Man schlängelt sich so durch…

Ich saß vor vielen Jahren einmal genau an dieser Stelle am Phromthep Cape auf Phuket.

Phromthep-Cape-Phuket

Kopfhörer auf den Ohren und guter Dinge, um auf das Zischen zu warten , wenn die Sonne im Meer versinkt. Plötzlich schlich ein Thai auf mich zu und riss mich von der kleinen Sitzbank, die dort aufgestellt war. Zuerst glaubte ich: „Shit, der Bengel will an mein Geld“. Aber dann sprach er das Zauberwort „COBRA!“ und ich sah, dass ich genau neben diesem Viech saß, dass sich kaum 50 cm neben mir aus dem Gras erhoben hatte. Nun, eine unbedachte Bewegung von mir hätte vielleicht ein fatales Ende für mich bedeutet.

Schlangenkulte haben eine Jahrtausende alte Tradition und da wir uns das Leben und den Platz auf diesem Planeten mit diversen Kreaturen teilen müssen, bin ich nicht der Meinung man sollte alles ausrotten, was nicht zum Idyll einer Etagenwohnung passt (von Kakerlaken und Moskitos einmal abgesehen). Allerdings bin ich eher skeptisch, wenn die Bibel davon berichtet, dass sich eine Eva den Diätvorschriften einer Schlange unterworfen haben soll. Von Wegen: „los beiße in den Apfel!“

Kobra im Haus auf Phuket:

Auf-die-Knie

Hier in Hokuspokistan scheint man das ähnlich und gleichzeitig völlig anders zu sehen. In diesem Land gibt es wahrscheinlich mehr (giftige) Schlangen, als Angehörige der Spezies Homo Sapiens. Welche Frau gebärt schon bis zu 300 Nachkommen in ihrem Leben?

Ironischer Weise werden in dieser Gegend Leute wie unwertes Leben betrachtet, die nicht Candy Crush auf ihrem Handy in der U-Bahn spielen, aber Bein,- und hirnlose Kreaturen als Götter verehrt.

In einem Dorf in Nakhon Si Thammarat, im Süden Thailands gelegen, hat man kürzlich drei Kobras entdeckt, die immerhin zwischen 4 und 5 Meter Länge und ein Kampfgewicht von bis zu 25 Kg aufweisen konnten. Da muss man von Klitschko trainiert sein, um einem Biss auszuweichen.

Cobras

Die einflussreichsten unter den Dorfgarnelen behaupteten, dass das Erscheinen der Schlangen ein Werk der Geister war und man nun Kerzen und Räucherstäbchen anzünden müsse, um sie um Vergebung zu bitten dafür, dass man sie aus dem Dorf wieder in den Dschungel verbracht hat.

In einer anderen Gegend, Phayao, im Norden des Landes, fingen Menschen des 21ten Jahrhunderts an, einen 5 Meter langen Python anzubeten, der auf einer Wasserleitung auf Kunden wartete, weil sie glauben, das Schlängelchen beschützt ihr Dorf.

Python

Uthorn Wangruamkang, ein Gift-Extraktor auf einer Schlangenfarm sagte, dass wahrscheinlich Hunderte Schlangen in Thailand jedes Jahr getötet werden. Viele der tödlichsten Schlangenarten leben in der Region Bangkok.

Noch Fragen, warum ich lieber im 3ten Stockwerk wohne und mir eher einen Pitbull auf Meth halten würde?

Mehr dazu in Englisch hier: http://www.dailymail.co.uk/news/article-3202905/Huge-snake-lurking-just-metres-feet-Chinese-restaurant-workers-watch-takes-17-firefighters-remove-beast.html

und hier: https://www.thailandsnakes.com/venomous/front-fanged/king-cobra-largest-venomous-snake-in-world/

http://www.thaipulse.com/blog/thailand-snakes-faq/

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Eine Antwort to “Man schlängelt sich so durch…”

  1. Diese Schlangenanbeterei kann man auch positiv sehen. Naemlich als eine Art Tierschutz.
    Besser vergoettern, als dass sie bei lebendigem Leib gehauetet und gegessen werden und die Haut dann als Zierde auf die Huette genagelt wird.

    fr

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