Auf der anderen Seite vom Globus ist es auch nicht grüner, nur heisser

Tja, das war wieder so ein typischer Wintersonntag in Thailand. 7:3o Uhr aufstehen und mit Hochbahn und 45 Minuten im „Songthaew“ zur Schule fahren. Auf dem Rückweg nur Schietwetter um 12:3o Uhr, Sonne ohne Ende, kein Schatten und 35°C bei 50 % Luftfeuchte mit Hemd, Weste und Schlips. Geht’s noch besser?

Bequem Reisen, entspannt ankommen...

Bequem Reisen, entspannt ankommen…

Hast Du 'n Schatten? Verkuaf ihn mir!

Hast Du ’n Schatten? Verkauf‘ ihn mir!

Und was macht man bei so einem Scheisswetter am Sonntag? Richtig, man geht Einkaufen. Aber nicht in einer der eiskalten Shopping Malls, sondern auf dem lokalen Wetmarket. Wenn man schon nicht in die Kirche geht, um für die Sünden der vergangenen Woche zu büβen, dann gibt es nur einen Marktbummel in der Mittagshitze, als standesgemäβen Ersatz für drei Ave Maria und ein Dutzend Rosenkränze.

Drive in Thai-Style

Drive in Thai-Style

Ganz neu auf dem Markt ist ein winziger Stand mit Lamm/Hammelfleisch. Auch hier wird langsam alles Halal(i). Obwohl mir wirklich der Sinn nach einem korrekten Mutton-Curry stand, daβ ich seit meinen Tagen in Singapoor schon vermisse, habe ich mich dann doch geflissentlich beim Kauf zurückgehalten. Thais haben die unangenehme Angewohnheit mit den Fingern in die Fleischauslagen beim Schlachter zu pieken, die Ware in die Hand zu nehmen, den Rüssel dranzuhalten, sie wieder zurück zu legen, um dann doch lieber am nächsten Stand Fisch zu kaufen…

Grabbeltisch war Gestern. Fleischeinkauf der Piekadores ohne look and feel ist für ‘n Arsch

Grabbeltisch war Gestern. Fleischeinkauf der „Piekadores“ ohne look and feel ist fuer’n Arsch

Mir dreht sich schon der Magen um, wenn ich daran denke, daβ die wenigsten Marktbesucher und Händler ein Wasserklosett haben und sich den Hintern mit der flachen Hand abwischen. Da hilft es auch nicht am Nachmittag in der Zeitung zu lesen, daβ  wenigstens die Schlachttiere gut geimpft werden und als Resultat davon, jährlich Tausende im Land des Lächelns sterben, weil sie durch Antibiotika in Fleischprodukten keine Abwehr gegen Viren mehr haben. Mit anderen Worten, gesunde Ernährung ist hier auch irgendwie für ‘n Arsch.

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Eine Antwort to “Auf der anderen Seite vom Globus ist es auch nicht grüner, nur heisser”

  1. > gesunde Ernährung ist hier auch irgendwie für ‘n Arsch.

    Nicht nur die Ernährung sondern auch die „berümte“ thailändische Küche. Wenn wir mal Gäste aus Deutschland haben und diese mit uns lecker Thailändisch essen gehen wollen, bricht bei uns die Hilflosigkeit aus. Hier in Chiang Mai gibt es gute italienische, deutsche, koreanische, japanische, laotische, etc. Restaurants, nur bei der thailändischen Küche wird es schwierig.
    Fehlende Kochkunst wird duch Unmengen an Glutamat kaschiert und billigste Zutaten machen die Sache auch nicht besser. Bei der Sauberkeit besteht massiv Verbesserungsbedarf und das oft lustlose Personal schreckt auch ab.
    Löbliche Ausnahmen stellen einige vegane Restaurants dar.

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