Isan – Dagegen waren Sodom und Gomorra Feriendörfer

Zerstörung von Sodom und Gomorra

 Das Alte Testament erzählt eine Geschichte, deren Kurzfassung etwa so lautet: Gott suchte Abraham in Gestalt dreier Männer bzw. Engel auf, um ihm mitzuteilen, er plane, die Städte Sodom und Gomorra zu zerstören, wenn das sündige Verhalten ihrer Bewohner tatsächlich so schlimm sei, wie ihm zu Ohren gekommen war. Leider geben weder die Bibel, das groβe Zuschlage-Werk, noch VatikanLeaks, den Namen der Petze preis. 

 Atheismus ist eine „Non-Prophet Organisation” und als überzeugter Atheist, komme ich zu der Überlegung, wenn jemand dem virtuellen Boss Benedikts ein paar aktuelle Begebenheiten aus dem Isan zu Ohren kommen lieβe, besäβe Thailand heute den gröβten brandgerodeten Parkplatz zwischen Portugals Cabo de Roca und  dem Kap Deschnjow auf der Tschuktschen-Halbinsel in Ostsibirien.

 Auch diese Geschichte handelt vornehmlich von drei Männern, denen zwar so manches zu wachsen scheint, aber bei Leibe keine Flügel.

 Die Familien A und B wohnen in einem 500 Seelen Ort unweit der Provinzhauptstadt Surin. Die A’s haben ein schmuckes Häuschen mit kleinem Grundstück für den Gemüseanbau. Sie besitzen einen Pickup-Truck und bekommen jeden Monat Geld von arbeitenden Verwandten aus Bangkok, die ihre Kinder bei der Familie im Isan „geparkt” haben, was hier so üblich ist. Darunter sind zwei behinderte Mädchen eines 14, das andere 3 Jahre alt und eine 16-jährige, die in Surin zur Oberschule geht.

 In der rund 100m entfernten Bretterbude von Familie B wohnte nur noch der 71-jährige Groβvater, der gelegentlich von seinem Sohn, der mit einer Angehörigen von Familie A verheiratet ist und seinem 16-jährigen Enkel besucht wurde. Die Groβmutter der Familie verstarb vor über einem Jahr und dem einsamen alten Mann stand der Sinn nach Einsamen. Mit Keksen und Süssigkeiten lockte er die 14-jährige Behinderte, deren einziges Lebensziel die Nahrungsaufnahme zu sein scheint, in seine Bude und vergewaltigte sie so brutal, daβ sie sich blutüberströmt nachhause schleppte. Man brachte sie ins Krankenhaus, wo man zwar den  brutalen Geschlechtsverkehr diagnostizierte, aber weder ein DNA Sample anlegte, noch die Behörden verständigte.

 Es dauerte gut drei Tage, bis das Mädchen in der Lage war ihren Angehörigen zu berichten was passiert war und nach langem Drängen war sie bereit, der Familie zu zeigen wo alles stattgefunden hat. Unter Weinkrämpfen und völlig verstört zeigte sie wiederholt auf die Bretterbude von Familie B. Die A’s erstatteten nach reiflicher Überlegung Anzeige bei der Polizei.

 In den Wochen danach wurde die Behinderte von der Polizei verhört, es wurde ein unabhängiger Arzt hinzugezogen, der zu dem Ergebnis kam, das Mädchen sei geistig nicht in der Lage, sich so eine Geschichte auszudenken und in allen Befragungen dieselben Details zu erfinden. Der alte Mann stritt alles ab und sein Sohn drohte der Familie des Mädchens mit Mord und deren Haus anzuzünden. Gleichzeitig verkaufte er die Bretterbude und einige Grundstücke, um sich bei einer eventuellen Schadenersatzklage als mittellos auszugeben. Er geriet mit seiner Frau (aus Familie A) in Streit über die Anklage gegen seinen Vater und verprügelte und vergewaltigte sie mehrfach, worauf sie ihre Sachen packte und nach Bangkok zog.

 Nach fast vier Monaten kommt es zur Verhandlung gegen den Alten und er wird als schuldig zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

 Erwähnenswert ist vielleicht noch eine kleine Vorgeschichte. Rund zwei Monate vor der Vergewaltigung der Behinderten, hat der Enkel des Alten mit zwei Kumpels die 16-jährige Schülerin nach einer Feier vergewaltigt. Zur Rede gestellt, bot er der Familie an, wenn sie von einer Anzeige absehen würde, ware er bereit das Mädchen zu heiraten! Wow! Selbst im Isan würde wohl kaum jemand seine 16-jährige Tochter in eine Familie von permanent geilen Dreibeinern geben. Das sind Zustände, die man eigentlich eher in einer Strauss-Kahn/Berlusconi Wohngemeinschaft  erwarten würde!

 Bei jedem Schnitt in den Finger beim Gemüseputzen, wenn in einer Woche drei Hühner überfahren werden und ein Verwandter bei einem Verkehrsunfall stirbt, wittert Familie A nun Voodo-Zauber als Rache der B’s dahinter und gibt ein Vermögen für „Gegenzauber” aus!

 Diese Geschichte ist bei weitem kein Einzelfall! Tja, und immer noch träumen Euro-Rentner davon, sich mit ihrem ausgemusterten Bargirl in Thailands Antwort auf Sodom und Gomorra niederzulassen. Den Leuten sei gesagt: Mit der Errichtung einer Missionsstation der Zeugen Jehovas in Kandahar, hättet Ihr bessere Chancen auf einen geruhsamen Lebensabend!

Thailands Isan - vielleicht doch nicht der geruhsamste Altersruhesitz

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