OH MEIN BUDDHA! Deinen (geldscheinheiligen) Jüngern ist nichts heilig

Tunichtgut

Ich habe mich bei dieser Geschichte deren Thema nun schon vor ein paar Wochen erstmals publik wurde zurückgehalten, weil täglich neue Meldungen dazu erscheinen. Da ist wieder einmal Spiel ohne Grenzen angesagt. Alles unter dem Thai-Tempel Motto:

Das Leben ist ein Heidenspass- für wirklich Gläubige ist das nix!

Jemand sah sich beim Betrachten von Fotos des Dalai Lama einmal zu der Bemerkung veranlasst: „Wenn jemand den ganzen Tag lächelt, verkauft er wahrscheinlich etwas das nicht funktioniert.“ Ein erschreckend hoher Anteil unter Thailands Saffrankittel-Trägern lacht sich derweil beim Geldzählen in die Fäustchen. Ungeachtet der Tatsache, dass es den Scheinheiligen gar nicht erlaubt ist Geld zu berühren, geschweige denn Geschäfte zu betreiben, verhökern die hier alles, was durch ihren Segen zum Prädikat „Gut&Teuer&Gesegnet“ gelangt. Einige werden mit so vielen Drogen zum strafmindernden „Eigenbedarf“ erwischt, dass sie auch während der nächsten 12 Wiedergeburten „high as heaven“ bleiben könnten.

Andere betätigen sich als Pfandleiher und Loansharks. Sie verkaufen die nächsten Gewinnzahlen der Lotterie, dealen mit Elfenbein, auf „antik“ geschminkte Buddha Statuen und mit Amuletten, die vor Alzheimer, Messerstichen, Verkehrsunfällen und Korruptionsanklagen schützen sollen. Sie bemalen für Geldspenden den Himmel des neuen Benz, und Hauseingänge mit glücksbringenden Ornamenten, sie arbeiten als Tätowierer und Wahrsager. Mit anderen Worten:  sie dealen mit allem was nicht funktioniert, aber schnellen Reichtum beschert.

Im Gegenzug für diese unschätzbaren, wenngleich mit einem Preisschild versehenen, Dienste an die Menschheit, gewährt ihnen eine alles gläubige Gesellschaft jede Menge Privilegien, selbst wenn der Kuttenträger vor seiner Ordination wegen diverser Verbrechen von Ladendiebstahl bis Mord im Knast gesessen hat.

Ich kann mir nicht helfen, aber immer wenn mir einer von den Brüdern begegnet, erscheint ein ganz besonderes Bild vor meinem geistigen Auge:

MONKS-Heftzwecken

Das nenne ich einmal eine "segensreiche" Erfindung...

Das nenne ich einmal eine „segensreiche“ Erfindung…

In meinem Appartement-Komplex hat sich inzwischen die Zahl der streunenden Katzen auf 30 erhöht. Niemand unternimmt etwas dagegen. Irgendjemand sagte mir einmal, dass Katzen für Thais reinkarnierte Mönche sind. (Der lateinische Begriff Reinkarnation bedeutet „Wiederfleischwerdung“ oder „Wiederverkörperung“) und ist auch als Palingenese, oder im Volksmund als Wiedergeburt bekannt.

Wow! Wenn es denn so wäre, haben einige der Mönchlein am falschen Schalter gestanden und bei ihrem Ableben eine echte Scheißreise ins Nirvana gebucht. Sie wurden als Großkatzen im Wat Pha Luang Ta Bua Yanasampanno Tempel in Kanchanaburi reinkarniert.

Einer der letzten Skandale der Oragenhäutchen:

Mönche züchten, peinigen und schlachten Tiger im Tempel, der jahrelang unbehelligt unter „gebührenpflichtiger Aufsicht“ diverser Behörden als gewinnbringende „Touristen-Attraktion“ fungierte.

Eigentlich warte ich in Thailand nur noch darauf, aus dem Land geworfen zu werden, weil ich mich geweigert habe, in einer überfüllten U-Bahn den für vor dem Gesetz untergetauchten Kutten-Kallis reservierten Platz frei gemacht zu haben. Nun, auch Atheisten haben ihre moralischen Wertvorstellungen, denen sie treu sind. Liebe Thai, gewöhnt Euch langsam daran, dass Eure „Thainess“ in einer globalisierenden Welt nicht zwingend den Status Quo repräsentiert!

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