Korruption als Touristenattraktion? Ja mei, wenn’s Geld bringt…

Ausser der in den Medien als “Vollzeitstattfinderin” bekannten Ministerin für Sport und Tourismus, ist inzwischen selbst dem letzten Tuc Tuc Fahrer bekannt, dass es mit dem Thai-Tourismus nicht zum Besten steht. Derweil erweckt die wöchentliche Propaganda der Tourismusbehörde (TAT), mit ständig wachsenden Ankunftszahlen den Eindruck, sie sei einer Azubi-Anleitung für „Makler Prosa“ entnommen. Die Dame, die ihren Job familiären Verbindungen verdankt, machte nicht erst in jüngster Vergangenheit mit bemitleidungswürdigen Ideen, das Blatt zu wenden, auf sich aufmerksam. Zuerst versuchte sie vergeblich an falscher Adresse (in den USA und nicht in Japan) ein spezielles Pokémon Programm für Touristenziele zu erwerben. Danach hat sie in Manier eines Meteoriten der Innovationslosigkeit die hanebüchene Idee propagiert, Nestlé dazu zu bewegen Durian KitKat zu produzieren, weil sie meinte dadurch würden Thailandbesucher pro Kopf 10% mehr Geld im Land lassen. Ihr letzter Stunt war: „let’s lure muslims“ (lasst uns Muslime anlocken). Ihr scheint entgangen zu sein, dass Besucher aus dem Mittleren Osten (Iran, Irak, Oman, Jordanien) mit skrotaler Kernschmelze und einjährigem Nachholbedarf in der Disziplin Komasaufen, zu den Problemgästen in Pattaya gehören.

Aber wie sagt man so schön? Es gibt keine Probleme,- es gibt nur zu wenige Lösungen. Mein Tipp an die Dame: vielleicht lohnt es sich, ab und zu mal einen Blick über die Stratosphäre des Planeten Thailand zu werfen. Sie könnte in Mexico City eine optimale Lösung finden.

In Mexiko Stadt ist Korruption zu einer Touristenattraktion geworden. In einem umgebauten ehemaligen Schulbus chauffiert das Unternehmen Corruptour Urlauber und andere Interessierte durch die Straßen der Hauptstadt und zeigt ihnen statt historischer Plätze und Kirchen Symbole der Bestechung und Bestechlichkeit, darunter das Büro des Generalstaatsanwaltes und die „Casa Blanca“, das Haus der früheren Schauspielerin und First Lady der Nation, Angélica Rivera.

corruptour

Thailand hat als eines der korruptesten Länder der Welt (Platz 83 von 154 Ländern/ Source: World audit.org) Potential die Nummer zu toppen und kann 1 bis 2 wöchige Themenreisen durch das ganze Land anbieten. Übernachtungsstopps in Golf-Hotel Resorts, in denen die Offiziellen gern ihre Komitee Sitzungen abhalten, böten einen zusätzlichen Anreiz.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Sicherheit für die Teilnehmer einer solchen Tour. Während Reisebusse und überladene Mini-Vans mit abgefahrenen Reifen sich zu echten Todesfallen für Touristen entwickelt haben, würde sich kaum ein Fahrer trauen mit überhohter Geschwindigkeit durch die Landschaft zu brausen, wenn ihm stets ein Wagen mit Polizei und Militär folgt, um zu vermeiden, dass er vor dem falschen Haus anhält.

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4 Antworten to “Korruption als Touristenattraktion? Ja mei, wenn’s Geld bringt…”

  1. Die TTT, Thai-Tourismus-Tussi, bemerkte offenbar nicht, das die hochgelobten KitKat nicht in Thailand, sondern in Malaysia fabriziert werden. Das könnte man leicht ändern, indem der General Nestlé übernimmt.

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  2. Hallo Pheneas! Du alter Pharisäer… wagt er es doch, Worte gegen die allgegenwärtige TAT zu finden und zu richten! Auf das dich das Schicksal Kim Jong Uns Halbbruder ereile… Alternativ auch das von Otto Warmbier- geht auch- aber nur zur Not.
    Es tritt genau das ein, was alle vorausgesagt haben- die Preise in TH sind mittlerweile alles andere als günstig, die Währungen der auch so umbuhlten Devisenbringer sind nichts mehr Wert, mehr Chinesen gehen auch nicht, und zu guter Letzt untersagt man den Teutonen auch noch den Sonnenschirm am Strand- begründet damit, Mafiastrukturen aufzubrechen; Allgegenwärtige Schießereien und Taschendiebstähle, Verkehrskontrollen in den Tourigebieten- so langsam hat auch der letzte verstanden, das man hier nicht willkommen ist. Jedenfalls macht man genau da alles für. Tja- mach den fetten Jahren folgen nun – naaa, 3x darf man raten… Ausgerechnet dann noch mit immer weiter steigenden Tourizahlen zu protzen- Puhhhh. Glaube mir- sie müssen erst ganz tief unten ankommen, bis man da mal was merkt…. schade für die vielen kleinen Existenzen, die dabei draufgehen.
    BTW: nächstes Mal Thailand bin ich dir noch nen Bier schuldig…

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