Neues vom Planeten Phukit II

 „Laß‘ die Sau los, Paulus!“

 Es gibt aufsehenerregende Neuigkeiten aus dem Bereich Phukit-Ferien, oder Hurlaub auf Klein Porneo wie Eingeweihte es auch nennen.

 Als Saulus-Paulus Effekt bezeichnet man es allgemein, wenn z.B. ehemalige Hacker und Tastatur-Terroristen einen Job bei einer Bank bekommen, in deren Online Banking System sie vorher ihre tags hinterlassen, Kundendaten geklaut und Pin-Nummern ausgespäht haben. Der Ursprung dieses Begriffs, der auch unter dem Namen „Damaskus-Effekt“ bekannt ist, stammt aus dem  Neuen Testament und bezeichnet die Wandlung einer Person, die ihre Einstellung und Verhalten zum für sie Positiven verändert.  Im NT nennt Paulus sich selbst aber nie Saulus und erwähnt auch keinen Namenswechsel.

 Ob diese etwas unklaren Übermittlungen dazu geführt haben, daß der Polizeichef von Patong auf Phuket, etwas verwirrt erscheint, ist nicht bekannt. Was sich der Herr jedoch als neueste Maßnahme einfallen ließ, um die Insel touristenfreundlicher zu machen, passt allerdings besser unter die Überschrift: „Laß‘ die Sau los, Paulus!“

Katoey- Die größten Strandräuber werden nun Hilfssheriffs- tzzzz

 Nachdem nun noch mehr CCTV-Kameras (über 100) an der Beachfront und in der Bangla Road installiert werden, und die Cops in wohlig klimatisierten Polizeiwachen, wo das Burn Out Syndrom auf Fortbildungslehrgang ist, auf einem Dutzend Monitoren allabendlich „Suff-Operas“ gucken können, möchte der Super-Cop nun auch noch 50 Motorrad-Taxifahrer in ihrer 12-jährigen Berufsfindungsphase, Jet-Ski Vermieter (?!), Beachfront-Ladenbesitzer und „andere Personen“ die an der Strandmeile arbeiten, als Blockwarte rekrutieren. Am besten gefällt mir die Formulierung „andere Personen.“ Denn da fallen Kennern der Insel eigentlich nur noch die Katoeys ein, die nach Einbruch der Dunkelheit am Strand gerne Betrunkene Farrangs ausrauben und nun von einer Karriere als Kundschafterinnen für den Inselfrieden träumen. Nebenbei erwähnt, frisch gegoogelt gibt es 1.680.000 Ergebnisse, die sich dem Thema Phuket Jet-Ski Scams widmen!

 In Patong leben 20.000 gemeldete Einwohner. Aber niemand weiß genau, wieviele Nichtregistrierte aus anderen Thai-Provinzen, Burmesen, Nepali, Bangladeschi und Kambodschaner sich hier aufhalten. Die Schätzung liegt bei über 20.000. Dazu kommen in der Hauptsaison rund 100.000 Besucher in den 264 offiziellen Hotels und Pensionen. Kaum zu glauben, daß die 180 Polizisten, aufgeteilt in drei 8 Stunden Schichten, einen Ort mit unzähligen Betrunkenen und Drogenkonsumenten jemals im Griff haben. In der Hauptsaison kommen statistisch gesehen nicht mehr als ein Polizist auf 1.666 Besucher und Anwohner.

 „Normalerweise gibt es eine Menge Raubüberfälle in der Hochsaison. Wir haben nicht wirklich genug Offiziere, um all die Touristen in der Hauptsaison zu schützen“, erklärte Patongs Polizeidirektor Arayapan Pukbuakao, in seiner Ankündigung von Maßnahmen die den Tourismus fördern sollen! Wie sagte Abraham Lincoln einst? „Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch alle Zweifel zu beseitigen.“

 Immerhin war der Mann clever genug (oder vielleicht nur vergesslich), bei der Aufzählung neuer Hilfssheriffs nicht auch noch TukTuk Fahrer einzubeziehen, aber damit hätte er dann tatsächlich alle Berufsgruppen, die dafür bekannt sind Touristen abzuzocken, erfasst. Wie auch immer, die Idee ist so absurd, als würde man Freddie Krüger mit der Beaufsichtigung eines Zeltlagers von Pfadfindern betrauen!  

Wie wär’s mit Freddie Krüger als „Patongs Kindergarten-Cop“?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: