Die Crux mit der Thai Kultur

Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.
 Mark Twain 

 Man darf feststellen, dass die Zeiten für Kultur-Diktatoren vom Schlage Pol Pots, Mao Tse Tungs, Hun Sens, General Than Shwe, Lee Kuan Yews und Kim Jong Ils schon mal besser waren. In Deutschland weiß man ja noch nicht einmal wohin mit selbsternannten Kulturpäpsten und Moralaposteln wie Reich Ranicki, Michel (Coca) Friedmann, Palazzo Bischof Mixa, oder meinen all time Klassiker, Franz-Josef Wagner.

 Inzwischen ist das Land der Dichter und Denker eine Nation mit über 2,71 Millionen Arbeitslosen (Nov. 2011), die gleichzeitig 1,246.806 ausländische Hartz IV Empfänger und diverse Euro-Schurkenstaaten unterhält, und deren letzte epochale Entdeckung der Maurerbibel und des Unterschichtenfernsehens die war, daß katholische Priester und Pädagogen, die Berufsgruppen mit den meisten Pädophilen sind. Da hat man in einer dazu noch vergreisenden Gesellschaft andere Probleme, als ausgerechnet über Kultur parlieren zu wollen. Aber, immerhin- „Wir sind Papst!“

 Wie sagte der amerikanische Schauspieler, Komiker und Sänger Danny Kaye einst so treffend? „Mit Vegetariern muß man diskutieren, sobald sie eine Wurstfabrik geerbt haben.“

 In solchen Zeiten ist es gut zu wissen, daß es auf der Welt noch eine Enklave gibt, deren Politiker und Vordenker sich wie die Bewohner des berühmten kleinen gallischen Dorfs wehrhaft zeigen und überzeugt sind, sich gegen jegliche Invasion durch ausländische Kultur-Bolschewiki schützen zu  können.

*Eine UNESCO-Definition von „Kultur“ findet Ihr am Ende der Geschichte

H.E.Mrs.Sukumol Kunplome. Herrschaftswissen über Kultur mit dem ganz großen Löffel gefressen?

 Im Land des unaufhaltsam verlegenen Lächelns (von ukrainischen Phuket-Touristen auch Perrrma-Grrins genannt), kam nun die Kultur Ministerin, Frau Sukumol Kunplome, auf die grandiose Idee, Richtlinien zur kulturellen Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu veröffentlichen. Die Unterweisungen der Dame sind in fünf Altersgruppen aufgeteilt und sollen Eltern dazu dienen, ihren Blagen Thai-Kultur einzubläuen um in einer Art kulturellen Strebergarten Designer Kids zu produzieren. Die Politikerin agiert ganz im Stil einer Bürgermeisterin von Mis(s)rata und scheint zu glauben, daß man ohne ihre kulturellen Steilpass-Vorgaben nicht in der Lage ist im landesüblichen Stil auch nur aufrecht sitzen zu können. Gemessen an der aktuellen Situation, erscheint Sisyphos dagegen wie ein Verfechter des Pragmatismus. Würde man dem Wunsch der Ministerin entsprechen und das Rad der Zeit auf das von ihr favorisierte Niveau zurückdrehen, befände man sich in einer Periode, als die Landbevölkerung im Norden und Nord-Osten Siams den ersten nach abendländischen Rezept hergestellten Eiswürfel bestaunte.

 Die meisten von uns leben im Jahre des Euros 2011. Auch wenn die Thais uns nach ihrem Kalender weit voraus sind,- hier schreibt man das Jahr 2554- erinnert die kulturelle Realität des Landes eher an eine Zeit, in der man in Europa noch mit Ablasshandel reich werden konnte, und DSDS Juror Dieter Bohlen gegen die Gaudi einer zünftigen Hexenverbrennung keine Quote erlangt hätte.

Alltag in Bangkok. Hungrig nach Thai-Kultur? Oder eher nicht so?

 Nach Ansicht der Ministerin wurde das Programm zur „kulturellen Entwicklung unserer Kinder“ nötig, weil eine Umfrage ergab, daß Jugendliche bereits mit 15 Jahren Drogen, Zigaretten und Alkohol konsumieren. Als Gründe dafür wurden Lernschwierigkeiten, familiäre und finanzielle Probleme angegeben. Damit steht fest, dass sich Thailand tatsächlich noch auf diesem real existierenden Planeten befindet. Aber wie immer sind ausländische Einflüsse am moralischen Verfall, kollektiven Komasutra-Saufen der Teenager und der schwindenden Besinnung auf Thai Werte, schuld an der abwechslungsreichen Sozialprognose. Allein in Bangkok sind, auch ohne Auslandsimporte, täglich so große Mengen Amphetaminpillen und „Yah Bah“ im Handel, daß man damit einen Supermarkt Parkplatz pflastern könnte.

 Der Drolligkeitsfaktor des Programms legt den Verdacht nahe, es könnte von „Lernschwester United“ stammen, die gerade ihren Abschluß in Mädcheninformatik und inneres Blumenpflücken,  in einem Kloster unter Leitung tibetanischer Wimpelschwenker erworben hat. Wer seine Wurzeln in Neufünfland hat und trotzdem an dieser Stelle schmunzelt, sei daran erinnert, daß er aus einer Gegend kommt, in der aus reinem Mangel an kultureller Identität, Drehtüren „Vereinzelungsanlagen“ genannt wurden, um nicht wieder nur das Beispiel der „Jahresendzeitfiguren“ für Weihnachtsengel zu strapazieren!

 Was setzt man nun der drohenden Entwicklung von Barbarei und Drogenkonsum zur Dekadenz, ohne Umweg über die Kultur, entgegen? Hier ein kleiner Ausschnitt der Übersetzung ins Englisch des Programms zum Anklicken.

Quiz für das Heer der "Kulturtouristen." Na, watt is denn nu "Traditional Thai Dancing"?

Im 21ten Jahrhundert gibt es kaum noch eine „reine“ Kultur,- nicht einmal mehr in Joghurt oder Bier!

 Hat man einige Zeit im Land gelebt, fragt sich zwangsläufig, wieso die Themen „Thainess“, „Thai Werte“ und „Thai Kultur“ überhaupt an die große Glocke gehängt werden, wenn die Alltagskultur lediglich durch eklatante Mängel gekennzeichnet ist. Wer die hier genannten Beispiele aus den Bereichen Rechtssystem, Ehtik & Moral, Bildung, Menschenrechte, Religion, Geschichte, Sprache, überhaupt in die Rubrik einer eigenständigen Kultur einreiht, sollte vielleicht erwägen zumindest „zeitweilige Abstinenz“ in die guten Vorsätze für das neue Jahr einzuschließen.

Rechtssystem:

  • Im ehemaligen Siam ist das Rechtssystem so korrupt und planlos wie eh und je. In vielen Umfragen in südostasiatischen Ländern, belegen nur Burma und Indonesien konstant Plätze hinter Thailand, wenn nach Korruption in der Justiz gefragt wird. „Einflußreiche Personen“ kommen nach Mord mit Zahlung einer Summe an die Opferfamilien frei, die eher das Niveau von “Bearbeitungsgebühren” erreicht. Gleichzeitig wird ein arbeitsloser Familienvater über Jahre inhaftiert, weil er aus dem Müll gesammelte, nicht lizensierte CD’s verkauft hat! Inzwischen gehören Begriffe wie „Kultur der Straffreiheit” bereits zur Umgangssprache.

Ehtik & Moral:

  • Kaum eine Lokalzeitung hat ein Problem damit Anzeigen zu drucken, in denen damit geworben wird, daß die „Tänzerinnen“ in einschlägigen Etablissements „Pussy Without Attitude“ anbieten, während Prostitution im Land verboten ist. Dabei gilt die Vermietung von Genitalien nach dem Reishandel als einer der größten Wirtschaftsfaktoren.
  • 72 Passanten schauten zu, wie ein sturztrunkener und vollgedopter Stubenadolf auf der Strasse seinen Sohn mit einer Dachlatte verprügelt bis sie zerbrach. Auch die Polizei schreitet nicht ein. Einhellige Meinung der Passanten und Beamten: Das ist sein Sohn, mit dem kann er machen was er will. Nachdem die Polizei die Szene verließ, befahl der Schläger dem 15-jährigen, ihm eine neue Dachlatte zu reichen. Der tat wie ihm befohlen wurde und verneigte sich vor seinem Peiniger…
  • Ärzte weisen schwerverletzte Patienten in Krankenhäusern ab und verweigern selbst Erste Hilfe-Maßnahmen, wenn die Betroffenen kein Bargeld oder eine Kreditkarte im Brustbeutel tragen.
  • Nach Unfällen oder Verbrechen stehen oft ganze Dorfbevölkerungen vor Ort, nicht etwa um zu helfen, sondern um Auto,- Haus,- oder Zimmernummern der Opfer für die Lotterie zu notieren (Ying & Yang).
  • Landeskinder mit dunkler Hautfarbe, die sie als Angehörige der Landbevölkerung ausweist, werden als zweitklassig angesehen und entsprechend behandelt.

Thailand got talent...?

  • Kaum eine Fernsehshow kommt ohne extrem Schwuchteln, Transen, Kleinwüchsige und Freaks aus, auf deren Kosten man gerne die etwas derberen Späße macht. 
  • Ein Armee General, hatte 2008 kein Problem damit, vom Hubschrauber aus Giftschlangen auf Demonstranten abwerfen zu lassen.
  • Während der Flut in Bangkok, legten Fuhrunternehmer Nagelketten auf überschwemmte Fahrbahnen, um dann gegen Gebühr die Frachten der Rettungsfahrzeuge mit platten Reifen zu übernehmen.

            Korruption

  • Eine der regelmäßigen Abac Umfragen ergab wieder einmal, 64% der Thais und sogar 70% der unter 20-jährigen glauben Korruption sei akzeptabel, oder profitieren selbst vom System, das unter Namen wie „ging maung“ (den Staat essen), oder „nam jai“ (Gabe des guten Willens) bekannt ist. Das läßt andere Bereiche wie etwa Musik, Literatur, Kunsthandwerk etc. wie Bagatell-Kultur erscheinen, da sie bei Weitem nicht so eine allgemeine Akzeptanz erfahren!

    Kultur der Rechtschaffenheit ist weniger beliebt

     Im Sept. 2011 schätzt man, daß 30% der Gelder aller staatlichen Investitionen bereits durch Korruption innerhalb der Regierung verloren gehen. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, daß es leider keine Kultur der Transparenz, oder gar der Rechenschaftspflicht gibt!

     Zu den beliebtesten kulturellen Aktivitäten der Thais, mit gigantischen Umsätzen, scheinen Glücksspiel, Prostitution, Drogen-, und Menschenhandel, Handel mit Schmuggelware und Waffen, sowie Schmuggel von Diesel zu gehören. Die Polizei erweist sich hier, für Schutzgebühren zwischen 5 und 20 Prozent, als der wahre Gralshüter dieser „Kultur.“

    Kleine Zwischenfrage: 

    Na, Frau Minister, klingelts langsam irgendwo?

Grundrechte des Menschen: 

  • Die Menschenrechtskommission des Landes wurde erst 1990 gegründet!
  • Die in demokratischen Ländern allgemein gültige Ansicht, wonach alle Menschen von Geburt aus die gleichen Rechte haben, ist kaum mit der hierarchischen Struktur Thailands kompatibel.
  • Noch bis 2003 wurden zum Tode verurteilte Delinquenten hinter einem Vorhang an ein Holzkreuz gefesselt, bevor man ihnen „im Raum wo alles Leiden endet“ mit einem Sturmgewehr in den Rücken schoß. (Gehören geradezu groteske Ambitionen nach  Humanismus etwa auch noch zur Kultur?)
  • Das „Ministry of Information and Communication Technology“ (MICT), blockierte bereits 74,686 URL’s von Webseiten und beantragte im November 2011 die Löschung von 10.000 Facebook Seiten. Selbst das Anklicken eines „Like Buttons“ auf unerwünschten ausländischen Seiten erwirkt inzwischen strafrechtliche Konsequenzen.

Neue Touristen Attraktion: Thailands great new Firewall

  • Pressefreiheit- 2010 stürzte Thailand um 23 Ränge im World Press Freedom Index auf Platz 153 unter 178 Ländern ab. Kommentar der Bangkok Post dazu: Der freie Fall stellt die Gültigkeit der Studie in Frage! Noch Fragen? Vielleicht an den convenience editor?

Geschichte: 

  • Auch wenn man kontinuierlich die eigene Landesgeschichte verfälscht, wird sie damit nicht zwangsläufig Teil der Landeskultur. 1941 besetzten japanische Soldaten das Land, was aber in Schul,- und Geschichtsbüchern verschwiegen wird. „Offiziell“  ist Thailand nie okkupiert worden. So spart man sich die Notlüge, die Japaner wären lediglich zu einem gemeinsamen Manöver aufgeprallt. Tatsache ist: Die japanische Invasion in Thailand ereignete sich am 8. Dezember 1941 und endete 1945. Trotz heftiger Kämpfe in Süd-Thailand, dauerte der Thai Widerstand nur ein paar Stunden. Am Ende wurde in Bangkok ein Waffenstillstand vereinbart. Erinnert an den Spruch: Tja, wir konnten ja nur bis Stalingrad kommen…

Mehr zur Geschichte in Thai Schulbüchern hier

Bildung:

Buddha sagt:

„Man solle nicht in allem nur auf die Autorität der Lehrer und der Älteren vertrauen.“

 Das einzig Gute an einer Thai-Schulausbildung ist die Tatsache, daß sie irgendwann 20 Jahre hinter einem liegt. In den Schulen geht es nicht darum zum selbständigen Denken und Lernen anzuregen, Fragen zu stellen, oder gar kritisch zu analysieren, sondern um Gehorsam und auswendiglernen. Bevor die erste Schulstunde beginnt verbeugt man sich vor dem Bild des Königs, dann vor dem Lehrer und dann vor seinem Buch. Ein Hinterfragen dieser Prozedur ist nicht erlaubt. Wer beim Lernen, oder besser gesagt bei der Reproduktion von Inhalten, nicht den vorgeschriebenen Weg einhält, hat das Unterrichtsziel verfehlt, selbst wenn er dabei zum richtigen Ergebnis kommt. So ist zumindest gewährleistet, daß der Lehrer nicht das Gesicht verliert. Obwohl man den meisten von ihnen zutraut, sie würden mit ´nem Seil Billard spielen und viele die Qualifikation zum Beruf schlichtweg gekauft, oder als „summa cum fraude“ erworben haben.

 Selbst in der Uni wird Studenten eingetrichtert: Du bist ein Niemand von dem man lediglich Gehorsam erwartet! Wenn Du ein Problem hast, wende Dich an Deine Lehrer (nach dem Unterricht), denn nur diese sind in der Lage es zu lösen. Ergebnis: Auch im späteren Berufsleben gilt Hierarchie mehr als Qualifikation im Yes-Boss Geschwader talentfreier Arbeitskräfte. Clever, sitzt auf der Ersatzbank! Aber immerhin,  wenn einer Geld hat und für seine Position bezahlt, darf er dumm sein, wie er will.

 Sogar das Bildungsministerium gab zu, daß ein großer Teil der Lehrer die Tests in ihren eigenen Unterrichtsfächern nicht bestanden. Das betrifft 88 Prozent im Fach Computer-Studien, 84 Prozent für Mathematik, 86 Prozent in Biologie und 71 Prozent in Physik!

 Folglich rangieren Thailands Schüler und Studenten seit Dekaden unter den letzten in Asien, wenn es um Wissensstand und Lernfähigkeit geht. Was man vorfindet sind:

  • Niedriger akademischer Standard, niedriger als in Hongkong , Singapur, oder Taiwan. Hochschulabsolventen haben nur geringe Kenntnisse der englischen Sprache (Lübke Englisch)
  • Fehlendes Verständnis von Grundkonzepten der Demokratie unter den Hochschullehrern, den Angestellten sowie Studenten.
  • Mitglieder der Fakultäten sind engstirnig, hierarchiehörig und können kaum als Team zusammen arbeiten.
  • Obwohl die Universität eine Gemeinschaft von Lehrenden ist, hat die Fakultät eine Sklavenmentalität.
  • In Schulen und Universitäten ist es nicht üblich Lehrenden Fragen zu stellen, damit der Lehrer bei fehlenden Antworten nicht das Gesicht verliert.
  • Eine 9-jährige Schülerin kommt aus der Schule im Isan nachhause und will wieder in Bangkok zur Schule gehen. Begründung: Die Lehrer sind faul, erklären nichts und gute Noten bekommen nur die Schüler, die einmal wöchentlich Geschenke für die Lehrer mitbringen… 

 Wen wundert es da noch, wenn der ehemalige Premierminister, Banharn Silpa-archa, (im Amt 13. Juli 1995 -24. November 1996)  in Bezug auf die britische Königin von “Queen Elizabeth Taylor”  sprach? Vielleicht lag es auch nur daran, daß er „Kleopatra“ nicht aussprechen konnte

Sprache:

 Von einer einheitlichen Sprachkultur zu sprechen ist in Thailand auch ziemlich vermessen. Wenngleich die rund 65 Millionen Einwohner die offizielle Thai-Sprache, die sehr ans Lao angelehnt ist. mehr oder weniger beherrschen, spricht ein großer Teil zuhause eine andere der insgesamt 74 Sprachen im Land. Daher erinnert viel Kauderwelsch an den Turmbau zu Babel.

Religion:

Neue Räucherstäbchen von Javanse Jongens?

Buddhisten in Thailand 95% – Christen 3,8% – Hindus 0,1% – Andere 0,6% (1991)

 Nicht nur durch die Tatsache, daß es unter den orangenen Robenträgern ein gerüttelt Maß an schwarzen Schafen gibt, ist Religion ein heikles Thema. Deshalb nur eine kurze Anmerkung. Einige doch recht substantielle Teile der Lehren Buddhas, der Theravada (Schule der Ältesten), der ältesten noch existierenden Schultradition des Buddhismus, werden in Thailand nicht gelehrt! 

„Thai Werte“ : 

Das Alter spielt keine Rolle

 Was die viel beschworenen Thai Werte angeht, steht der Betrachter zunächst einmal vor der Frage welche denn tatsächlich für korrupte Polizisten, Politiker, Beamte, Lehrer und  Unternehmer Bedeutung haben. Der einzige omnipotente Wert scheint der Baht zu sein. Denn Geld bedeutet in Thailand Macht und Ansehen und zwar in weit höherem Maß als anderorts.

 Eltern schicken zu Zehntausenden ihre jugendlichen Nachkommen in die Prostitution, um sich Konsumgüter zu kaufen, die ihnen auch der angepeilte Mindest (Hunger-) Lohn von 300 Baht pro Tag nicht bescheren wird.   

Wie die Child Protection Foundation am 12 Dez. 2011 bekanntgab, gehen selbst in ländlichen Gebieten bereits 15-jährige anschaffen. Die meisten Mädchen gehen in die Prostitution, weil sie Geld für Kosmetika, Kleidung, Handys oder andere modische Accessoires, brauchen, sagte Montri Sinthawichai, Generalsekretär der Stiftung.

Artikel in Englisch aus der Bangkok Post hier 

 Da auf dem platten Land jedoch der Sextourismus keine Rolle spielt, kann man wohl kaum Ausländer verantwortlich machen. Laut CPF liegt das Hauptproblem darin, daß es den Thai-Freiern egal ist, ob es sich bei den Sexworkern um minderjährige Jugendliche, oder Erwachsene handelt.

 Die Stiftung hat im letzten Monat zwei 12-jährige Mädchen in Maha Sarakham gerettet, die in die Prostitution gelockt wurden. Eines der Mädchen wurde von einem Verwandten auf den Strich geschickt und eine Freundin überredete das andere Mädchen auch anzuschaffen. Ein Polizist wurde als Freier der Mädchen identifiziert.

 Besonders schockierend ist jedoch die Haltung der Eltern, von denen die Ministerin glaubt, sie wären in der Lage und hätten ein Interesse daran, mit den Blagen zu Tempelaufführungen zu gehen. Oder, 100 Jahre alte Musik- und traditionellen Tanz-Unterricht zu geben, bei dem die Akteure mit den Armen Hubschrauber mit verbogenen Rotorblättern imitieren.  Inzwischen glaube ich auch, daß die berühmten Obst- und Gemüseschnitzereien in der iPhone Generation eher zu den Spaßbremsen des 21ten Jahrhunderts zählen.

 Laut Montri waren die Mitarbeiter der Stiftung erstaunt, daß es kaum einem der Eltern leid tat, daß ihre Töchter anschaffen gehen. Die meisten gaben zwar an, daß die Kinder den falschen Weg gehen, aber dagegen könnten (wollten) sie nichts unternehmen.

Soviel zu den „Werten“ innerhalb der Thai Gesellschaft.  

Was wäre die Thai Kultur ohne Pixel? Pleite! Siehe Beispiel Griechenland!

 Wer nun noch immer etwas verwirrt darüber ist, was denn nun Thai-Kultur ist und was nicht, braucht sich nicht grämen! Selbst im Ministry of Culture scheint man sich da nicht ganz sicher zu sein, wie das größte ministerielle Eigentor aus 2010 beweist. Noch bis zum Beginn des Songkran Festes, warb das Ministerium auf seiner Webseite mit barbusigen Thailändereinnen. Als drei Girls dem Beispiel ihrer Großmütter folgten, wurden sie verhaftet und sorgten für einen landesweiten Aufschrei unter den Moralisten.

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*„Die Kultur kann in ihrem weitesten Sinne als die Gesamtheit der einzigartigen geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Aspekte angesehen werden, die eine Gesellschaft oder eine soziale Gruppe kennzeichnen. Dies schließt nicht nur Kunst und Literatur ein, sondern auch Lebensformen, die Grundrechte des Menschen, Wertesysteme, Traditionen und Glaubensrichtungen.“

Im engeren Sinne versteht man unter der Kultur eines Volkes auch folgende Bereiche: Sprache, Geschichte, Religion und Ethik, Wirtschaft, Wissenschaft und Rechtsprechung.

Treffen Menschen aus verschiedenen Kulturen aufeinander, neigen sie dazu, das Verhalten ihres Gegenübers anhand ihrer eigenen Werte und Einstellungen zu interpretieren. Fair enough- würde ich sagen.

Eine Antwort to “Die Crux mit der Thai Kultur”

  1. ganz gut zusammengefasst!

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