Achtung Viagra! „Hör‘ auf zu Grinsen, der Onkel ist krank, der kann nichts dafür!”

*Viagra Greise: Ältere Herren mit Geburts-Trauma! Vom Wunsch beseelt, wenigstens partiell wieder in den Mutterleib zurückzukehren. Egal in welchen-  wie oft, oder wie alt.

 Statistiken des Bundesgesundheitsamtes und der amerikanischen FDA (Food & Drug Administration) zufolge, sind bisher in Deutschland 30, europaweit 77 und weltweit 616 Todesfälle nach der Einnahme von Viagra gemeldet worden. Weitere 40 hatten mehr Glück- sie haben lediglich das Augenlicht eingebüßt. Hauptbetroffene sind Herren denen man ansieht, daβ sie körperliches Wohlbefinden hauptsächlich durch Nahrungsaufnahme herstellen, Numerologie und Todesursache erinnern ein Wenig an Erkenntnisse indischer Hochzeitsfeiern, bei denen die Gäste mit gepanschtem Alkohol in Stimmung gebracht werden, oder einfach nur an ein typisch österliches Familienfrühstück in Moskaus Trabantenstädten. Inoffizielle Zahlen sehen da gewohnheitsmäßig etwas anders aus. So erzählte mir ein Doktor aus Grossbritannien, dass innerhalb eines Jahres allein auf der Ferieninsel Phuket über 170 Viagra-Greise keine Verwendung mehr für das letzte Lümmeltütchen im Brustbeutel hatten. Aber was sind schon Ärzte? Bei allem Respekt sind das auch nur ehemalige Medizinstudenten.

Alte Fliegerweisheit: ‚runter kommen sie immer!

 Auf den obligatorischen Visa-runs nach Myanmar, von Phuket aus der kürzeste Weg über die Landesgrenze, bieten die Schlepper auf den Longtailbooten neben Zigaretten und Burma Schnaps (Rangooner Brückenglück) jede Menge Billig-Viagra, Cyalis, oder andere Potenzmittel an. Dabei ist jedoch äußerste Vorsicht geboten, da das Zeug mit Sicherheit in irgendeiner Mangroven-Garküche, oder Schülerlabor hergestellt wurde. Auf Bangkoks Einkaufsmeile Sukhumvit ist man schon einen Schritt weiter. Hier bieten fliegende Händler inzwischen das praktische Triathlon-Paket an: Viagra, Cyalis und Valium. Kann nicht lange dauern und es gibt vietnamesischen Wodka der wohlklingenden Marke „PARANOYA“ im Feiertags-Geschenk-Set mit Alka Seltzer und Eisbeutel.

  Eine 16 bis 20-jährige Thai, die vor den Augen eines 60 bis 70-jährigen Eurozonen-Lustgreises ihren Unterleibsnerz freilegt, ist jederzeit in der Lage ihn nachhaltig zu beeindrucken. Wenigstens das steht ausser Zweifel. In der Umkehrung kommt es jedoch trotz verzweifelter Versuche immer wieder zu finalen Komplikationen. Wenngleich hier meist die Vorgabe lautet: „Das Pferd muß schwitzen, nicht der Reiter.“ Wahrscheinlich haben viele ältere Herren aus der Rubrik „Wurmfutter in der Warteschleife“ noch den Spruch ihres Jugendschwarms Marlene Dietrich in Erinnerung: „Ein Land ohne Bordelle ist wie ein Haus ohne Badezimmer!

 Dennoch glauben die meisten der Kukident-Kopulisten, dass ihre exotische, jugendliche Errektions-Managerin von ihren Hintern, die an einen hundertjährigen Lederapfel erinnern, begeistert ist. Von präkoitaler Demutsgeste keine Spur, selbst wenn sich der ehemals wilde Willi inzwischen lediglich so erhebend wie ein Stapel nasser Handtücher präsentiert. Man  freut sich dann auch schon über kleine Komplimente wie: „Deine Haut ist so zart wie ein 17-jähriger Pfirsich!” Naja wie sagt man so schön? Illusion ist bei den Kranken alles!

Nicht vergessen: Auch wenn der Zeiger steht,- die Zeit vergeht!

 In Thailand ticken die Uhren eben anders. Hier regt sich niemand darüber auf, wenn ein 72-jähriger ausländischer Viagra-Greis mit Pfitzer’s Aufstiegs-Hilfe mit einer 16-jährigen „Liebe macht“ (!?!). Und wenn es die eigene Tochter ist, dann freut man sich lediglich darüber, dass man nicht 100 Mann-Jahre auf dem Reisfeld ackern muß, solange die Kleine die monatlichen Raten für den neuen Pick-up Truck und den schrankwandgroßen LCD Fernseher bezahlt. In der Köpfen der Reisbauern im Isan, Thailands Armenhaus, besteht Moral in der Hauptsache aus weitgehender Beachtung einiger bequem modifizierter buddhistischer Grundregeln. Wenn die Mutter eines 14-jährigen Sohnes in der Nachbarschaft verkündet, ihr Sohn möchte sich zum Ladyboy umstrukturieren lassen, um als call boy in Pattaya seine Familie im Isan zu unterstützen, nickt man das wohlwollend ab. Wenn der Bengel dann bereits nach dreimonatigem Volontariat in den Schwulenkneipen HIV positiv ist, nimmt das ganze Dorf Anteil und man empfindet es allgemein als tragisch, daß der arme Junge schon so früh an „Krebs“ erkranken musste.

 Der Alltag des gemeinen 60-something Rammlers im Land des senkrechten Lächelns sieht dann etwa wie folgt aus: Mittags aufstehen, weil es dann sowieso zu heiß zum Schlafen wird. Die Dritten ins Esszimmer schieben und die Deoroller-Frisur mit dem Schwamm aufhübschen. Dann mit den gleichgesinnten Genitaldenkern aus der Nachbarschaft einen sowieso nur zum Nörgeln gebrauten Kaffee ´runterwürgen; (Ey, euer Kaffee macht mir ´ne Gürtelrose um die Zungenspitze) um danach beim Skat oder Doppelkopf die ersten Zündkerzen der Designer-Label Jägermeister oder Boonekamp zu verhaften. Dabei werden gerne Lebensbeichten abgelegt, man erfährt alles wissenswerte über untaugliche Familienmitglieder, Erbschleicher, türkische Nachbarn in Winsen an der Luhe, die eigentlich ganz nett sind, künstliche Hüftgelenke und was man schon immer über Inkontinenz wissen wollte, aber sich nie zu fragen traute. Gleichfalls beliebt sind Streitgespräche etwa wie: „Der Heinz ist ein kompletter Blödmann, der verdirbt die Preise weil er seiner Bekannten schon wieder ein neues Handy gekauft hat. Jetzt wollen alle anderen Hühner auch eins!“ Es folgt die obligatorische Billigmahlzeit im Stil kulinarischer Dreifaltigkeit: Tom Yum, Morning Glory und 2 hartgekochte Eier, beim lokalen Weichraumcontainer-Suppenchhef. Nun wird’s auch langsam Zeit für ein Nickerchen, weil die Ersten schon wieder angebrütet sind wie die Besucher eines irischen Elternabends.

 Weiter geht’s nach erscheinen der Säufersonne. Bei den Tourismus-Niveau Getränkepreisen auf auf dem bevorzugten Reiterhof, wo die Reisbauerntöchter des Isan auf den Rentner für’s Leben warten, empfiehlt es sich etwas vorzuglühen, bevor Opa auf den Nippelgong haut. Bevorzugte Promillebeschleuniger, während der gedrängten Wochenübersicht des Frischfleischangebots, sind neben Leo-Bier, der Reis-Whisky Regency, oder die Billig-Version Sang Som, der in die Geschmacksklasse Kommodenlack gehört. Kann nicht lange dauern, bis die Thais hier Galama Sunrise, Doppelherz on the Rocks und Togal Tropicana anbieten.

 Erst nach dem entsprechenden Bühnenaufbau geht es dann in den Teeny-Puff. Das ist wie Bunga-Bunga Party  bei Berlusconi, für Rentenenmpfänger. Die Mädels abchecken, sich als Diplomzuschauer geben und erst in der Schlußrunde zugeben, daß man bereit ist ihre bar-fine zu bezahlen. Sonst hocken die Girlies einem den ganzen Abend auf den Arthroseschenkeln und betteln um Drinks. Die Cheap-Charlies mit dem Stacheldraht in der Tasche, gehen erst kurz vor Ladenschluss auf einen Drink in die Fleischhalle, in der Hoffnung die zukünftige Prinzessin der Nacht auf dem Nachhauseweg zum Beischlaf, unter Umgehung der bar-fine, zu überreden. Das klappt aber nur sehr selten und meist wird der vormals strahlende Freier zum Alleinunterhalter. Ansonsten heisst es: Die Blaue einklinken, Schlübber runter- Muff raus und sich darüber freuen, daß der Willi tatsächlich nochmal so imposant wird, dass er Bezeichnungen wie „Diktiergerät“ oder „Zentralmassiv“ auch verdient. Zum Abschluss noch einen Stoßseufzer der anderen Art ins Nachgebet einschliessen: „…und lass mich nicht gen Himmel fahren, bevor die letzte Pille geschluckt ist!“

Und noch eine Warnung: Bloβ nicht die Beischlafhilfen erst morgens um Fünf einschmeiβen und zwei Stunden später am Pool dösen, sonst hört man die Mütter wieder ihren Kindern sagen: „Hör‘ sofort auf so blöd zu Grinsen, der Onkel ist krank, der kann nichts dafür!”

Video zum aktuellen Thema mit einem Song den ich in Zusammenarbeit mit Kumpel Micky Wolf (alias VanWolfen) gebastelt habe:

  http://www.youtube.com/watch?v=nNkBdEjytXw *

* Leider wurde das Video auf Youtube gelöscht. Dafür ist der Song auf der neuen CD von van Wolfen zu hören!

Mehr von VanWolfen gibt’s hier:

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