Shopping Paradies für perverse Alleinunterhalter

Mama’s Liebling vom Wochenmarkt- geht ja noch

 Sicher gibt es zu elterlichen Geburtstagen wieder hier und da gequältes Lächeln, wenn der Alte die übliche Krawatte, das Geschenk-Set mit 200m Camouflage Angelschnur und drei farbenfrohen Barracuda-Wobblern, oder Mutti den lange herbeigesehnten Staubsauger auspacken. Immerhin erscheint es offensichtlich, dass sie nichts Illegales auf dem Wunschzettel hatten, selbst wenn Mutti einen handgedrechselten Dildo vom Wochenmarkt auf St. Pauli aus der Tüte zaubert. Verkaufsargument des Anbieters: „Ich selbst hab‘ nur noch Caritas Sex- Sie klappert mit dem Döschen, aber ich tu nix mehr ´rein!“

 Die hardcore Touristen Bangkoks, etwa gemütskranke Hinterwäldler verschiedener Nationen, die durch den übermäßigen Konsum von Blumentopf-Hanf und sündigen Sexualpraktiken im Bereich der heimischen Fauna über Generationen aus der Bahn geworfen wurden, haben da ganz andere Sachen auf dem Einkaufszettel. Aber eigentlich wird hier jeder bedient, der nicht mehr dem Irrglauben nachhängt, dass es zu einer gelungenen Festtagsvorbereitung gehört, wenn man mit seiner Schwiegermutter bei Obi Tapeten aussucht.

Kinderpornografie vom Grabbeltisch

 Nun haben bestimmte Regionen in Süd-Ost Asien den traurigen Ruf erworben, eine Art Streichelzoo für Pädophile aus aller Welt zu sein. Aber, hier scheinen die Leute ohnehin ein gestörtes Verhältnis zu dem Thema zu haben. In meiner Nachbarschaft gibt es einen pensionierten Juristen, der allabendlich mit einem Rudel 5 bis 10-jähriger Jungs durch die Gassen wandert, die er groβzügig mit Eiscreme, Cola und Snacks versorgt. Ab und zu verschwindet der gesamte Tross für eine Zeit von der Bildfläche. Unter den Eltern hat sich noch niemand darüber gewundert, lästige Fragen verkneift man sich, solange man selbst nicht für das Naschwerk in die Taschen greifen muβ. Einer der Security Guards (!?) zerrt in aller Öffentlichkeit ständig kleinen Jungs die Hosen herunter und fummelt an ihnen herum. Er greift sogar Windelträgern zwischen die Beine. Reaktion der Nachbarn: Null! 

Da versucht man jahrelang seine Brut von Bonbon spendierenden Seniorenstiften fern zu halten, und dann glotzen sie einen fragend an, wenn sie knutschende Opas in Frauengewändern im Fernsehen erspähen…

Pattaya Beach Road- Für das Wegwerfen einer Kippe kassiert die Polizei 45€ Strafe, aber…

 Wie lange würde es in Husum, Hagen oder Hindelang dauern, bis die Handschellen klicken, wenn jemand in aller Öffentlichkeit auf einem Markt in der Fußgängerzone DVD’s mit Kinderpornografie verkauft? 10 bis 20 Minuten? Käufer und Verkäufer würden gleichermassen belangt und das ist gut so! Anders in Bangkok oder Pattaya. Während auf den Flughäfen noch alle harmlosen Herrenmagazine züchtig in Plastik eingeschweisst sind, blüht der offene Handel mit derlei Schund Tag und Nacht auf Pattaya‘s Beach Road, unter dem von schwarzen Sonnenbrillen getrübten Blick der Polizei.

 Nach wiederholten Presseberichten wurden diverse Razzien in Bangkok’s Sukhumvit Road veranstaltet, die den offenen Handel vorerst eindämmten. Provinzübergreifendes Ergebnis: Jetzt boomt der Markt im 90 Autominuten entfernten Pattaya! Der Verkauf findet inzwischen auch tagsüber statt und die meisten Käufer sind Ausländer, die dort einen Wohnsitz haben, oder zumindest Langzeittouristen sind. Keiner der Kinderficker zeigt beim Shopping auch nur die geringste Scham, oder gar Angst in Sachen herumzustöbern, die sie unter Umständen in die Abendnachrichten bringen könnten. Im Vergleich zum Bratwurstfressen auf dem heimischen Christkind’l Markt, erscheint ihnen das natürlich als die schlechtere Alternative, weil anstrengend und womöglich noch mit erwachsenen Frauen.

Einige kaufen den Schund sogar dutzendweise. Vielleicht sollte man zumindest hier den Verkauf und Handel mit Pfizer’s Begattungs-Pillen gleichfalls unter Strafe stellen. Thais sind kaum unter den Käufern. Die Händler bieten die Ware auch nicht Thais an, weil sie fürchten, diese arbeiten verdeckt für die Polizei.

So läuft der Verkauf ab:

 Die Händler stehen meist ein paar Meter neben oder hinter ihrem Stand, um nicht sofort als solche erkannt zu werden und beim unerwarteten Besuch der Polizei unbeteiligt davon zu schreiten. Auf den Klapptischen liegen die leeren Cover von bis zu 100 Hardcore- und Kinderpornos. Nähert sich ein interessierter Kunde, treten die Verkäufer hervor. Kunden, die nicht gleich fündig werden, bittet man in einen Stauraum in Geh Weite, wo eine weit grössere Auswahl wartet. Hat sich der Kunde zum Kauf entschlossen, wird die Nummer auf dem Cover notiert und ein Läufer bringt die Ware aus einem Lager in wenigen Minuten an den Mann. Inzwischen haben sich einige Händler zusammengeschlossen und unterhalten ein Netzwerk von Spähern, die per Handy die Händler warnen, sollte sich die Polizei nähern. Die Preise für VCD oder DVD liegen bei € 2,50 aber es gibt Mengenrabatt.

 Auf der einen Seite gibt es halbherzige Bemühungen der Thai Tourism Authority, Pattaya als familienfreundliche Urlaubsdestination zu präsentieren, das ist so rührselig naiv, als würde man einen Bären zum Friseur schicken. Auf der anderen Seite haben eben auch Kinder und Jugendliche Blick auf die Auslagen, wenn sie mit ihren Eltern auf der Beach Road flanieren. Allerdings muss ich sagen, wer so bescheuert ist, mit seiner Brut ausgerechnet Ferien in Pattaya zu machen, der kann sie auch gleich mit in den heimatlichen Erlebnis-Puff nehmen. Eher würde ich mir während der Regenzeit im Dschungel lediglich mit Aspirin-Narkose und einem „Leatherman“ den Blinddarm selbst herausnehmen.

Schamlose Rocksäume sind ein Aufreger,- Kinderpornografie eher nicht so!

 Obwohl der Ursprung des größten Teils der Ware ausgemacht ist, der Ban Mor Markt in Bangkok, scheint die Produktion der silbernen Schweinerei-Scheiben unbehelligt Nachschub zu liefern. Während Kinderpornografie dort zurzeit nicht öffentlich ausliegt, verkaufen über 20 Händler hier Hardcore. Kaum anzunehmen, dass die DVD’s mit Kindersex nicht von ihnen, sondern von den Gemüsehändlern vertrieben werden.

 Wie üblich zeigt die breite Öffentlichkeit wenig Interesse für das schmutzige Geschäft. Wer angestachelt durch einen ausgeprägten „Gierfaktor“ Kohle macht, wird eher bewundert als verdammt Wenn einer aus Scheiße Geld macht, ist es lediglich das Geld, was zählt!. Geradezu lächerlich erscheint aber, daß gleichzeitig in den Medien eine endlose Diskussion darüber im Gange ist, daß einigen besorgten Bürgern, Schul-Rektoren und Politikern die Röcke der Studenten Uniformen zu kurz sind. Wenn also einer gesamten Nation der Blick fürs Wesentliche abhanden gekommen ist, fragt man sich schon, wo gucken die denn eigentlich den ganzen Tag hin?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: