus, manche verscherbeln auf „antik” getrimmte Buddha Amulette, rauchen und trinken Bier in der Öffentlichkeit, einer lebte mit seiner ihm angetrauten Frau zusammen im Kloster und machte sie kurzerhand zur Nonne, ein anderer sammelte 60 Mercedes Limousinen wie andere Leute Heiligenbildchen und der in der folgenden Geschichte betreibt eine lukrative Pfandleihe…

Almosensammeln gehört zur morgendlichen Routine, aber es gibt Qualitätsunterschiede der zugewiesenen Reviere

 Ein flüchtiger Bekannter von mir, nennen wir ihn mal „Chopper,” weil er beim Reden immer mit den Armen rudert wie ein startender Hubschrauber, hat seinen Pass verloren und seine gesamte Barschaft mit Sang Som und wilden Weibern verdaddelt. Er wohnt eigentlich in Hua Hin, war aber aus irgendeinem Grund in seinem Bangkok Appartment, in dem eine seiner Freundinnen wohnt und für das er die Miete bezahlt, während sie am Wochenende in irgendwelchen Discos nach ausländischen Freiern Ausschau hält.

Raucht der Marlboro Man etwa Camel ohne?

 Chopper beauftragt einen Freund zusammen mit einem Motorrad-Taxi Fahrer vor seinem Apartmenthaus sein Laptop in eine Pfandleihe zu bringen, um das Geld für einen neuen Pass von der britischen Botschaft aufzutreiben. Der Motorradfahrer wiegelt aber ab, weil die Pfandleihen zu wenig Geld dafür ‘raustun. Stattdessen landen die Zwei in einem Tempel des nahegelegenen Slum-Viertels .

 Der Motorrad-Taxi Fahrer begleitet Choppers Kumpel zu einem Mönch, der umgeben von zwei Novizen mit Domestiken-Funktion im Tempel zigarettenrauchend und biertrinkend Audienzen gewährt und neben anderen Geschäften eine lukrative Pfandleihe betreibt. Der Mopedfuzzi erklärt Choppers Kumpel noch kurz: “Der Mönch steht weit über der lokalen Mafia” und empfiehlt sich nach draußen in Wartestellung. Choppers Kumpel bekommt ohne grosse Probleme den Kredit von 5.000 Baht für den Laptop und es beginnt eine Unterhaltung zwischen ihm und dem Mönch.

 Wie lange lebst Du schon in Thailand, fragt der Mönch. Antwort: 21 Jahre, deshalb entschuldige ich mich auch dafür den Tempel zu betreten, obwohl ich vorher Alkohol getrunken habe. Kein Problem sagt der Robenträger und hebt die Bierflasche wieder an den Mund.

 Gefällt dir Thailand?. Antwort: Ich liebe Thailand, habe eine Frau und drei Kinder hier, aber mir gefällt nicht, was mit diesem Land geschieht. Hm! Und, liebst Du unseren König und der Königin, sie sind die Nummer 1 im Land? Antwort: Um ehrlich zu sein, denn ich lüge nicht,- Nein. Ich glaube kein Land sollte nur dem Nutzen einer Person dienen. Antwort vom Mönch: Hm,du machst dir viele tiefe Gedanken,- oder? Inzwischen kommandiert er seine Novizen herbei die sich vor ihm auf den Boden legen, um seinen Befehl dem Farrang Wasser zu holen, entgegen zu nehmen.

 Nächste Frage des Mönches: Bist du religiös? Antwort: Nein ich glaube alle Religionen haben die beste Absicht, aber in dem Moment, wenn sich Leute als Hüter der Religion bezeichnen, wird es korrupt. Hm, und wie stehst Du zum Buddhismus in Thailand? Antwort: Wir beide wissen doch, daβ der in Thailand praktizierte und gelehrte Buddhismus nicht dem Original entspricht, sondern nur eine modifizierte Variante der Lehren Buddhas ist, die einem ganz betimmten Zweck dient. Reaktion des Mönchs: Oh, hm, so so. Zum Abschluβ folgt noch der Satz: Ich würde dich gerne wieder hier im Tempel sehen, was unter Thais nicht als Einladung, sondern als Aufforderung verstanden wird. Antwort des Farrang: Tja, wenn es sich so ergeben sollte… Eine Antwort die hochgezogene Brauen des Mönchs zur Folge hat.

 Daβ es sich bei dieser Geschichte nicht um einen einzigen „faulen Apfel” in der Kiste handelt belegt eine Pressemeldung der AFP vom 22. September 2011. Hier eine Übersetzung. Das Original und einige interessante Kommentare im Forum findet ihr auf: 

http://www.thaivisa.com/forum/topic/500166-thai-monks-trade-gun-and-theft-claims/
 Das Klischee des buddhistischen Klosterlebens ist von Bildern der Ruhe und des Friedens geprägt. Aber, mit sich widersprechenden Anzeigen haben sich Mönche eines Klosters bei der Polizei gemeldet, in denen es um Lügen, Diebstahl und Bedrohung mit einer Waffe geht. 

 Jirawat Pasanano sagte er wurde gezwungen, seinen Tempel zu verlassen, nachdem zwei Kollegen Mönche ihn verprügelten, eine Waffe auf ihn richteten und  verlangten er solle  seine lukrative allmorgendliche Almosen-Route in Bangkok aufgeben, so ein Polizeisprecher.

Doch die beiden Beklagten, Pitch Prapasaro, 26, und ein Mönch bekannt unter dem Namen Auan, erstatteten eine Gegenanzeige. 

Sie behaupten, der 44-jährige Jirawat erfand den Vorfall mit der Waffe, um sich an Auan zu rächen, der ihn beschuldigt, im Namen seines Tempel um Spenden zu bitten, die er veruntreut habe. 

Auan, ein Mönch in den Fünfzigern, besteht darauf, er ​​habe keine Ambition die lukrative Spenden-Sammelroute Jirawats zu übernehmen. 

„Es ist völlig unwahr, dass ich eine Waffe benutzt habe, um ihn einzuschüchtern. Ich habe eine schlechte Gesundheit und habe vor fünf Jahren aufgehört Spendenrouten zu gehen, um Almosen zu sammeln“, sagte er Reportern. 

Ein Beamter der „Buddhism Protection division at the Office of National Buddhism” sagte, der Fall sei sehr ungewöhnlich und fügte hinzu, daβ bisher keine Untersuchung zur Klärung des Falles und dem Verhalten der Mönche ins Leben gerufen wurde.

 Pattaya / Thailand Sept./ 2011  

Jetzt nehmen sie Rache für die Kroko-Taschen 

 Daβ Thai’s im Allgemeinen die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben, dürfte bekannt sein. Nicht zuletzt durch die Erklärung eines Dr. Apichai Mongkol, vom Mental Health Department des Gesundheitsministeriums, der kürzlich die erschreckenden Ergebnisse einer Untersuchung preisgab: Unter 72,780 Thai-Schülern, stellte man (offiziell) bei 6,5% einen Intelligenzquotienten (IQ) von unter 70 fest, was allgemein als geistige Behinderung diagnostiziert wird. Globale Statistiken gehen davon aus, daβ in Gesellschaften mit gesunder Bevölkerung der Anteil der Halbintelligenzler nicht mehr als 2 % ausmacht.

 Da der Hirnfried nun aber einen Doktortitel erlangt hat, sollte man bei ihm von einem IQ ausgehen können, der weit über der 70 Punkte der Passivdenker-Latte liegt. Deshalb erscheint sein Lösungsvorschlag für das Problem schon etwas merkwürdig. „Zur Förderung eines höheren IQ“, sagte er Eltern, sie sollten ihre Liebe für ihre Kinder ausdrücken, ihnen nahrhaftes Essen bieten und es ihnen ermöglichen, mit der Natur zu interagieren. 

 Vielleicht wimmelt es im Isan dann bald von fettleibigen Blagen, die Bäume umarmen und sich dem fröhlichen Freizeitvergnügen, Frösche aufzublasen entsagen, um allabendlich vor der Glotze bei Soap-Operas von den Eltern in den Schlaf gestreichelt zu werden.

 Fakt ist: Mit seinem angeborenen IQ muβ man ebenso lange Leben wie mit seiner Nase. Man kann sich zwar Wissen aneignen, Fähigkeiten trainieren, aber man wird durch keine Medizin, oder Therapie, intelligenter! Dieses nur als Hilfe zum besseren Verständnis der folgenden Geschichte, die aufzeigt, wie mangelnde Intelligenz in Thailand den Alltag unterhaltsam gestaltet.

 Nach anhaltenden, heftigen Monsun-Regenfällen und flächendeckenden Überflutungen, entkamen im „Million Year Stone Park and Crocodile Farm“ in Pattaya, die Hauptakteure des Parks ins Freie. Das passiert eigentlich jedes Jahr in irgendeiner der zahlreichen Handtaschen-Zuchtstationen. 

Monsun? In Thailand? Ja gibts denn sowas?

Dummheit Nummer 1: Den Park in Pattaya, hat es vor einigen Jahren schon einmal überschwemmt, ohne daβ man Sicherheitsvorkehrungen für den nächsten, unvermutet aber alljährlich zwischen Mai und Oktober aus heiterem Himmel auftauchenden Monsun, getroffen hat.

Dummheit Nummer 2: Wie der Sprecher des Parks, Suthawudh Temthab angibt, gab es im Park 2,800 Reptilien, deren Häute verarbeitet und deren Fleisch zum Verzehr verkauft wird. Bisher hat man mit Hilfe von 100 Angestellten 22 Krokodile eingefangen. Und hier kommts! Wie viele der Tiere noch in Freiheit, und wahrscheinlich auf Futtersuche in überschwemmten Dörfern und sogar den Klongs in Städten unterwegs sind, weiβ man nicht! Immerhin kann sich der intelligente Teil der Welt nun vorstellen, in welchem IQ-Bereich der Herr Suthawudh seine Gedanken entwickelt. So einer blinkt auch in der Parkhaus-Spirale. „2.800 minus 22 = äh, äh, ich setze den Joker! Komme ich jetzt im Guinness Buch?”

Dummheit Nummer 3: Das gröβte Krokodil des Parks, mit über 400 kg Gewicht und über 3m Länge, dem man den Namen Jao Yai gegeben hat, kam freiwillig in den Park zurück. „Ich bin sicher, wir werden alle Tiere wieder einfangen, denn sie sind nicht daran gewöhnt sich ihr Futter selbst zu suchen,“ gab der Reptilienexperte noch eins ´drauf. Da können die badenden Kinder in den Flüssen ja beruhigt sein, daβ die Viecher nicht intelligent genug sind, sie als potententielle Leckerebissen zu identifizieren und angeborene Jagdinstinkte als intellektuelle Spinnerei abtun. Aber hier glaubt man auch, wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld

Zum Dinner nach Bangkok?

Noch eine dumme Frage am Schluβ: Kann ich mich nun beruhigt durch die überfluteten Straβen Bangkoks bewegen, weil die zigtausenden Schlangen bereits abgesoffener Reptilienfarmen normaler Weise keinen homosapien (lat. schlauer-Mensch) auf dem Speisezettel haben? Wohl kaum! Gestern wurde ein Bekannter von mir, auf der Straβe im knöcheltiefen Wasser, von einer grünen Natter gebissen… 

 UPDATE: Einen hab’ ich noch…

 Inzwischen macht nicht mehr das Mathe-Genie aus dem ersten Bericht die Ansagen, nun sind die flüchtigen, noch gut bezahnten zukünftigen Handtaschen Chefsache. Park Chef, Suan Panonwattanakul, verkündete stolz, daβ inzwischen 29 der Ausreisser, die angeblich durch ein Loch im 1.600 m2 Becken auf Tour gingen, wieder zuhause ihr Abendessen verzehren. Außerdem kam noch heraus, daβ nicht 2.800 sondern noch 90 weitere Krokodile im Park lebten (aber was fressen 90 Krokodile schon?) und „Jao Yai” nicht das gröβte Reptil des Parks ist, denn unter den Heimkehrern waren einige Exemplare 5 m lang!

5.000 thb Belohnung! Eine Krokohandtasche kostet locker das 10-fache!*

Das bedeutet, daβ der Sprecher des Parks nicht nur an einer Mathe-Schwäche leidet, nur bis 2.800 zählen kann und auch noch kurzsichtig ist. Da grenzt es fast an ein Wunder, daβ der Kasper noch nicht vom Krokodil gefressen wurde!

 Die Suche nach weiteren Ausflüglern wird fortgesetzt. Für Hinweise die zur Ergreifung eines der Groβmäuler führen ist eine Belohnung von 5.00o Baht (€ 120) ausgesetzt und die Mauer um das Gehege soll demnächst erhöht werden.

 Am Besten gefällt mir jedoch die Plakataktion in der man die Bevölkerung, der beim täglichen Einkauf das Wasser bis in Brusthöhe steht davor warnt, in den betreffenden Gebieten zu baden! Amazing Thailand!

 *Die von der Yingluck-Regierung versprochene Hilfe, fur Leidtragende der Flutktastrophen, deren Haus mindestens 7 Tage überschwemmt ist, beträgt ebenfalls 5.000 Baht! Wer also in seinem Haus ein Krokodil vorfindet, kann es die nächsten Wochen mal so richtig krachen lassen! 

Das halbe Land steht unter Wasser, aber: Baden verboten!

HCMC / Saigon, Vietnam  Sept./ 2011 

Vietnams „Umgebaute“ zocken Ausländer ab

Kiez ist überall!

 Wie schnell sich erfolgreiche „Geschäftsmodelle“ grenzüberschreitend durchsetzen, zeigt ein jüngstes Beispiel aus Hoh Chi Minh City, dem ehemaligen Saigon. Wie das Blatt Tuoi Tre berichtet, haben sich in den Vergnügungsvierteln inzwischen zwei kriminelle Vereinigungen der „Anderen Art“ etabliert. Nach dem Vorbild des Bang Cock Modells, werden bevorzugt Ausländer zu Wohlfühlmassagen und Entsaftungs-Encountern zum Einführungspreis (400.000 Dong / € 13,59) eingeladen, die dann während des unumgänglichen Solo-Reinigungsrituals in der  Hoteldusche, von den Ladyboys ausgeplündert werden.

 Eine beliebte Masche ist die, daβ der Freier bäuchlings zur Massage auf das Bett gebeten wird, während ein zweiter „ErSie“ heimlich das Zimmer betritt, um sich der anderen Wertsachen des Kunden anzunehmen. Nach Angaben der Polizei, scheinen inzwischen die Stadtteile District 1 und 8 fest in der Hand der Gangs zu sein.   

Singapoor Sept./ 2011 

Touch & Go (to jail)

Finger weg- sonst…

 Als Touch-and-goManöver bezeichnet man in der Fliegerausbildung eine Übung des Landeanfluges, bei der kurz nach dem Aufsetzen das Flugzeug wieder durchgestartet wird. In Singapoor hat der Begriff jedoch eine andere Bedeutung. Im Inselstaat werden jährlich eine unproportional hohe Anzahl von Anzeigen wegen Belästigung (molestation) aufgegeben. If life gets boring- risk it, sagt man. Wer sich als Mann allein mit einer Frau in einen Fahrstuhl begibt, riskiert daβ die Dame beim Öffnen der Tür im dritten Stockwerk laut „Molester“ schreit. Das reicht allgemein für eine Anklage wegen Belästigung, die mit drastischen Geldstrafen, Gefängnis und satten Entschädigungszahlen geahndet werden. Wer im Bus neben einer Frau sitzt und versehentlich mit seinem Arm den Körper der Dame berührt, steht an der nächsten Haltestelle oftmals schon mit einem Bein im Knast. Nun ist es weniger so, daβ die weibliche Bevölkerung mit 5 Mio. Einwohnern im Gedränge der Insel besonders sensible auf Körperkontakt reagiert. Die Molester-Masche wird in sehr vielen Fällen als gute Gelegenheit zum Generieren von Schadenersatz-Klagen gesehen.

 Mindestens zwei Auslandsvertretungen, die britische und die französische, warnen bereits auf ihren Web-Seiten vor der Betrugsmasche und raten Besuchern bloβ nichts anzufassen, was einem nicht selbst gehört, wenn man nicht in den Abendnachrichten erscheinen möchte. Aber was soll man schon in einem Staat erwarten, in dem selbst einvernehmliche homosexuelle Handlungen und Oral-Sex immer noch unter Strafe stehen?

Singapoor Sept./ 2011
 Tampons im Tee  mieser Arbeitgeber

oder „got a black magic woman?”

 Daβ ich nicht unbedingt eine Vorliebe für den Meerlöwen-Anteil der Bevölkerung Singapurs hege, dürfte den regelmäßigen Lesern dieses Blog bekannt sein. Kollektive Miβachtung von Menschenrechten, grenzenlose Gier, Arroganz und nicht zuletzt eine allgegenwärtige Hörigkeit gegenüber Spökenkiekerei, Voodoo und Geisterbeschwörung machen eine Gesellschaft eben nicht gerade liebenswert. Aber ein Blick in eine der zwei chinesischen Abendzeitungen (Lianhe Wanbao) gibt mir wieder einmal Anlass zu grenzenloser Schadenfreude.

 „Maids bedienen sich ´Schwarzer Magie´ gegen ihre Arbeitgeber,“ stand dort zu lesen. Eine der ausländischen Haushaltshilfen, die in Singapoor sehr oft unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten und ebenso oft schwer misshandelt, oder gar in den Tod getrieben werden, hat ihre Arbeitsbedingungen nach heimatlicher Tradition zu verbessern versucht. Sie sammelte Menstruationsblut in Kosmetik-Pads, füllte diese in Teebeutel und braute daraus eine Suppe für die Familie ihres Arbeitgebers. Sie gab, an damit die Familie verzaubern zu wollen, um eine bessere Behandlung zu erlangen.

 Wie der Besitzer einer Arbeitsvermittlung für ausländische Haushaltshilfen angab, ist das kein Einzelfall. Hier die Hit-Liste der beliebtesten Zauber-Techniken:

1. Suppe für den Arbeitgeber mit Menstruationsblut anrichten

2. Zauber-Pulver in Mahlzeiten des Arbeitgebers mischen

3. Einen „Zauber-Trank“ mit abgeschnittenen Fingernägeln servieren

4. Die Implantation von Nadeln ins Gesicht und Hände

5. Einen Fluch über den Reis-Behälter der Familie legen

6. Gesegnetes Wasser zum Schutz gegen Misshandlungen bei sich tragen

7. Urin in Mahlzeiten des Arbeitgebers mischen

8. Ein Foto und Haare des Arbeitgebers an eine Hexe oder einen Zauberer in der Heimat senden, um ihn mit einem Fluch zu verhexen.

9. Fischgräten unter dem Bett des Arbeitgebers platzieren

10. Unterwäsche unter dem Kopfkissen des Arbeitgebers verstecken.

 So ekelig die naiven Versuche schlecht behandelter,- oder gar misshandelter Maids- aussehen mögen, sie sind jedoch verglichen mit dem was viele über Jahre hinaus ertragen müssen, eher Kinderstreiche ungebildeter Landeier. Zum Beweis mehr dazu hier:  Maids verhau’n bringt Selbstvertrauen

Hier noch zwei Quotes von besorgten Singapoor-Bürgern als Reaktion auf die Nachricht: 

„Maids can be a hindrance in our daily lives. If possible, don’t rely on them. Heard so much horror about them!“

„Oh dear… I can forget about engaging one. It’s either maid havIng affair, maid got pregnant, maid abuses child, maid got murdered or now black magic! I rather slave myself.“