Ein T-Shirt sagt mehr als 1.000 Worte

Tourist-season

Aus meiner Sammlung Tee’s aus aller Welt: Diesmal aus dem vom Tourismus geplagten Key West/Florida

Nachdem ich mich nun in meinem letzten Post als Chinesen-Basher geoutet habe, rechnete ich zunächst mit einem Shitstorm, in dem ich als Rassist beschimpft werde, oder zumindest mit dem Vorwurf, eine ganze Nation für eine einzelne Verfehlung zu brandmarken. Aber,- erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Auf einem thailändischen Ausländer-Forum wurde ein Link zu meinem Blog gepostet, mit der Bemerkung: Er ist nicht der Einzige…

Wenn z.B. ein Belgier in Helsinki, in einem China Restaurant die Knochen seiner kantonesischen 7 Köstlichkeiten über den Tisch sprüht, während seine Gattin am Tisch den vierjährigen Sohn in „Menneken Pis Tradition“ in eine Plastikflasche pinkeln läßt, werden die angestellten Putz-Lappen, oder die internationale Presse kaum davon Notiz nehmen und Belgier allgemein fortan als unzivilisiertes Volk bezeichnen. Sollte das aber überall und jederzeit von Belgiern praktiziert werden, könnte sich das Interesse steigern.

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Nun hat jede Nation, mehr oder weniger, unter Vorurteilen und „labeling“ zu leiden. Die Deutschen sind humorlos und beschweren sich immer, Spanier und Italiener sind zu laut, Skandinavier und Russen saufen zu viel, Franzosen sind arrogant und Griechen sind faul und pleite.

Im Fall der Chinesen fällt es dann doch noch etwas krasser aus. Wer „chinese tourists behavior“ googelt, kann sich auf ungefähr 497.000 Ergebnisse freuen, von denen nicht ein einziger Beitrag positiv ausfällt. Egal wo die 85 Millionen chinesischen Auslandstouristen pro Jahr auftauchen, die Gastgeber sind fast immer buchstäblich „pissed off“ von ihrem Benehmen. Wer in seiner Heimatstadt jemals unter ein Reise-Rudel von Mao’s Enkeln geraten ist, wird es fortan für erquicklicher halten den neuen Porsche an einen Baum zu fahren, den Kopf in der Mikrowelle zu erhitzen, oder von einer Karotte durchs Auge erstochen zu werden.

Woher stammt das für uns unverständliche Verhalten der Chinesen?

Sieht man einfach einmal von der Tradition, überall und jederzeit auf die Straße zu kacken ab, findet man eine Erklärung unter dem Begriff: Kiasu  驚輸,  kiaⁿ-su. Das ist ein Wort aus dem Hokkien, das ein bestimmtes Verhalten – die „Angst, zu verlieren“ – beschreibt.  Das Konzept Kiasu bezieht sich auf den Wunsch, immer der Beste sein zu wollen. Es ist die Angst vor Verlust, Angst nicht immer das Beste zu bekommen, immer die Oberhand zu behalten, oder alles kostenlos zu erhalten. Das Ergebnis sind viele negative Eigenschaften und Verhaltensweisen wie Gier, Egoismus, Gewinnsucht, Grobheit und Rücksichtslosigkeit.

Letztlich führt Kiasu zur Entwicklung einer gnadenlosen Gesellschaft. Alltagsbeispiele sind zu beobachten, wenn Menschen am Buffet sich die Teller übervoll stapeln, aus Angst nichts mehr zu bekommen, als die Anderen. Die Aufzugtür schließen, damit bloß kein anderer mehr reinkommt. Sich in die Bahn zu drängen, bevor auch nur einer die Bahn verlassen kann. Das Nicht-Teilen von Herrschaftswissen, um einen Vorteil zu behalten.

So,- und nun lehnt Euch entspannt zurück und stellt Euch vor was los ist, wenn unter einer Milliarde Nachbarn auch noch die übliche Anzahl an Depressiven, gut angebrezelten, mit der Mentalität eines Flakhelfers in MordKorea, Halbintelligenzler und sexuell unterzuckerte TeeNager auf demselben Trip ist…

Hier ein paar Beispiele dafür, wie knapp 11% der Bevölkerung im Ausland den Ruf eines Landes, an der Kloschüssel vorbei, in die Pfanne hauen:

Ägypten

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Vor kurzem dekorierte ein chinesischer Tourist in einem ägyptischen Tempel eine 3.500 Jahre alte Steintafel mit einem Graffiti Tag. Die Botschaft war (ganz seinem Verstand entsprechend) simpel: „Ding Jǐnhào dàocǐ Yiyou“ (丁锦昊 到此 一 游) Das heißt übersetzt: „Ding Jinhao war hier.“ Immerhin haben sich die Eltern des Rotzlöffels, ebenso wie die chinesische Regierung, danach bei den Pyramidenbesitzern offiziell entschuldigt. Aber wer ist schon so bekloppt, mit seinem Familiennamen zu unterzeichnen?

Thailand

Flughafenhalle zur Waschküche für Unterwäsche umfunktioniert

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Eine chinesische Touristin (alleinreisend und ohne Leine) dachte sich nichts dabei, ihre nasse Unterwäsche zum Trocknen auf Sitzen in der Abflughalle des internationalen Flughafens von Chiang Mai zu verteilen, die sie zuvor in der Damentoilette gewaschen hatte. Sie sammelte ihre Klamotten erst ein, nachdem sie vom Airport-Personal dazu aufgefordert wurde.

Rassentrennung im Tempel-Klo

Singapur-Chinesen diskriminieren Ausländer grundsätzlich, sogar ihre Festland-Kollegen, weil sie sich für den Gelee Royale unter den Chopstickern halten. Der staatlich verordnete „Racial Harmony Day“ ist eine Farce und das täglich Ausländern entgegengebrachte „go home you countly“, rangiert in der Häufigkeit gleich nach der Frage, ob man schon gegessen hat. Die hier allgegenwärtige Beurteilung anderer Rassen, könnte den Visionen eines größenwahnsinnigen österreichischen Bartträgers entstammen (nein, nicht die Wurst).

Umso härter und überraschender muß diese Nachricht Singapoorianer treffen:

Im vergangenen Monat wurde berichtet, dass ein berühmter Tempel in Nordthailand separate Toiletten für Thais und andere nicht-chinesische Touristen baut, nachdem einige rücksichtslose volksrepublikanische Touristen wiederholt die Toiletten unbrauchbar machten. Das erinnert etwas an die, bis in die 60er Jahre gepflegte amerikanische Tradition, in den Toiletten Handwaschbecken in „White“ und „Coloured“ zu unterscheiden.

Ein Sprecher des Wat Rong Khun, besser bekannt als der Weiße Tempel in Chiang Rai sagte, dass die Täter auf den Boden gekackt, an die Wände uriniert und Damenbinden an der Wand des Waschraums installiert haben. Dies veranlasste den Tempel zum Neubau, denn es sei für nicht-chinesische  Touristen „unzumutbar“ diese Waschräume zu benutzen.

Öffentliche Toiletten in Beijing

Sept. 2012: Government denied BBC journalists permission to cover Chinese toilet facilities

Klo-Beijing

Vielleicht hat jemand den China-Touristen völlig unbedarft gesagt:

„Fühlt Euch hier einfach wie Zuhause“

China

Mein wunderbarer Waschsalon im Flieger

Eine Chinesin hat sich kürzlich auf einem Dragonair Flug nach Beijing etwas unbeliebt gemacht. Sie hat die volle Windel ihres einjährigen Nachwuchses kurzer Hand im Handwaschbecken auf der Toilette des Fliegers gewaschen.

Damit auch andere von ihrem Einfallsreichtum profitieren konnten, ließ sie die Tür offen, worauf sich mehrere Fluggäste über den Gestank beschwerten. Es scheint, als sei die Freiheit über den Wolken eben doch nicht grenzenlos.

Chinesen verbrühen eine Flugbegleiterin und drohen ein Flugzeug in die Luft zu sprengen

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Im Dezember letzten Jahres verurteilten die staatlichen chinesischen Medien vier widerspenstige Fluggäste als „Barbaren“, nachdem sie mit heisser Suppe eine Flugbegleiterin verbrühten, weil sie angeblich nicht zusammen sitzen konnten.

Auf einem AirAsia Flug von Bangkok in die Stadt Nanjing, warf eine weibliche chinesische Passagierin mit heißem Wasser und Nudeln auf das Kabinenpersonal, während Online-Videobilder zeigten, wie ihr männlicher Begleiter damit droht, das Flugzeug in die Luft zu sprengen.

Zickenkrieg im Flieger- hau se auffe Fresse

Streitereien und Schlägereien scheinen ein echtes Problem in China zu sein. Das Motto heißt oft- Brust gegen Keule, oder mit etwas Lokalkolorit: Na Yingying, bist du jetzt endlich meiner Meinung, oder brauchst du noch ’n Stubser anne Bagge? Vier Frauen mittleren Alters kämpften heftig auf einem Air China Flug von Chongqing nach Hong Kong im Dezember letzten Jahres, die Besatzung war fast gezwungen, umzukehren.

Der Vorfall begann, als zwei Frauen ihre Sitze in vollem Umfang zurückgelehnt hatten, da sie von einem schreienden Baby verärgert wurden. Darauf entwickelte sich eine Schlägerei, die außer Kontrolle geriet, wobei eine der Frauen aus ihrem Sitz gezogen wurde. Während des Kampfes schlug ihr Kopf gegen den Overhead Stauraum.

Der Kiasu Klassiker

Es reicht einfach nicht, wenn man durch Fußtritte und Ellbogen-kicks als erster in einem Flieger seinen Platz findet, um dann einfach aus Spaß so lange seine Utensilien im Overhead Stauraum hin und her zu schieben, bis sich eine ansehnliche Schlange gebildet hat. Nein, da ist noch mehr an territorialem zaunpfahlpinkeln drin, wenn man wieder aussteigt.

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Ein chinesischer Passagier auf einem China Eastern Flug schien zu glauben, dass das Flugzeug sein Spielplatz sei, als er beschloss, die Notrutsche für einen schnelleren Ausgang zu verwenden.

Der Schwachmat, der am 12. Dezember von Xi’an nach Sanya geflogen war, öffnete den Notausgang, woraufhin die Notrutsche aktiviert wurde. Von den Behörden darüber befragt, warum er die Tür öffnete,  antwortete er: „Um schneller aus dem Flugzeug zu kommen.“ Da kann man nur hoffen, der bekommt beim nächsten Flug einen Rucksack als Fallschirm angeboten, um 3 Minuten vor der Landung auszusteigen.

Und nun noch eine kleine Galerie, die ein, oder besser gesagt ausdrücklich belegt, daß die Chinesen auf Eure Vorstellungen von Basis-Etikette scheißen:

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Jetzt hätte ich mich beinahe selbst bepisst vor Lachen. Ich habe einmal spaßeshalber diese Überschrift bei google translate eingegeben:

“Chinese Tourist Told By Government Not To Pee & Shit In Public”

Mit dem Ergebnis: Chinese Tourist von der Regierung gesagt, nicht zu Sekt & Kaviar In Public!

Das erklärt alles!

Ich weiß jetzt sogar, woraus die ihre große chinesische Mauer gebaut haben:

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