Danke Buddha- Ich bau dir einen Tempel aus Schweinskopfsülze

Fragt man Muslime, warum sie kein Schweinefleisch essen, bekommt man die Erklärung Schweinefleisch sei unrein. In meinem Geburtsort, der Hauptstadt der Mett-Brötchen, würde man sagen: „Yo, tolle Wurst so eine Antwort.“ Nach der Logik müssten Millionen Speck- und Bacon-Liebhaber auf der ganzen Welt innerlich verdreckt sein.

Schweinskopf

Eine der vielen Erklärungen zum Schweinefleischverbot ist die, daß zu Zeiten Mohameds in den heißen Regionen des mittleren Ostens Hunderttausende, nach dem Verzehr von unsachgemäß gelagertem und Trichinose Befall durch nicht vollständig gegartes Schweinefleisch, zur Abwechslung ins Gras beißen mussten. Ein moderner Erklärungsversuch von Marvin Harris geht von ökologischen und ökonomischen Faktoren aus.

Aber auch andernorts gab es Hinweise auf Schweinereien. Die Hamburger Sülzeunruhen im Jahr 1919 wurden durch die Annahme ausgelöst, dass verfaulte Kadaver zu Sülze verarbeitet und verkauft worden seien.

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In der IT-Branche würde man solche Phänomene mit dem Spruch kommentieren: Der Bug sitzt immer vor dem Computer.

Amazing Thailand, hat bei Durchschnittstemperaturen von 30°C nicht gerade den Ruf einer „Frischhalte-Region“. Trotzdem findet man auf jedem Markt Schweineköpfe, roh oder gekocht, auf Holzplanken direkt neben dem feisten Hintern von in Shorts gekleideten Marktfrauen, die sich die Fußnägel schneiden. Säuchenkontrolle – Fehlanzeige!

Wenn die Vagina-Fachverkäuferinnen im Land des senkrechten Lächelns endlich den Freier fürs (Über-) Leben gefunden haben und nur noch um den Private Pole tanzen ist es üblich, als Abschieds-Opfergabe einen gekochten Schweinskopf auf den Schrein in ihrem Bordell zu legen und diesen mit Blumengirlanden und roter Brause zu dekorieren. Die Schweinerei gammelt dann ein bis zwei Tage vor sich hin, bevor sich die Mädels ohne Geld für einen Hotdog eine Scheibe davon abschneiden. Dagegen ist die katholische Art der Danksagung via Klingelbeutel eine saubere und vor allem gesunde Variante.

Man Frau kann auch übertreiben wie folgendes Beispiel zeigt:

Eine Frau opferte einem Buddha-Gemälde in West Bangkok vorgestern 300 abgetrennte Schweineköpfe auf Tellern, um das chinesische Jahr der Ziege einzuläuten und sich für spirituelle Hilfe in einem Disput um eine ausgebliebene Rückzahlung eines Darlehen zu bedanken.

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Sombat Lekpiam, 59, eine Obsthändlerin aus Rachaburi reiste mit ihrer Familie in zwei Pick-up Trucks beladen mit Schweineköpfen nach Wat Bang Phra in Nakhon Pathom, um ein vor sechs Jahren gegebenes Versprechen einzulösen, das sie vor dem Bild gegeben hat.

Damals hatte sie dem Buddha-Bild versprochen, sie würde 300 Schweineköpfe opfern, wenn ein Schuldner ihr die geliehenen 2 Millionen Baht (€54.000) zurückzahlen würde. Er hat bezahlt, da hat sie ja echt Schwein gehabt.

Nach der Zeremonie spendete Sombat die Schweineköpfe mehreren Tempeln. Die Äbte werden sich wahrscheinlich gedacht haben: So eine Sauerei- es gibt wieder mehr Schwein als Schein…

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Brot fur die Welt ist schon OK, aber die Schweinsköpfe bleiben im Tempel zur Danksagung und Bakterienaufnahme

Mein Rat an Miss Piggy: lass‘ dir Ringe um die Beine schweißen, dass dich nicht die Schweine beißen.

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Und hier die Musik zum Thema:

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