Heisse Luft aus der Thai Gourmetküche

Darüber, was man in Asien- und besonders in Thailand- für Gaumenkitzler hält, habe ich ja schon vor Jahren ausgiebig berichtet.

Als ich am späten Nachmittag ausgerechnet vom Lebensmitteleinkauf zurückkam (ich koche selbst, weil ich gern weiß, was in der Mahlzeit enthalten ist), schlenderte eine mittelalterliche Frau durch mein Apartmentgebäude, um überall Handzettel an die Fahrstuhltüren zu kleben. Abgesehen von ihrer Erscheinung, die den Eindruck erweckte, ein Wochenende mit ihr sei der erste Preis beim Dosenwerfen auf einem Isan Erntedankfest gewesen, kann sie bei der Auswahl des Unternehmens, für das sie arbeitet, auch nicht als die hellste fliegenumwobene Glühbirne in einer Hinterhofgarküche bezeichnet werden. Da stellt sich die Frage: wie wird man eigentlich:

UNQUALIFIED FOR UNSKILLED LABOUR?

Wer würde sich schon dafür hergeben, seine Flipflops durch den triefenden Regen zu schlurfen, um ausgerechnet ausländische Geschmacks-Analphabeten davon abzuhalten, ihr Dinner lieber bei Pizza Hut, KFC, Mc Donalds, oder beim Japaner um die Ecke (Verkaufs-Slogan- Mushi, Mushi we sell Sushi) per Mopedkurier zu ordern, wenn man mit so einem Handzettel auf Kundenfang geht?

Jetzt stinkts hier aber heftig

Jetzt stinkts hier aber gewaltig

Ich frage mich seitdem, ob vielleicht „Feuchter Furz á la Baygonaise” zu den Spezialitäten des Hauses gehören… Das könnte eventuell sogar ein Verkaufsschlager werden, als Selbstverteidigung gegen Malaria, Dengue und Zika, die derzeit in Thailand Einzug halten.

Solange jedoch die Eigenabwehr nicht erwiesen ist, denke ich, aufgeputscht durch das Angebot derlei Schlemmereien, ließe sich bestenfalls ein Primat mit Down Syndrom von der Thai Cuisine überzeugen.

Mahlzeit allerseits!

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Eine Antwort to “Heisse Luft aus der Thai Gourmetküche”

  1. Essen gehen in Thailand wird immer mehr zum Abenteuer – damit meine ich die thailändische Küche. Wenn wir tagsüber in Chiang Mai unterwegs sind, schlägt natürlich irgendwann der Hunger zu. Kein Problem, an jeder Ecke und auch zwischendurch stehen kleine Garküchen. Bei genauerem Hinsehen stellt man fest, dass sich auch hier die Einfalt gegen die Vielfalt durchgesetzt hat – Nudelsuppen bestimmen das Angebot. Verständlich, kann doch sowas vom größten Einfallspinsel zubereitet werden.
    Die einst so leckeren Suppen bestehen mittlerweile aus wenigen Nudeln, viel Wasser (keine Brühe), mit viel Glück etwas Suppenpulver und viel Glutamat. Dazu Fleisch- und Gemüsereste. Auf dem Tisch dann die übliche Batterie an Gewürzen, damit man überhaupt noch etwas Geschmack rein kommt. Satt wird man von soviel Wasser kaum, aber das Glutamat wirkt bei jedem, der dagegen empfindlich reagiert.
    Pad Thai oder Khao Pad bekommt man manchmal auch noch – erstaunlich wie es den Hobbyköchen gelingt, diese recht einfachen Gerichte zu versauen.
    Häufig landen wir dann in kleinen veganen Straßenrestaurants, außen mit dem roten เจ auf gelben Grund gekennzeichnet. Hier gibt es noch leckeres Essen, mangels Verwendung von Fleisch, Ei und Milch ist auch das Risiko einer bakteriellen Vergiftung gering.

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