Sino/Thai connection- man schlängelt sich so durch…

Wer kennt sie nicht, die lustige Geschichte aus dem größten Märchenbuch aller Zeiten? Handlung: Eine Frau lässt sich, trotz eindringlicher Warnung ihres Vermieters, von einer Schlange verbindliche Ernährungsvorschriften geben und fliegt daraufhin mitsamt ihrem Liebhaber aus der angemieteten Immobilie. Da kann man schon sauer werden, aber wer trägt die Schuld, wenn der Vermieter über erstklassige Verbindung nach ganz oben verfügt? Natürlich,- das Reptil!

„Adolf, hau wech den Appel! Es gibt gleich noch Schildkröte, Haifischflossen, Pangolin, ’ne Priese Nashorn und Pudding!“

Abgesehen von ein paar Naturvölkern, die bekanntlich mit Märchenbüchern ohnehin nix am Hut haben (solange keine Missionare auftauchen), sind es die Chinesen, die sich an den züngelnden, beinlosen Ratgebern für den zuvor erwähnten Rausschmiss rächen.

Als hilfreiche Spießgesellen erweisen sich thailändische Restaurantbesitzer, zu deren Tradition es gehört aus Scheiße Geld zu machen.

Wenn aus: „Cobra übernehmen Sie“ plötzlich „Wir nehmen die Cobra“ wird…

Hier gibt es Futterstuben, die man besser wenigstens mit zartem Schwanken betritt, bevor man die Speisekarte studiert. Denn in puncto Dangerfood, hat die gemeine Kobra (Lateinischer Name: Naja) unter Chinesen inzwischen Kugelfisch, Skorpione, miese Muscheln und in Altöl frittierte Nachmitternachts-Chickenwings abgelöst. Hunger treibt’s rein, Johnny Walker schiebt’s runter und der Geiz behält’s drin.

Aber Schlangengöttin sei dank, hat die glorreiche Thai Polizei dem Verzehr bedrohter Arten einen Riegel vorgeschoben. Nicht weniger als 20 Polizisten (die Masse macht‘s) und Vertreter der Wildlife Protection Authorities, führten in Bangkok‘s „Luang Toto“ Restaurant eine Razzia durch, wo sie im Erdgeschoss einen Tisch mit einer zum Verzehr bereiteten Kobra vorfanden, um den sich ein paar hungrige Kunden geschart hatten.

Im Obergeschoss fanden sie weitere gefährdete Schlangenarten und andere Kreaturen in Gläsern, die Chinesen gerne für verschiedene imaginäre „gesundheitliche Probleme“ essen. Genaugenommen geht es dabei eher darum, den im Schlafzimmer üblichen Spruch „ich bin zu müde“ gegen ein „hoch den Kittel, rein den Diddel“ ersetzen zu können. Weitere leckere Kobras wurden in anderen Teilen des Restaurants auf der zweiten und dritten Etage gefunden.

Es gab sogar eine Pangolin-Leiche, die zum Schlachten vorbereitet war und hinter dem „Restaurant“ gab es mehrere Teiche mit lebenden Tieren, unter anderem Seeschildkröten. Für frische Haifischflossen waren diese jedoch offensichtlich zu klein. Wenn die mehr Platz hätten, würden die wahrscheinlich für japanische Kunden auch Wal in Gelee anbieten.

Verehrte Gäste, Kobra steht leider nicht mehr auf der Menükarte unseres Restaurants, aber es gibt jede Menge Alternativen:

 

Essen auf Rädern war Gestern. In Thailand übernimmt das „YourTube“

Mehr zu Kobras findet Ihr hier

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