Oranje Orang Utan

Der Begriff Orang Utan stammt aus der Sprache Bahasa Indonesia und bedeutet nichts anderes als „Waldmensch“. In leichter Abwandlung, könnte der Begriff, Oranje Orang Utan, eine neue Spezies bezeichnen. Dabei handelt es sich um thailändische Mönche, denen  Buddhas Gebot der Gewaltlosigkeit, unter der Apfelsinen-Robe am Arsch vorbeigeht. Mir wird es ewig verschlossen bleiben, wie jemand mit Türstehermentalität und Freude am körperlichen Ausdruck zuungunsten anderer,  unbedingt sein Dasein als Mönch verbringen will. Aber vielleicht haben die besoffenen, prügelnden und mordenden Jungs einfach nicht die Prospect-Zeit in einer hard core Biker Gang durchgestanden und im Tempel nach Alternativen gesucht.

Frei nach dem Motto: Religion ist wenn es trotzdem kracht, hat ein buddhistischer Thai Mönch kürzlich einem Fahrgast im Zug drei (3!!!) schallende Trommelfellquetscher   verpasst. Wer es unbedingt positiv sehen will, dass ausgerechnet die im verhassten Westen als katholischer Elfmeter  bekannte Variante in Thailand Einzug hielt, kann an dieser Stelle die gelungene konfessionsübergreifende Globalisierung bejubeln.

241040A900000578-2874372-The_man_had_attempted_to_sit_next_to_the_monk_but_the_Thai_man_t-a-51_1418642220654Was war also im Zug von BangCock nach Phitsanuluk passiert? Ein Reisender, der auf Facebook nur unter dem Namen „Jeff“ bekannt ist, bot seinen Sitzplatz neben dem Mönch zwei weiblichen Mitreisenden an, worauf der Heiligtuer ausrastete und ihm dreifach ins Gesicht schlug.. Angeblich hatte er anstatt des englischen Wortes „fine“ den zutiefst beleidigenden Thai Slang Begriff für Büffel „kwai“ verstanden und daraufhin dem Ausländer den Wangenapplaus  verpasst. Kurz darauf wurde er von einem Bahnpolizisten aus dem Wagon geführt.

Ich glaube dem Oranje Utan kein Wort. In der Thaisprache gibt acht verschiedene  Bedeutungen für das Wort „Khao“, die sich für nicht Muttersprachler nur durch kaum wahrnehmbare Lautveränderungen unterscheiden. Wer das also beherrscht und den Unterschied zwischen „fine“ und „kwai“ nicht gehört haben will, der lügt.

Das Video zu dem stunt wurde von einem Mitreisenden ins Web gestellt. Kopien 2410409C00000578-2874372-The_monk_looks_to_his_right_as_a_police_officer_arrives-a-24_1418646144368auf Webseiten der internationalen Presse, wie etwa vom englischen Guardian oder USA daily news, wurden in Thailand von der Zensur gesperrt.

Jeff sagte später in einem Video, dass sein Nachbar für ihn gemacht hat, er wolle den Vorfall einfach hinter sich bringen. Thailand ist Thailand und er liebt das Leben hier. Für den Roben-Rüpel muss das dennoch ein absoluter Glückstag gewesen sein. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn er keinen Lehrer, sondern einen auf Krawall gebürsteten  Türsteher, oder einen meiner Biker-Kumpel vor sich gehabt hätte.

Thailand ist eben Thailand. Da staunt man auch nicht darüber, wenn der Premierminister einem Kameramann der verhassten Presse eine angefressene Banane an den Kopf wirft. Man stelle sich das Echo in der internationalen Presse vor, wenn die Fingerfood Enthusiastin Miss Merkel, einem Kameramann von Spiegel TV Broilerknochen an die Birne schmeißt, oder Obama, Jay Leno wegen seiner Witze mit Hotdogs attackiert…

banana

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