Vom Kleinstadtleben angeödet? Besuchen Sie Thailand!

Hier nur vier Beispiele von Presseberichten über Ereignisse der vergangenen Woche:

Opferzahlen der Proteste in Thailand auf 23 Tote und 768 Verletzte gestiegen

Bei den seit Oktober 2013 andauernden Protesten, wurden durch Schiessereien auf Strassen und öffentlichen Plätzen 23 Personen, darunter (5 ) Kinder zwischen 5 und 14 Jahren getötet und weit über 700 Personen verletzt. Herr Dab Daeng, ein „red shirt leader“ und ehemaliger Polizist, feierte die Mordaktion auf einer Bühne in Chon Buri vor der versammelten Menge mit den Worten:

„Ich habe gute Nachrichten für meine rot-Shirt Brüder und Schwestern aus allen Provinzen zu erzählen. Den Volks Demokratischen Reform Committee Mitgliedern, unter ihrem Anführer Suthep (Thaugsuban), wurde an der Protest Bühne in Khao Saming (Provinz Trat), von Einheimischen ein verdienter Empfang bereitet. Fünf PdRC Leute wurden getötet und über 30 verletzt“, sagte Dab Daeng dem jubelnden Publikum.

„Popcorn vendors“ nennt man die Heckenschützen der PDRC

„Popcorn vendors“ nennt man die Heckenschützen der PDRC

Warum einige meiner Nachbarn ihre 6-jährigen Blagen mit auf Demonstrationen schleppen, bei denen neben Unterhaltung regelmäßig Schiessereien und Granaten Explosionen zum Programm gehören, wird mir ewig verborgen bleiben. Ich verbuche das unter „Thainess“, von der die Thais sagen, diese würden Ausländer ohnehin nicht verstehen.

Busunfall in Thailand: 16 Schüler sterben und über 3o werden verletzt. Busfahrer auf der Flucht

Schuld sind immer defekte Bremsen

Schuld sind immer defekte Bremsen

Drei Tage nach dem Unfall, das sollte genügen um auszunüchtern, meldete sich der flüchtige Fahrer Sompong Saebe (48) bei der Polizei. Er behauptet, wie viele Kollegen von ihm vorher, er sei nicht von der Unfallstelle geflohen, sondern habe zunächst Verletzten geholfen, bevor er einen Arzt aufgesucht hat, da er Schmerzen in der Brust verspürte. Tatsache ist: der Unfall ereignete sich an einer bergigen, von dichten Dschungel umgebenen Stelle. Um von dort zu einem Arzt zu gelangen muss man ziemlich lange durch den Urwald laufen, um in ein Dorf zu gelangen.

Der Unfall, bei dem er zunächst einen LKW gerammt hat, bevor der Bus mit voller Wucht in die Botanik prallte, sei nicht ihm oder seiner Fahrweise anzulasten, sondern auf Fehlfunktion der Bremsen des Busses zurückzuführen. Auch dies gehört zu den beliebtesten Standard-Antworten nach Fahrerflucht in Thailand. Dass der Mann keine gültige Fahrerlaubnis zum Personentransport hat, wird wie üblich für das Busunternehmen  keinerlei Konsequenzen nachsichziehen. mehr zum Thema…

Ministerium „kritisiert“ Händler wegen Formalin in Lebensmitteln

Bei einer spontanen Untersuchung des Gesundheitsministeriums wurden auf Märkten in Thailand 275 Lebensmittelproben genommen. 102, oder 37%, waren mit Formalin, einer Lösung mit 40% Formadehyd Anteil, kontaminiert. Auf Großmärkten betrug der Anteil 59%. Andere im Land beliebte „Frischhaltemittel“ sind Borax, Salbutamol, Pesticide, Salicyd Säure und Natriumhydroxid.

natures-gift

Der eigentliche Skandal besteht darin, dass obwohl die Praxis der Lebensmittelvergiftung durch Sprühaktionen seit den 60er Jahren bekannt ist, keine Konsequenzen in Form von Schliessungen oder Geldstrafen angeordnet wurden. Es wurde lediglich „kritisiert“ und wie Thais auf Kritik reagieren ist allgemein bekannt: gar nicht!

„Caretaker Premier“ Yingluck Shinawatra, befand sich etwa  zur selben Zeit weit ab von Bangkok im Nord-Osten des Landes, um eine Lebensmittel-Ausstellung zu besuchen. Es scheint  ja sonst nichts Wichtiges in ihrem Kalender zu stehen…

Sammelaktion/Erntezeit bei der Polizei

Bei Razzien in Nakhon Si Thammarat, hat die Polizei vom 17. Bis 28. Februar 177 Schusswaffen, 1440 Patronen und 2 M26 Granaten von 179 friedliebenden Thais eingesammelt. Das Wort „sichergestellt“ vermeide ich hier lieber.

Hey Joe, where you gonna go with that gun in your hand?

Hey Joe, where you gonna go with that gun in your hand?

Zu den prominentesten Hobby-Schützen zählt Issararat Khumpairan (36), ein „Wachmann“ der Protestbewegung mit Schrotflinte, dazugehöriger Munition und einer M26-Granate im Gepäck.

Kleinkram im Vergleich zu Chatree Naksripong (36), der angeblich als Geldeintreiber für einen Drogenring diente. Der Mann hat sieben Jahre wegen versuchten Mordes abgesessen und wollte künftig wohl auf Nummer Sicher gehen. Wozu sonst hat er sein Arbeitsmaterial, ein M3-Maschinengewehr mit 57 Patronen, mit sich herumgeschleppt?

mehr zum Thema…

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