Thailand- die ganze Nation ist eine einzige Geisterbahn

Die Frau meines Freundes Micky Wolf, schreibt unter dem FB Namen Boese Wölfin Geschichten, unter der Rubrik „Neues aus der Geisterbahn“. Darin beschreibt sie ihre Erlebnisse mit Spacken, nervenden Veganer Gören, die beim Ruf zur Ordnung plötzlich nicht mehr auf den wohlklingenden Namen Sven Oliver reagieren wollen und Telefontrompetern, auf dem Weg zur Arbeit in der Hamburger S-Bahn.

Liebe Boese Wölfin, das klingt für mich ja fast nach einem Paradies, denn ich lebe in einem Land, dass eine komplette 24/7/365 Geisterbahn ist. Hier ein paar aktuelle Beispiele davon, was inspirierende, bunte und bewusstseinserweiternde Erfahrungen aus der wunderbaren Welt der Betäubungsmittel, Alkohol, Geldgier, Spiritismus und missinterpretierten Buddhismus so anrichten können:

Unter dem verwirrenden Slogan: “There’s nothing under the sky that Thai police cannot do,” erweist sich die Thai Polizei als nutzlos, wenn es darum geht, betrügerische Äbte in Klöstern zu verhaften, während viele Morde und andere Verbrechen, unaufgeklärt bleiben. Endlich scheinen die Boys in Brown einen Aufgabenbereich gefunden zu haben, der ihren Fähigkeiten entspricht: sie beschützen den vom Spiritismus besoffenen Furchenadel im Osten des Landes vor Geistern. Also wenn das kein upgrade in Richtung Thailand 4.0 ist, was dann?

In der verträumten Amnat Charoen Provinz wurde eine Polizeieinheit abgestellt, um die einfältigsten aller Kevins vor einem weiblichen Geist (phi pop) zu beschützen, der seit Monaten die Reiswein Enthusiasten terrorisiert. Bisherige Jagdstrecke von Frau Pop: vier tote Kühe und vier erkrankte Mitglieder der Grenzwachen. Das gibt dem Begriff „Borderliner“ eine völlig neue Bedeutung.

Die Dorf-Häuptlinge schrieben einen Brief an den Polizeichef, weil die Bevölkerung in Angst und Schrecken vor Frau Sensenmann lebt. Also bat man um Polizei Patrouillen, damit keine Panik aufkommt und die Bewohner wieder friedlich, bei Sato und Betelnuss kauend vor sich hindämmern können. Der Ober-Cop gab in einem Telefoninterview bekannt, dass zusätzlich noch buddhistische Zeremonien veranstaltet wurden. Er gab dann sogar noch einen Einblick in den aktuellen Stand der Evolution innerhalb seiner Gemeinde indem er sagte: „es gibt hier mehr Leute die an Geister glauben, als Leute die es nicht tun.“ Die Gegend muss eine Hochburg, bevölkert mit Opfern von Enkeltrickbetrügern, sein.

Nun, in vielen kühleren Gefilden gibt es Leute die glauben, dass jemand von einer Jungfrau geboren, auf Roadshows übers Wasser wandelte, das danach zu Wein wurde und 33 Jahre später für seine Houdini Nummern heftig ans Kreuz genagelt wurde, woraufhin er starb, um sich ein paar Wochen später mit dem Kai aus der Kiste Trick endgültig zu verabschieden. Natürlich muss man das glauben, denn wer von uns hat nicht so einen Entertainer im Bekanntenkreis?

Landesweit sollen in Hokuspokustan über 20 Geister ihr Unwesen treiben. Die Devise scheint zu lauten; wer nicht genügend Terroristen hat, der besorgt sich welche aus der Twilight Zone.

Frau Pop war ursprünglich die Hauptdarstellerin in einer Filmserie, die unter dem Namen „Baan Phi Pop“ Einzug in die Gemüter von anfälligen Einfältigen hielt. Auch Fuß Fetischisten kommen im Land des unbegründeten Lächelns nicht ohne eigenen Geist aus, den kann man sogar getrost als echten Leckerbissen bezeichnen. Phi Poang Khang heißt der Bengel, der sich in Gestalt eines schwarzen Affen im Dschungel herumtreibt und am großen Zeh von Leuten lutscht, die im Tropenwald schlafen. Von dem Zeug, was angeblich Betroffene rauchen, würde ich die Finger lassen.

Und der gespenstischste aller Geister ist Phi Kra-sue. Die Dame wird von Vernebelten als „beautiful woman“ beschrieben, die sich in lange Gewänder hüllt, damit man nicht sieht, dass sie die Mutter aller Damen ohne Unterleib ist. Augenzeugen berichten, dass ihre inneren Organe und das Gedärm direkt aus dem Kopf heraushängen. Aber es ist vielleicht wie schon Lentulus Batiatus im Film „Spartacus“ bei der Ausbildung von Gladiatoren sagte: „Ein starker Körper mit einem schwachen Gehirn ist so sinnlos wie das Leben an sich.“ Ich glaube das erst, wenn sich bei mir, im Körper eines alten Mannes, ein spontaner Eisprung ereignet. Bisher fand die Selbstbestäubung lediglich auf meinem Schreibtisch statt.

Ich habe in eiskalten Nächten auf der offenen Brücke an Bord eines Schiffs der Marine auf der Ostsee darüber nachgedacht, einen Trick zu finden, wie ich aus der Nummer herauskomme, um mich in einem warmen Krankenhausbett zu erholen. Hat nicht geklappt. Dabei wäre es so einfach gewesen. Ich hätte lediglich in meinen Wachbericht schreiben sollen, ich habe vor Bornholm beobachtet wie, spärlich bekleidete weibliche Geister über das Wasser tanzen. Die hätten mich in eine Psycho-Klinik eingewiesen, noch bevor die Tinte trocken ist…

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4 Antworten to “Thailand- die ganze Nation ist eine einzige Geisterbahn”

  1. > „es gibt hier mehr Leute die an Geister glauben, als Leute die es nicht tun.“

    Gibt es in Thailand Leute, die nicht an Geister glauben?

    Vor jedem Haus steht ein Geisterhäuschen, um die auf dem Grundstück lebenden Unsichtbaren gnädig zu stimmen. Das Geisterhäuschen sollte prächtiger aussehen als das den Menschen zugedachte Bauwerk, damit bei den Geistern kein Neid aufkommt.

    Jedes Dorf hat mindesten einen Mönch, der magische Dinge herstellen kann und auch die Lottozahlen vorhersagt. Außerdem gibt es den Dorfschamanen, der bei jeder Geisterzeremonie (Hauseinweihung, etc.) als Mittler zwischen dem anwesenden Jünger Buddhas und den Geistern dient.

    Unterwegs auf den Straßen sieht man immer wieder Anhäufungen von kleinen Geisterhäuschen und Minitempeln. Hier hat es wohl mal einen schweren Unfall gegeben. Nun sieht sich jeder Fahrer dazu angeregt, im Vorbeifahren die Hände vom Steuer zu nehmen um einen intensiven Wai zu den dort lebenden Geistern zu senden und als Lohn auf Glück zu hoffen. Alternativ kann auch 2 Mal gehupt werden.

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  2. Ist doch verständlich, dass die Einheimischen vor diesen Bee-Bops Angst haben :-))

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    • Ich hoffe der Generalmoralhueter sieht das nicht. wie die kleine aufreizend die Hueften bewegt hat nix mit „Thainess“ zu tun.

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      • Das ist wohl wahr.
        Es waren definitiv weniger als 9 Hüftschwünge (total verboten), aber mehr als 3 (gerade so erlaubt). Da ist wohl die Einweisung in ein „attitude correction camp“ erforderlich.

        Was soll man von einem Volk erwarten, wenn der tägliche Wahnsinn von oben vorgegeben wird?

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