Gibt’s einen Unterschied zwischen BangCock und dem Vatikan?

Nur rund 0,44 Quadratkilometer groß, mit weniger als 1000 Einwohnern, ist der Vatikan der kleinste Staat der Welt – und auch der, mit der höchsten Kriminalitätsrate. In Relation der Anzahl der Straftaten mit der Einwohnerzahl, handelt es sich im „Zwei-Päpste-Staat“ um den kriminellsten Ort- weltweit. Ist irgendwie so eine Art italienisches Gang-Land mit territorialen Privilegien und wenn man deren Bank dazu zählt, auch noch eine Mischung aus Las Vegas und Wall Street.

Da hat meine Wahlheimat wiedermal das Ziel: „Thailand Number One“, wenn auch nur knapp, verfehlt. Was die in Thailand fast alltäglichen Balkonstürze von Ausländern angeht, qualifiziert sich der Vaticong allerdings nicht einmal für das Casting. Das Gefängnis des Zwergstaats hätte eh nur Platz für zwei Personen. Vielleicht gibt es deshalb auch nicht mehr als zwei Päpste…

Eines haben jedoch beide Staaten gemeinsam, vornehmlich wird in den Medien bei begangenen Straftaten gern von Verfehlungen der Ausländer berichtet. Unsere Leute machen so etwas nicht!

Wenn ich mich in meiner Nachbarschaft- zugegeben kein Villenviertel- umsehe, fühle ich mich schon manchmal etwas einsam. Aber was soll man machen, wenn man das Gefühl hat, zur bemitleidenswerten Minderheit derer zu gehören, die kein Vorstrafenregister hat.

Allerdings gibt’s kaum Muskel-Murats aus dem Libanon, die als Weddingplaner (Gangster, der in Berlin-Wedding ihren nächsten Coup planen) nee, hier sind die alle klein und gemein und bis an die Zähne bewaffnet,  egal ob ihre Büros mit Parkett, oder Bronx-Marmor ausgelegt sind.

Die nächste „10“ der Punktrichter geht allerdings an die Woitilas, Benedicts und Franziskusse, die es geschafft haben, ihr Ländle von Asylanten und Migranten sauber zu halten. In Thailand, als Unterschichtenimportweltmeister, sind ganze Straßenzüge in BangCock, Pattaya und Phuket, inzwischen mit Hilfe der dafür zuständigen Autoritäten „nigerianisiert“.

Umso erstaunlicher, daß der Sprecher des Justizministeriums, Chawanas Janekarn, im Mai zugab, daß es trotz Kriegsrecht, vorausgegangenen Ausgangssperren und „harten Durchgreifens“ des Militärs einen Aufwärtstrend in der Kriminalstatistik zu verzeichnen gibt. Und das, obwohl die Glaubwürdigkeit der veröffentlichten „offiziellen“ Statistiken zumeist dem Ergebnis einer Wahrscheinlichkeitsrechnung  auf einen persönlichen Lottogewinn hinterher hinken.

2013 gab es demnach mehr als 900.000 Anzeigen bei der Polizei im Vergleich zu 802.700 im Jahr zuvor und 700.000 Menschen wurden verurteilt, sagte der Sprecher. Was er vergaß zu erwähnen war, daß Thais die einen Messerangriff auf Touristen verübten, danach mit 500 Thb (€ 13,50) „bestraft“ wurden und nachhause gehen und wahrscheinlich nicht privilegiert sind, in der Statistik aufzutauchen.

Untersuchungen zeigten, dass im Jahr 2013, 36 Prozent der Erwachsenen Strafgefangenen und 41,5 Prozent der jungen Straftäter Wiederholungstäter waren. Die dürfen auf der Polizeistation und vor Gericht schon die Drehtür benutzen.  Da soll nochmal einer sagen, die wären hier nicht traditionsbewusst.

Der zum Reden befugte fügte hinzu, Behörden prüfen derzeit, ob es eine Amnestie für bestimmte Inhaftierte geben sollte. Für Begnadigungen kommen bis zu 30.000  männliche Thais in Betracht, die wegen Nichtumsetzung des obligatorischen Militärdienstes inhaftiert wurden. In einem Land wo Leningrad-Inkasso,  filigrane Formen der körperlichen Abmahnung und Ganggemetzel unter Studenten zum Alltag gehören, klingt das irgendwie nach- wenn schon Killer, aber dann doch bitte im Staatsdienst.

Jetzt warte ich nur noch darauf, daß BangCock ebenso wie St. Pauli, endlich von irgendeinem Himmels Papa heiliggesprochen wird…

Wie sagte meine bayerische Ex damals so schön zu einem neudeutschen Rumänen, der meine Kneipe beschützen wollte? Cefixlujah sag‘ i. I brauch kei Protection net,- mei Mo is Siziliäääner!

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