Telefonanie – Don’t mess with the best!

Die letzten zur Tourismusförderung erdachten Slogans des Landes waren: Amazing Thailand – It starts with the people und Discover Thainess…

Ich entdecke hier allerdings fast täglich Dinge, die im allergünstigsten Fall unter den Titel einer beliebten Fernsehsendung fallen könnten: Thailand got Talent. Mir ist nach wie vor kein Artikel oder Produkt bekannt, dass hier erhältlich ist und lokal produziert wird, aber eben nicht im Ausland erfunden wurde. Zunächst dachte ich, das ist sicher ein Mangel an Phantasie, an Vorstellungskraft und dem Willen etwas zu machen, was nicht unter die Rubrik „Thai Copy“ fällt. Aber das muss ich wohl revidieren.

Während es im Land des vertikalen Lächelns von Vaginal-Fachverkäuferinnen nur so wimmelt, scheinen männliche Teenager und Twens immer häufiger nach Alternativen zur traditionellen Kopulation zu suchen, wobei der Phantasie der feuchten Träume offensichtlich keine Grenzen gesetzt sind. Also doch- Amazing Thailand.

Einer der „Amazer“ scheint der 22-jährige Student, Pitsanu Kohplup, aus BangCock zu sein. Der Typ rief 530 Mal die Notrufnummer der Polizei an. Nach seiner Verhaftung berichtete er den Cops, dass er unter Stress leide und seine Anrufe ihm halfen, die daraus resultierenden Schmerzen zu lindern.

Im weiteren Verlauf einer vertraulichen Unterhaltung mit dem zuständigen Freund und Helfer (wahrscheinlich ein S-BünaBe- Sehr Bürgernaher Beamter) kam jedoch heraus, dass es sich nicht um studienbedingte Beschwerden, wie etwa Augenschmerzen, Rückenschmerzen vom langen Sitzen, oder Krämpfen in der Maus-Hand handelt. Es geht mehr in die Bereiche skrotaler Kernschmelze und beschlagenen Hormonspiegels. Schlussendlich redete er nicht mehr um den heißen Brei herum und kam auf den Punkt, wie der Cumshot von John Holmes. Der angehende Akademiker gab zu, dass er bei den Gesprächen mit männlichen Polizisten den Zapfen streicheln würde.

Bild2

Und jetzt kommt‘s knüppeldick: der Typ hat die Cops bis zu 30 Mal (!!!) am Tag angerufen,- der geht los wie ein Rasensprenger. Mit dem Verkauf seines Diät-Rezepts würde ich unter Thailands männlichen Sex-Touristen zum Warren Buffet sexueller Unternehmungsberatung aufsteigen.

Pitsanu Kohplub

Ob er sich die Bemerkung:
„Ich bin freudig erregt, sie einmal persönlich kennenzulernen“ verkniffen hat?

Irgendwie regt der Onanist langsam auch meine Phantasie an. Mir kommt da gerade eine Geschäftsidee, die Norman Rentrop und Konsul Weyer zu Hütchenspielern degradieren würde: Thailand got Talent – Hardcore Edition. Inzwischen glaube ich, hier gibt’s auch Typen, die beim Anblick eines Damenfahrrads  in sexuelle Vorfreude geraten. Eine solche Freakshow hätte beste Aussichten, endlich die TV-Einschaltquoten der Mondlandung zu übertreffen.

Nach dem Versprecher, seine Telefonanie künftig zu unterlassen, erhielt er die übliche 1.000 Baht Geldstrafe. Aber, im Gegensatz zum Moped-Wichser, bekam er auch noch einen Monat verstaatlichte Freizeit aufgebrummt. Die zweifache Moral daraus scheint zu sein: Don’t mess with the best! Und- Onanie, stärkt das Hemd und schwächt die Knie.

Immerhin, das geschieht zu einer Zeit in der Deutschlands Maurerbibel, die BILD, ein Seite 3 Girl mit dem fast züchtigen Geständnis vorstellt, sie würde bei Männern in Uniform schwach werden. Man kann annehmen, dass sie eher auf Airline Piloten, oder Kreuzfahrt-Kapitäne mit entsprechendem Gehalt abfährt, als auf den gemeinen Obergefreiten. Die würde bei meiner Version von Thailand got Talent, nicht einmal in der die Vorentscheidung kommen.

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