Too Horny? 2. Thai Nashorn-Dealer verhaftet!

 Am Freitag dem 11. November hat die südafrikanische Steuerbehörde die personifizierte Gier bei den Hörnern gepackt und einen thailändischen Staatsbürger und Partner des Nashornmafia Bosses, Chumlong Lemtongthai,  bei seiner Ankunft auf dem Flughafen von Or Tambo verhaftet. Der Mann wurde bereits zuvor von einem südafrikanischen Gericht wegen Schmuggels von Nashörnern und Löwenknochen nach Asien, zu einer Geldstrafe von 10.000 Rand ( 918,- €) verurteilt. Ein Behördensprecher begründete die Verhaftung mit der Vermutung, daß der Mann sich auch bei diesem Besuch wieder an illegalen Aktivitäten im Land beteiligen wollte. Außerdem reiste er mit einem gefälschten Pass nach Südafrika ein.

TCM Apotheker: Weisser Kittel, aber dumm wie 100m Feldweg in der nordchinesischen Heide

 Bereits im September wurde Lemtongthai nach seiner Verhaftung dem Kempton Park Magistrate’s Court vorgeführt, wo seine weitere Inhaftierung wegen Fluchtgefahr bereits zum zweiten Mal angeordnet wurde. Der Beschuldigte legte erneut Einspruch ein, weil man ihm eine Freilassung auf Kaution verweigerte. Ihm wird vorgeworfen Jagdlizenzen zur „Trophäenjagd“ illegal erworben zu haben und dann von den Jägern Nashörner im Wert von 65,000 Rand ($8,260, €5,980) pro Kilogramm gekauft zu haben.

 Wie in meinem früheren Bericht zu lesen war, hat der Mann Stripper und Prostituierte angeheuert, die als „Jäger“ auftraten, um die Tiere bei fingierten „Trophäenjagden“ abzuknallen. Die Behörden schätzen, daß der Zulieferer für Verkäufer „Traditioneller Chinesischer Medizin“ (TCM) mit 40 Nashörnern einen Profit von 8.9 Millionen Dollar (€6.492.460) gemacht hat. Die Hörner wurden getrocknet und in Form von „Chips“ an Lemtongthai’s Tarnfirma, Xaysavang Trading Export, verkauft. Auf dem asiatischen Schwarzmarkt erzielte der Händler Preise zwischen 25.500 und 40.000 Euro pro Kilogramm!

 Hintergrund Info:

 Eines der größten Probleme ist das Schlupfloch im Gesetz zum Schutz der Wildtiere, das begrenzte „Trophäenjagd“ zur Limitierung der Tiere erlaubt. Die dazugehörigen Lizenzen werden durch korrupte Beamte und lokale Politiker an skrupellose Händler aus Asien verscherbelt.

 Die ursprünglich in Vietnam beheimateten Javanischen Nashörner, sind durch den TCM Unfug bereits komplett ausgerottet worden.

 Ungeachtet der Tatsache, daß die Tiere massiv vom Aussterben bedroht sind, produzieren chinesische „Pharma-Unternehmen“ weiterhin Produkte mit Nashorn, obwohl die Substanz über keinerlei therapeutischen Effekt auf den menschlichen Organismus verfügt.

 Einer der treibenden Katalysatoren für das Abschlachten der Tiere, liegt in der 2007 von der chinesischen Regierung beschlossenen Subvention der TCM Industrie, mit rund 95 Millionen Euro!

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