Was tun bei Harndrang in der Twilight Zone?

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, daß es in den 70er Jahren eine Kampagne der Mineralölkonzerne gab, die das Image des Bodensatzes ihres Personals aufmöbeln sollte. Ein absolutes Masterpiece dafür, wie „labeling und re-branding“ buchstäblich tröpfchenweise in die Hose gehen können. Die Einfüllstutzen-Koryphäen an den Tankstellen sollten durch Wortschatzinjektion neue Berufsbezeichnungen bekommen, die den Benzol-Schnüfflern etwas Höhenluft verschaffen sollten. Eigentlich völlig legitim, zumindest  in Ländern wo „Weddingplaner“ eine vom Finanzamt anerkannte Berufsbezeichnung ist. Bei Aral war man sich schnell über die Bezeichnung „Die Aralisten“ einig. Shell war begeistert, die hauptberuflichen Scheibenwischer, mit Blick auf den gesellschaftlichen Status der Bayreuther Festspiele, künftig “Die Schellisten“ zu nennen. Das ganze Konzept scheiterte letztlich am vehementen Einspruch der Mitarbeiter von BP…

Soviel also zum Thema neue Labels.

Nachdem man sich, wie in meinem letzten Post beschrieben, dazu entschlossen hat, begeisterungsheischende Uniformen für studentische Lesben und Transen zu kreieren, muß doch an den Unis naturgemäß die Frage auftauchen: wo zum Teufel geht man pissen, wenn man nirgends wirklich dazugehört?

Am nächsten Baum?                 Auf der Hundewiese?                  Oder lieber fernab der Zivilisation?

Am nächsten Baum?  Auf der Hundewiese?  Oder lieber fernab der Zivilisation?

In einem Land in dem Mönchen, egal wie viel Dreck sie am Stecken unter der Robe tragen, Plätze in öffentlichen Verkehrsmitteln reserviert sind, sollte es doch auch Pissoirs für Angehörige der Twilight Zone geben.

Bereits im Jahr 2011 hat eine Schule den Versuch des Vorreiters gemacht. Ausgerechnet im Isan, wo der durchschnittliche IQ der Temperatur einer warmen “Gute Nacht Milch“ entspricht, gibt man sich unerwartet weltoffen.

transexual-toiletDie Kamphaeng School in Si Sa Ket, im Nordosten von Thailand, eröffnete separate WC-Anlagen, um Hunderte von Transgender-Studenten unterzubringen. Der Rektor der Schule, Sitisak Sumontha, der hier den Fäkalmanager gibt schätzt, dass in jedem Jahr zwischen 10% und 20% seiner Schüler sich als Transgender sehen – also Jungen, die lieber Mädchen wären. „Diese Schüler wollen in Frieden aufs Klo gehen, ohne beobachtet, ausgelacht oder begrabscht zu werden“ so der Pädagoge. Nun heißt es also, willkommen beim all inclusive Pinkeln im schuleigenen Tröpfchen Theater.

Na wenigstens malen die "Bengelinnen" keine Klosprüche an die Wand

Na wenigstens malen die „Bengelinnen“ keine Klosprüche an die Wand

Früher wurden die „Jungen“ jedes Mal gehänselt (noch nicht einmal standesgemäß gegretelt), wenn sie Jungen-Toiletten benutzten um die Schenkelkrawatte auszuwringen, so dass sie lieber die Mädchen-Toiletten nutzten. Aber das wildpinkeln führte dazu, daß sich  die Mädchen in ihrem Freigehege unwohl fühlten. „Es machte diese Jungen unglücklich, und fing an, ihre schulischen Leistungen zu beeinflussen,“ so der Schulleiter.

Obwohl überwiegend buddhistisch, ist Thailand äußerst tolerant gegenüber Homosexualität und Bangkok gilt als globales Zentrum für Geschlechtsumwandlungen. Trotzdem verliefen bisher alle Versuche, die Gemischtwarenpinkelei einheitlich zu regeln, im Sand. Der Zentralrat der Moralisten, wehrt sich vehement gegen Triathlon-Keramikabteilungen. Wer angesichts der horrenden Zahlen von Teenager-Schwangerschaften in Thailand nach Lümmeltüten aus dem Campus-Automaten verlangt, macht sich schlagartig so unbeliebt, als würde man bei einer Swingerparty mit Helga Feddersen-Doubles das Licht anknipsen. Die moralhütenden Gegner fragen sich, was kommt als nächstes? Naja, immerhin wurden in jüngster Zeit getrennte Toiletten für Chinesen in Tempeln und der Nähe von Touristenattraktionen errichtet.

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Da gibt’s doch noch Spielräume…

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…sogar für neue Berufsgruppen

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An Kaliforniens Unis ist die Einrichtung von Triathlon-Keramikabteilungen dagegen seit Jahren gesetzlich vorgeschrieben.

California here it comes...

California here it comes…

Am besten beschreibt eine gängige französische Redensart die Situation: „c’est comme si je pissais dans un violon“. Übersetzt: Das ist als ob ich in eine Geige pissen würde. Was bedeutet, dass man etwas getan hat, das völlig vergeblich war.

So etwas kann nur in einem Land passieren, in dem es grundsätzlich nur imprägnierte Geschirrhandtücher zu kaufen gibt, die garantiert kein Wasser aufnehmen…

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