Archiv für Bargirls

Hurlaub am Kliff von Gonorrhoea vorbei am Antibiotikum?

Posted in Aktuell, AKTUELLES, Asien, Ausland, Bangkok, Gesundheit & Gute Besserung, Korruption, Reise, Reisen, Süd-Ost Asien, Thailand, Uncategorized with tags , , , , , , , , , , , , , , on Juni 25, 2012 by pheneas

Da wird es wohl bald eine Flut auβerplanmässiger Valentinstage geben

Das Thema ist eigentlich viel zu ernst, um es auf die leichte Schulter zu nehmen. Also werde ich es wenigstens in der Einleitung einmal von der Unterhaltsamen Seite angehen. Als Teenager hatte ich einen Kumpel namens Eckhart Kahlhofer, der seinen Lebensunterhalt als „Blödelbarde“ verdiente. Er schrieb einen Song, von dem ich nur noch Fragmente im Kopf habe. Aber er paβt zur Geschichte. Hier eine Kostprobe:

Medizinisches Seemannslied

(Seemannslied deshalb, weil es am Schluβ „Ahoi“ heiβt)

Mit Jamaika Rum am Roten Kliff

stranded im Dilirium ein Gonokokken Mutterschiff

in voller Brast juchhee

Leck am Bug mich laust der Affe

von Luv und Lee kommt Tee und Kaffee

Die Besatzung geht zu Fuss

durch Mutt und Schlick und Schlamm

 

Die armen kleinen Gonokökkchen

ohne Strümpfchen ohne Söckchen

ohne Vater ohne Mutter

ohne Schnaps und ohne Futter

 

Vorbei an Japan und an China

Phimosa und Shanghai

vorbei am Kliff von Gonhorröha

vorbei am Antibiotikum

vorbei an dir und mir holde Blume

Ahoi Ahoi Ahoi!

Tja und mehr krieg ich leider nach 35 Jahren vom Text nicht zusammen. Kann daran liegen, daβ mir das Thema nie so richtig unter den Nägeln, geschweige denn woanders, brannte. Und das, obwohl ich wohlhabend bin, halbwegs gebildet und zudem noch blendend aussehe.

Besonders unter Sextouristen wird wohl bald der Ruf nach Bio-Nutten laut werden

Traum aller Viagragreise: Der Grüne G-Punkt

Laut Weltgesundheits Organisation (WHO) wird nach Broiler Aids und Gemüse-Ebola die Menscheit von einer alten Seuche im neuen Designer-Gewand bedroht: Gonorrhoe! Im Volksmund und bisweilen auch im Rachenraum als Tripper bekannt. Die gute Nachricht für alle Heimwerker: Lattenrost ist nachwievor keine Geschlechtskrankheit

Für Millionen von Menschen mit Gonorrhoe, besteht ein hohes Risiko keine Behandlungsmöglichkeiten mehr zu finden, wenn nicht umgehend Maßnahmen ergriffen werden. Bereits mehrere Länder, darunter Australien, Frankreich, Japan, Norwegen, Schweden und das Vereinigte Königreich berichten über Fälle von Resistenz gegenüber Cephalosporin-Antibiotika – die letzte Behandlungsmöglichkeit gegen Gonorrhoe. Jedes Jahr werden weltweit schätzungsweise 106 Millionen Menschen infiziert. Und,- wer hat‘s erfunden? Nee, diesmal nicht die Schweizer. Es scheint, als fehlte den Japanern nach Tsunami und explodierenden Kernkraftwerken noch eine weitere Disziplin zu einem zünftigen Katastrophen-Triathlon.

Jahrzehntelang wurde Tripper als Kavalierskrankheit unter den Bagatellseuchen angesehen. Er war einfach zu diagnostizieren und mit Antibiotika ebenso einfach zu heilen. Die Zeiten scheinen vorbei zu sein. Denn Neisseria gonorrhoeae ist ein echtes Cleverle unter den Bakterien, daβ die Fähigkeit entwickelt hat, allen Antibiotika die ihm in den Weg geworfen wurden, zu widerstehen. Nie zuvor haben die Chartermaschinen voller Sextouristen die Bezeichnung „Tripper Bomber“ mehr verdient als jetzt und in naher Zukunft, denn eine neue wirksame Medizin ist nicht vorhanden. Das ist wohl in doppelter Hinsicht das Ende der Stange.

Die Situation in „Amazing Thailand“ – Ferien mit Bakterien

Leider auch keine Lösung

Nun habe ich das Previleg in einem Apartmentkomplex zu wohnen, der sich wegen günstiger Miete und zentraler Lage in den letzten Jahren zu einer Art Schwesternwohnheim für junge Frauen mit Penetrationshintergrund entwickelt hat. Ich habe kein Problem damit, da die Mädels nicht zuhause arbeiten und etwa den Hausflur zum Kontakthof umfunktionieren. Im Gegenteil, meine Nachbarinnen feiern aussschlieβlich in den Clubs und Hoteldiscos, stören sich nicht daran, wenn ich laut Musik höre und sind stets zurückhaltend und freundlich. Denen fehlt jeglicher Sinn für Laubharker- und Jägerzaunmentalität, oder gar den in Deutschland so beliebten Tratsch im Treppenhaus.

Die Location hat auch durchaus einen unterhaltsamen Wert, wenn ich abends mit den Kumpels bei einer verträumten Hopfenknolle zum 18 Uhr Schaulaufen vor dem Haus sitze, wenn sich Mireille Gonorrhoe und Simone de Boulevard zur Nachtschicht begeben. Ladyboys, die in Pömps in Geigenkastengröβe versuchen nicht im Asphalt zu versinken, testosteronbesoffene Kampfhundlesben mit Elvis Frisur, 17-jährige Landeier, denen der erste Stringtanga dieses Saure-Gurken Lächeln ins Antlitz zaubert und 40-jährige Latex Luder die an Mortadella im Laden von Luiggi Gorgonzola erinnern. Alles unter der Rubrik: Thailand got Talent!

Gonokokken – Das Nudel-Curry der besonderen Art

Einige meiner Nachbarinnen sind schon so lange im Hohlraumverleih tätig, daβ man annehmen könnte, sie besitzen die Fähigkeit  Geschlechtkrankheiten  bereits am Geschmack erkennen zu können. Dennoch müssen auch hier die professionellen Horizontialhostessen einmal pro Monat zum Fugenkieker, um eine Unbedenklichkeitbescheinigung  ihrer Arbeitsflächen zu erhalten. In Deutschland nannte man die früher Bockschein, weil man zur Inspektion des „Love Tunnels“ auf den Bock (Gynäkologenstuhl) muβte. Ob die Dinger inzwischen von IKEA hergestellt werden und unter bezeichnenden Namen wie „Lasse Einström“ feilgeboten werden, entzieht sich meiner Kenntnis.

Korrupt bis in die Knochen

Die unter chronischer skrotaler Kernschmelze leidenden Freizeithemden und Funktionsjackenträger vom Planet Tchibo, die Ballonseiden Bernie’s, Polunder Pauli‘s und solche von denen Mutti glaubt, mein Mann ist Heimschläfer, seien vorgewarnt! Denn anders als in den Gesundheitsämtern und Krankenhäusern in Deutschland, ist das gesamte Gesundheitswesen in Thailand in erster Line eins: korrupt und zwar buchstäblich bis in die Knochen!

Daβ staatliche und private Krankenhäuser 100.000 und mehr Flaschen Hustensyrup an Hobbychemiker verscherbeln, die den Inhalt in Amphetamin Tabletten umwandeln, ist keine Seltenheit und wundert hier niemanden mehr. Man munkelt, daβ sogar ein ehemaliger Gesundheitsminister Aktien in dem Geschäft hat.

Eine ganze Nation permanent auf Pille

Thais schlucken täglich beidhändig Medikamente, wie andernorts fettleibige Blagen die bunten Smarties auf dem Kindergeburtstag. Wer hier nach einer ärztlichen Untersuchung nicht mit einer Tüte bunter Pillen nachhause kommt, wechselt den Doktor. Auβerdem sind alle Antibiotika in den Apotheken frei verkäuflich. Ergebnis: Es macht ein paar Leute reich und gleichzeitig Viren und Bakterien konstant resistenter, was zu noch mehr Medikamentenkonsum führt. Dabei sind die Antibiotika, die unbewußt  über die Lebensmittelkette konsumiert werden, noch nicht einmal berücksichtigt. Hühner- und Schweinefleisch werden von Thais nahezu täglich verzehrt. Positiver Effekt: es hilft gegen Überbevölkerung. Da soll nochmal einer behaupten, die Dummen sterben nie aus…

Laut Dr. Praphon Tangsrikiatkul, stellvertretender Generaldirektor des Department of Medical Services (DMS), konsumieren Thais pro Tag im Durchschnitt 128 Millionen Medizin Tabletten. Das sind fast zwei Pillen vom Säugling bis zum Greis!

Er sagte, ein Drittel der Bevölkerung kauft die Medikamente aufgrund eigener Diagnose, Werbung oder Beratung von Freunden oder Verwandten.

„Etwa zwei Drittel nutzten die Medikamente auf Anraten medizinischen Personals wie Ärzte oder Apotheker“, sagte Praphon.

Ein Skandal ohne Gleichen: 

Die  Bargirls der Soi Cowboy und Patpong werden  aus Profitgier zu Verteilerdosen gemacht

und die Alternative heiβt: mit tropfendem Rüssel gen Himmel?

Kürzlich haben mir drei meiner Nachbarinnen, unabhängig voneinander die gleiche Geschichte erzählt: Bei den letzten Pussy-Checks, die nur selten von einem Arzt durchgeführt werden, wurde den Social Bettworkers jedes Mal eröffnet, sie hätten Vaginen wie Kräutergärten, die in etwa die gesamte Fauna und Flora Süd-Ost Asiens beherbergen. Daher müβten sie unbeding die frei vergebenen zwei Dutzend Antibiotika Tabletten schlucken, um den Schein zu erhalten, ohne dessen Vorlage sie in keinem Club oder Massage Parlour arbeiten können. Obendrein müssen sie den Clubs eine Strafe von 400 Baht zahlen. Mit dem Preis von 700 Baht für die Pillen, kommt das für die meisten Thais schon einer Investition gleich, die wohlüberlegt sein will.

Nun ist die eine Chromepole Molesterin so häβlich, daβ sie weder einen Freund hat und schon seit dem letzten Militärputsch von keinem Freier mehr zur Horizontalpolka eingeladen wurde. Ihre Kollegin hatte bereits seit fünf Wochen, also bereits vor der letzten Untersuchung, keine Innenaufnahme mehr zu verzeichnen. Sie haben lediglich im Zielgruppenröckchen ohne Schlübber auf der Bühne den Begattungswalzer dargeboten. Das macht stutzig. Wo sollten sie sich also Viren und Bakterien eingefangen haben, die Rüsselseuche und Lochfraß verursachen? Keine von ihnen hatte die üblichen Symptome von Juckreiz, Ausfluβ, oder gar bemerkt, es rieche im Süden wie der Amazonas in seiner Mundhöhle. Die Mädels entschlossen sich dazu in einem der renommierten Krankenhäuser, vor Einnahme der Medikamente, einen zweiten Check machen zu lassen. Ergebnis nach Untersuchung und intensiver Laboranalyse: alle waren kerngesund! Eine Befragung unter Kollginnen ergab, daβ mindestens 10 andere Bargirls die gleichen Befunde bei der staatlichen Untersuchung erhalten haben. Der finanzielle Verlust der Bargirls betrug pro Doppelcheck soviel wie 2 ½ genitale Zapfenstreiche mit einem Freier.

Seit zig Jahren versuchen ältere Herren in bunten Röckchen vergeblich die Latex-firewall Bastion zu stürmen

Warum werden die working girls mit Antibiotika gefüttert?

Die Vergabe der vom Staat ursprünglich als Beitrag zur Volksgesundheit gekauften Medikamente in den Pussy-TÜV Stationen, landet in den Händen von unterbezahlten medizinischen Hilfskräften und skrupellosen Medizinern. Für jeden Pharma-Vertreter ist das wie Preisangeln im Aquarium. Je mehr Medikamente geordert werden, desto gröβer die Provision, von der ein ansehnlicher Teil in den Taschen Distributoren landet.

Das letzte Gleitmittel auf dem Pilgerpfad der Viren und Bakterien, ist die wirtschaftliche Situation der Bargirls. Solange die Isan-Pimps auf pünkliche Bezahlung ihrer Rechnungen bestehen, kann kaum ein Girl dem Angebot eines Freiers widerstehen, wenn er darauf besteht barfuß einzusteigen.

Das eigentliche Problem sind die Freier

Daβ ein 69-jähriger Lustgreis kurz vor der Zielgeraden nocheinmal auf einer 17-jährigen lutschfesten Unterlage nächtigen will, ist zwar moralisch fragwürdig, aber auch irgendwie nachvollziehbar, wenn man ein ausgedehntes Verhältnis zu Toleranz hat. Gefährlich wird es, wenn der heiβe Greis glaubt, er hätte sowieso nichts mehr zu verlieren und es ihm egal ist, ob ihn Aids, Gonorrhoe, eine unachtsam entsorgte Bananenschale, oder ein letzter Ausflug mit Wonnegrunzen vom Uterus in die Urne befördert.

Wer sich jedoch nicht unbedingt als Freiwilliger zu einem Feldversuch in Massenkeimhaltung berufen fühlt, dem sei mehr denn je empfohlen, nicht ohne die Pattaya Turnierpackung Alimenteblocker in den Ring zu steigen. Es ist schon besser, wenn man der 17-jährigen Landfrau erklärt: „Für mich ist es auch das erste Mal, schau her- er ist noch in Plastik eingeschweist!“

Und hier noch ein kleiner Tipp:

Bangcock: Was zum Teufel macht Jesus im Puff der Soi Cowboy?

Posted in Kultur & Moral, Neues aus Wahnsiristan, Thailand with tags , , , , , , , , , , , on Mai 31, 2011 by pheneas

country icon Wenn Yum am Freitagabend mit dem Bus zur Arbeit in einem der grössten Puffs in Bangkoks Soi Cowboy unterwegs ist, ist sie immer leicht genervt. Sie weiss schon jetzt was sie erwartet: neben den 150 Mädels die sich  in der „Bar“ als professionelle Chromepole Molester geben, kommen am Wochenende noch die 20 bis 30 Coyote Girls hinzu, um der Stammbesatzung Konkurrenz zu machen. Da Yum mit 36 Jahren eigentlich schon weit über dem Verfalldatum ihres Gewerbes liegt, und dazu nicht unbedingt zu den attraktivsten Vaginalfachverkäuferinnen des Ladens zählt, stehen ihre Chancen auf eine Barfine, plus Begattungsgebühr von einem der freiwilligen Pfizer-Probanden aus dem Westen, bei nahe Null.

 Freitags trudeln hier nicht nur die Touristen-Freier ein, es kommen auch die Auslands-Geschäftsleute, weil das der letzte Tag der Woche ist, an dem sie zuhause erzählen können,  sie waren  bis zwei Uhr morgens bei einem dieser langweiligen Geschäftsessen, während sie sich in einem Stundenhotel von einem der Bargirls den Schaft beschnattern liessen. Aber eben von einem Girlie unter 20!

I.N.R.I. jetzt auch am Schwebebalken?

 Doch wie aus heiterem Himmel (auf die Formulierung freute ich mich schon seit dem ersten Absatz), tauchen plötzlich drei mittelalterliche Damen auf. Pausbäckige Hausfrauen in knielangen Faltenröcken (passend zum Gesicht), von denen die Mädchen zuerst glaubten, sie suchen nach ihren Ehemännern. Aber die Damen aus einer anderen Welt, gaben sich als amerikanische Jesusgreifer aus dem berüchtigten Bible Belt zu erkennen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unter den Zeugen Tequilas verlorene Seelen direkt von der Stange zu kaufen.

 Zunächst spendierten sie denen, die sie nach eigener Aussage, schon  von der Körpersprache her als berufsbedingt „deprimiert“ erkannt hatten, einige Drinks (60 Baht pro Drink gehen davon an die Girls), bevor die Kampfchristen, versiert im Smalltalk, genügend Deprimierte um sich gescharrt hatten, um die Katze aus dem Sack zu lassen: Sie boten dem Pulk der inzwischen auf ein Dutzend angeschwollenen trinkfreudigen Kopulationshilfen an, ihre Barfine zu bezahlen, um sie im Konferenzzimmer eines nahen Hotels zu einer Gesprächsrunde über Jesus einzuladen. Erstens sei es dafür in der Bar ja wohl zu laut, und zweitens hatten die Weihwasserforellen wohl auch Muffe, den Puff unter den wachsamen Augen der Mamasan zur Praystation umzuwandeln. Zumindest für Yum war die Nummer ein Geschenk des Himmels, wenngleich sie wohl kaum etwas Neues von Bischof Mixa, oder dem Kreuzsplitter-Tycoon Papa Ratzi erfahren würde.

Angebot und Nachfrage

 Die Veranstaltung der amerikanischen „Vietkan“ (Vietcong/Vatikan) war dem Konzept der Heizdeckenverkäufer, Butterfahrten-Animateure und Timeshare-Taliban abgekupfert. Doch hier wurden weder Heiligenbildchen, Plastik Jesus Figuren mit magnetischem Hintern für’s Armaturenbrett, oder gar die bei Kindern so beliebten INRI-Sets (Drei Nägel – zwei Balken – ein Hammer) verkauft. Man versuchte lediglich, im immer vertraulicher werdenden Gespräch, das Brot, bzw.  das Eis zu brechen.

 Während die gesamte Mannschaft eben noch im Puff, zwischen den Dreierreihen der Jupp’s mit der Latte gestanden hat, erregten sich in Hoffnung auf den ersehnten Saulus-Paulus-Effekt nun noch mehr aufgetauchte Getaufte im Gespräch mit Prostituierten, von denen nur drei Englisch Sprachen. Dabei ging es, bei Weihnachtsgebäck und Softdrinks, um einen Typen der vor mehr als 2000 Jahren unfreiwillig gestorben ist, und dann doch wieder nicht tot war. Immerhin beweist das Getränkeangebot, es war wiedermal gelungen, Wein zu Wasser zu machen, obwohl den Girls ein zünftiges Gelage mit Sang Som, Isan-Karaoke und Lao-Dancing wohl lieber gewesen wäre. Vielleicht überdenken die Kanzelkasper und Religionsanbieter ihre Strategie ja nochmal. Yum war jedenfalls zufrieden! Sie hatte früh Feierabend, eine Barfine drei 60 Baht Coupons für Drinks und dafür bedankte sie sich wie immer vor ihrem Hausaltar kniend bei Buddha…

Einen kleinen Haken hat die Sache dennoch. Würden alle Nutten Bangkoks als Alternative ihre Seele wie im Film „Crossroads“ dem Teufel verkaufen, weil der garantiert die besseren Partys schmeiβt, gäbe es in der Stadt mehr Nummer 1 Gitarristen als Postzusteller in Hamburg!

 Nachdem nun also Südamerika komplett zwangsmissioniert wurde, auf jeder polynesischen Insel mindestens ein halbes Dutzend Glockendisco’s stehen, für Missionare in den meisten Ländern Afrikas kaum mehr als eine Tracht Prügel zu erwarten ist, treiben die Namensgeber der verbreitetsten Stellung aller Sexualpraktiken nun ihr Unwesen in den Puffs buddhistischer Länder. Wenn das OK ist, warum dann nicht auch eine Moschee in Disneyland, oder Minarette in direkter Nachbarschaft vom Pentagon?

 Ob der in Thailand angepeilte Bekehrungseffekt mit Erklärungen wie: Christentum ist wie Buddhismus, leider eben auch steuerpflichtig, zu befeuern ist, darf gern bezweifelt werden. Wie wär’s mit diesem Argument, nur für den Fall, dass unter Prostituierten Vorbehalte gegen ältere Herren in Frauengewändern mit rauchenden Handtäschchen bestehen: Jesuiten Pater unterscheiden sich lediglich durch die Kutten von anderen kinderlieben Touristen in Thailand und Kambodscha!

 Zu den prominentesten Jesus-Freaks, die hier die Missionarsstellung halten, gehört eine Truppe der Pentecostals (Pfingstler) Assemblies of Canada, die das gedruckte der Bibel als Fakten akzeptieren und somit „EVOLUTION“ im besten Fall für einen Beatles Titel halten.

Familie McIntosh, Bangkoks Stadthalter der Pentecostal Assemblies of Canada …wären die doch bloss bei der traditionellen Bonbonproduktion geblieben

Was diese Altarkomiker von anderen evangelischen Christen unterscheidet ist der Glaube, dass der Heilige Geist die Seele eines Menschen nach der Taufe besitzt. Apropos Besitz- wenn Geld der Urspung allen Übels ist, warum betteln die einen dann immer darum an? Um im umworbenen Markt mit den Seelen aber auch gegen erprobte Marketingstrategien von Cyber-Sex-Gurus, Voodo-Priestern, Bohmos und Investment Bankern bestehen zu können, reicht das wohl heute zum Seelenfang nicht mehr aus. Da muss einfach mehr Zauber her! Deshalb verspricht man den Anhängern, daß nach ein paar Tröpfchen geweihten Wassers aufs Grosshirn, als im Klingelbeutelpreis enthaltene Dreingabe, auch noch die Fähigkeit urplötzlich in anderen Sprachen zu kommunizieren, Prophezeiungen, Wunderheilungen und sichtbare Zeichen von Gott zum Angebot gehören. (Klingt für mich irgendwie mehr nach „Obstler“ als Pfingstler).

 Zu der Sekte gehört auch noch eine NGO (Nightlight), die in ihrem Februar Newsletter folgendes abliefert:

„Bei Aye, bei der man Lungenkrebs diagnostiziert hat,

wurde nach Gebeten ihre Diagnose auf Asthma geändert.”

Und damit versucht man nun Bauernmädchen mit 4 Jahren Schulbildung zum Konvertieren zu bewegen.

Oh Herr, läßt du es nun endlich Hirn regnen?

Wenn das so weiter geht, freue ich mich schon auf die Schlagzeile:

Irische Priester beim Kleidertausch mit Katoeys in Patpong erwischt.

P.S.

…und kann mir bitte endlich mal jemand erklären, warum die Mormonen-Missionare (Steckbrief: weisses Hemd, blaue Hose, Namensschild, Bibel unterm Arm und Fahrradklammer) immer so aussehen als hätten ihre Mütter was mit Theo Lingen gehabt?