Zu Ruhm & Ehre durch Duldungsstarre

Dies ist trotz der Überschrift KEINE Story über weibliche Pornodarsteller!

 Eigentlich wollte ich darüber schreiben, was in Thailand zum Thema „Planking” abgeht. Dazu komme ich etwas später, denn ich muβ bei dem Thema ständig an diesen alten Witz denken:

 Manfred’s Frau ist zur Kur. In der Glotze nur Wiederholungen und alle Zeitschriften im Haus sind schon Monate alt. Aus Frust räumt er die Bude auf und findet ein Faltblatt mit Kurs-Angeboten der lokalen Volkshochschule: Nicht-Raucher Kurse, Betreutes Trinken, Barthaar-Makramee, Wir rösten Atomkerne… Alles Schrott! Aber hier- Backen ohne Mehl! Mit solchen Fähigkeiten, dachte er sich, könnte er Monika nach ihrer Rückkehr überraschen. Auf dem langen Flur der VHS klopft er an eine Tür und tritt ein. Vor ihm liegen ein Dutzend Männer auf dem Boden und machen Liegestütze. „Entschuldigung“ bittet er den Kursleiter, „ich suche den Kurs Backen ohne Mehl.“ Antwort: „Tut mir leid, der ist erst am Mittwoch. Heute ist F*cken ohne Frauen!“ Yo- und so ähnlich sieht’s beim „Planking“ auch aus!

Na Jungs, eure Mädels auch wieder zur Kur?

 „Planking“ ist eine neue Freizeitbeschäftigung für Tanzlegastheniker, die schon einen Augenaufschlag für eine ordentliche Trainingseinheit halten. Dabei legt man sich starr auf den Bauch, mit dem Gesicht nach unten, Hände an die Hosennaht gepreβt, um sich an möglichst ungewohnten Orten in dieser Stellung fotografieren zu lassen, um die Bilder von seinem „plank“ später im Internet zu veröffentlichen. Da kann man für einen kurzen, aufreibenden Moment diesen Höhepunkt beim Verlassen der Anonymität mit Gleichgesinnten teilen. Denn,- was in der tiefsten Provinz entsteht endet auf Facebook. Ich finde das ist so aufregend, als würde man Sägemehl sägen. Ob die das bei der Seebestattung Bin Ladens abgeguckt haben?

Unmöglich sich besser zu amüsieren!

 Einige der Planker sind tatsächlich bei ihren Aktionen verendet, weil sie sich im Suff im 7. Stock auf die Balkonbrüstung, oder auf Eisenbahngleise gelegt hatten. Alles getreu dem Motto: It’s better to burn out than to fade away.

Thailands most wanted monk- 114 € Belohnung für seine Identität

Titel von Thailands THE NATION website

 Ein „assistant rector of Mahamakut Buddhist University Thailand” hat nun eine Belohnung von 5000 Baht (114 €) ausgesetzt, um einen Mönch zu identifizieren, der sich in saffranfarbener Robe beim Planking ablichten lieβ. Songkran Achariyasap, betonte, daβ er mit seiner persönlichen Aktion dem Office of National Buddhism [ONB], helfen will den Mönch festzunageln (ist das auch Planking, oder schon INRI-ing?). Das Büro versuchte bisher vergeblich den Horizontal-Mönch ausfindig zu machen. Wenn auch die Belohnung nichts bringt, will man das Informations- und Kommunikations Ministerium einschalten, um herauszufinden, wer das Foto gepostet hat. Damit wird das Ministerium wohl zu einer Art „Max Plank Institut für Hinleger.“ Immerhin kann der poster unter dem „Computer Crime Act“ zu 5 Jahren und Geldstrafe verdonnert werden!

Warten Sie schon lange hier? Sagen wir mal so, als ich ankam war ich gertenschlank

 Der stellvertretende Direktor des ONB sagte, man würde dem Mönch, oder Novizen, eine Rüge erteilen, da man von ihnen verlangt, daβ sie sich angemessen verhalten sollen. Der Begriff „approriately“ (angemessen) wird in Thailand gern von Beamten und Politikern gebraucht, da es reine Auslegungssache ist, was darunter zu verstehen sei.

 Ein ziemlicher Wirbel um einen Mönch, oder Novizen, der sich vielleicht nur von den vielen „liegender Buddha“ Statuen inspiriert fühlte. In Europa haben die Mönchlein wenigstens standesgemäß Bier gebraut. Immerhin kann er jetzt für sich den Titel „Thailands most wanted monk“ unter den 200.000 Robenträgern für sich beanspruchen. Ein Senior Mönch gab allerdings zu, daβ es eigentlich kein spezielles Verbot für derlei Aktionen gäbe.

 Cultural Surveillance Centre (Kultur Überwachungs Zentrum?) Director Ladda Tang Supachai, rät Eltern ihre Kinder vor der schlechten Seite (oben, oder unten?) des „Planking“ zu warnen. Die Aussage erinnert an: Fußball ist wie Schach. Eben nur ohne Würfel.

 Wo genau die „Toter Mann Offensive“ ihren Ursprung hat, ist schwer zu sagen. Vorläufer waren jedenfalls Happenings wie das Lying Man Project in New York (1999), das A plat ventre (2004), das koreanische Playing dead und natürlich der Klassiker im Kultfilm Herold and Maude.

Keiner war so komisch tot wie Bud Court in Herold und Maude

Mein Vorschlag für fehlgelaufenes Planking: da "Boxing" ja schon belegt ist,- wie wär's mit "Kisting"?

Fazit: „Heut’ kannste nix mehr machen- dat wird allet im Internet abjedruckt!“

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