Thailand endlich wieder Nr. 1 – 10 Millionen Gestörte auf Alk!

Willkommen beim „Kulturtrinken“

Daß die Einheimischen in meiner Umgebung konstant von ihrer “Thainess”, kultureller, intellektueller und moralischen Überlegenheit gegenüber anderen Ethnien besoffen sind, habe ich schon vor langer Zeit erfahren. Aber reicht das dem Durchschnitts-Thai wirklich aus, um sich den Tag bunt und fröhlich zu gestalten?

2015-06-18

Offensichtlich nicht. Da muß das Leben doch noch etwas mehr zu bieten haben. Unter den Spritnasen der Nation, die hauptsächlich die Randgebiete im Westen, Norden und Nord-Osten (Isan) des Landes betorkeln, gilt die Devise: Realität ist eine Halluzination, verursacht durch einen Mangel an Alkohol.

Der Isan ist so eine Art Schmelztiegel aus Sodom, Gomorrha, der Bronx und Delmenhorst, wo Hektoliteratur, also das studieren sämtlicher Etiketten der Reisweinflaschen im Regal der Dschungelapotheke, eine der beliebtesten Tagesroutinen ist, bevor sich die Einwohner schon morgens um 10 kollektiv die Nasenrücken faltig saufen und am Nachmittag zum Restesaufen die Gefäße zusammenziehen.

Wenn man, wie im Land des Lächelns, auf nichts so sehr erpicht ist, wie auf den guten Ruf und das Ansehen der Nation, finde ich es ganz schön mutig, sich ausgerechnet ein Department für psychische Gesundheit zu leisten. Den siamesischen Freud’s werden sogar kleine Schelmereien erlaubt, wie etwa 5.000 Gestörte zu befragen und dann auch noch die Ergebnisse zu veröffentlichen. Die dürfen sogar alle fünf Jahre den Zusammenhang zwischen psychiatrischen Erkrankungen und Drogenmissbrauch studieren.

Aber wenn dabei herauskommt, daß es dem Land wieder gelungen ist einen ersten Platz in einer internationalen Rangliste zu machen, tritt der Name der Disziplin selbst, oft in den Hintergrund. Man muß es eben sportlich sehen- gewinnen ist alles.

Nach einer jüngsten Umfrage des Department of Mental Health, ist die Zahl der alkoholbedingten psychischen Störungen in Thailand auf dem Vormarsch. Besonders gefällt mir die Floskel: auf dem Vormarsch. Nüchtern betrachtet würde ich sagen, die rasen in Warpgeschwindigkeit auf die karierte Fahne am Ende des Parcours zu.

Die Umfrage ergab, dass die Prävalenz von Thais mit psychischen Problemen bei 1,9 Prozent oder 1 Million Menschen liegt. Aber damit nicht genug. Die Liga im Millionen-Club der Blaublütigen, wird auch noch in verschiedene Güteklassen eingeteilt. 1,8 Prozent (900.000) der Mitglieder leiden auch noch an Depressionen. 1,6 Mio. leiden an Angstzuständen und rund 500.000 Erwachsene haben posttraumatische Belastungsstörungen (PTSD). Wie viele sich dabei für ein Triathlon der Disziplinen qualifizieren ist nicht bekannt. Willkommen im Land der Norman Bates Doubles!

Die alarmierende Entdeckung in der Umfrage ist die Tatsache, dass die Prävalenz von Leuten mit psychischen Problemen, die sich den Hals blutig saufen bei 19,6 Prozent oder 10,1 Millionen Menschen liegt. Nicht schlecht bei einer Bevölkerungszahl von knapp 70 Millionen. Dabei zählt man das Heer der Durchschnittsgestörten noch nicht mal dazu. Aber das Ergebnis dürfte sogar jedem klar sein, der sich lediglich zweimal im Jahr eine Tageszeitung kauft. Es muß irgendwie am Klima liegen, denn was sich Besoffene (egal ob Thai oder Ausländer) beim Kulturtrinken hier so täglich abkneifen, geschieht in anderen Gegenden nur in Kriegen,- drei Tage vor der Kapitulation. Das Spektrum reicht von leichter Skurriliose bis zu Freddie Krüger Stunts.

Im Vergleich zu anderen Ländern der Welt, schwankt Thailand im Kollektiv auf dem Siegertreppchen. Da ist aber ´ne Magnum Pulle Flamingopisse (Champagner) fällig, wie bei der Formel 1. Vor den nächsten Stufen des Siegerpodests liegen abgeschlagen  die Ukraine, die USA, Südafrika und Japan.

Die Erkenntnis die Thailands Freizeit-Freud’s aus der Umfrage zogen, gaben sie auch breitwillig bekannt: „Alkohol kann zur Entwicklung von psychischen Problemen, sowie Verschärfung bereits bestehender psychischer Schwierigkeiten beitragen. Er kann auch Hemmungen reduzieren…“

Da war der der alte Konfusius schon einen Schritt weiter: „Bei leichter Depression hilft ein Bad mit ätherischen Ölen, bei schwerer ein Bad mit Fön.“

Isan-Shake

Interessant, daß sich die moralischen „Weight Watcher“, Gralshüter von Sitte, Anstand und Moral vom Culture Watch Office of the Culture Ministry, noch nicht zu dem Thema gemeldet haben. Aber die sind eben immer etwas bedächtig, weil sie wahrscheinlich den ganzen Tag damit beschäftigt sind sich zu geißeln, um ihren eigenen Pressdurst und Sexualtrieb zu unterdrücken.

Waren seine verrückten Eltern beim T-Shirtkauf auch noch besoffen?

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Eine Antwort to “Thailand endlich wieder Nr. 1 – 10 Millionen Gestörte auf Alk!”

  1. Vergleichbar mit der Schweiz, wo man in der kalten Jahreshälfte
    schwere Speisen wie Rösti, Raclette und Käsefondue zum Überleben benötigt, sind es hier Drogen und Alkohol.

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