Und wieder eine bierernst gemeinte Schnapsidee…

1 drink away

Bubble-bath-mit-Jeltzin

Ihr habt es vielleicht noch nicht bemerkt aber ich glaube, dies ist eine ganz besondere Woche, denn ich bin überzeugt: im Himmel ist Jahrmarkt! Weit über ihre Landesgrenzen bekannte Spritnasen wie Harald Juhnke, Dean Martin, Frank Sinatra, Winston Churchill und Boris Jeltsin sitzen gerade auf einer Wolke, schauen auf Thailand herab, lassen den Kelch mit Messwein herumgehen und hauen sich auf die Schenkel, dass es in Bangkok gewittert ohne Ende.

Ein paar A/B und C Promis haben sich in Thailand auf Social Media Plattformen beim Biertrinken ablichten lassen und dies als eine Art unerlaubter Werbung verbreitet. Damit haben sie einen regelrechten Shitstorm ausgelöst, zu dem sich nun sogar Ministerien äußern, als wenn das Siams einziges Problem wäre.

Ich musste die Etiketten etwas modifizieren um nicht hinter den Bars des „Bangkok Hilton“ zu landen

Ich musste die Etiketten etwas modifizieren um nicht hinter den Bars des „Bangkok Hilton“ zu landen. Aber Tom Yum ist noch erlaubt.

Thais saufen wie die Kreiselpumpen. Unter den 10 Mitgliedern der ASEAN Staaten trinken sie den meisten Alkohol.

Laut Statistik der Welt Gesundheits Organisation (WHO) und der aktuellen Einwohnerzahl von 64 Mio. Bürgern, sind es täglich etwa 20,1 Millionen Spritliebhaber, die im Land of Smiles herumtorkeln. Die Mitglieder im Rekord-Club der Erdbeernasen zogen sich 2013 die stattliche Menge von 7,1 Liter reinen Alkohols durch die Kiemen. Das entspricht, etwas konsumfreundlicher ausgedrückt, 226 Flaschen Bier, oder 25 Flaschen Randalierwasser mit mindestens 38 Volt.

Wer von uns hat eigentlich während seiner Teenager Jahre jemals diesen unstillbaren Pressdurst verspürt, bloß weil man auf ein Plakat mit einer Bierwerbung geschaut hat und ist daraufhin in den nächsten Laden gestürmt, um seinem Promillepegel einen upgrade zu verschaffen? Das Prinzip funktioniert nicht, wie man bereits an Wahlplakaten sehen kann. Schon gar nicht in einem Land in dem Warnschilder an elektrischen Installationen, Zebrastreifen und rote Ampeln ebenfalls nur als Dekoration wahrgenommen werden.

Man muß die Gelegenheit wahrnehmen, wenn man schon sonst gegen nix demonstrieren darf: Bangkoks „Anonyme Abstinenzler“

Man muß die Gelegenheit wahrnehmen, wenn man schon sonst gegen nix demonstrieren darf: Bangkoks „Anonyme Abstinenzler“

Und nun kommt eine Handvoll besorgter (wenngleich vorgeschobener minderjähriger) Bürger, allesamt „high“ vom Hintergrundrauschen ihrer eigenen abstinenten Moral, auf die Idee, Promis mit Pulle anzuprangern. Auslöser waren zwei Anti-Alkohol-Netzwerke, deren Fanta Bande sich schriftlich beim Gesundheitsministerium über die Brauerei und die von ihr eingespannten Prominenten beschwerten, die sich mit einer Hopfenknolle der Chang Brauerei auf Twitter & Co präsentierten. Dies geschieht auf Grundlage von Gesetzen, die Alkoholwerbung verbieten.

Solche Pharisäer nannte man früher in meiner Heimatstadt „Blankeneser Trockenpflaumen“. Ich glaube so sehen Leute aus, die sich „Scheitern als Weg“ aufs Kopfkissen gestickt haben. Aber Toleranz bedeutet eben auch, die freie Meinungsäußerung sogar von denen gelassen hinzunehmen, die wir für gehirngewaschene Trottel halten. Dieselben Leute posten 5 x täglich mit einer Spiegelreflex Kamera aufgenommene Bilder von ihren durch Hormone- und Pestizide verseuchten Mahlzeiten aus versifften Garküchen. Deren Vorgehen erinnert schon heftig an Entzugsentscheidungen.

Was bedeutet dieser neue Humbug in der Praxis?

Harald 1

PROST! SALUD! VIVE! SEREFE! YPA! NA ZDROWIE! SKAL! FAN BEI!

به سلامتی ! FI SIHHATIKA! MUBARIK! Slàinte! KANPAI!

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