Euthanasie Tourismus – Killing me softly, oder Last Exit Bangkok

country icon Aus aktuellem Anlaβ! Eine über 60 Jahre alte Frau hat in den USA nach dem Krebstod ihres Mannes angefangen „Suizide Kits“ per Post zu versenden, hier noch eine Geschichte aus dem vergangenen Jahr. Derzeit geistert die alte Dame durch die Medien; und demnächst wahrscheinlich durch die Gerichte.

Die Pattaya Variante

Fensterstürze und Freiflüge ohne Fallschirm von Hotelbalkons, die nahezu ausschließlich von Ausländern gebucht werden, gehören in Thailands Freizeitpark für Geschlechtsreife (Pattaya), zum Alltag. Ob nun jemand trotz schmerzhafter Arthrose in den Knien, aus freien Stücken über die Balkonbrüstung steigt, etwa 67-jährige im beliebten Albaner-Smoking, die an der unverstandenen Liebe zu einer 17-jährigen Thai verzweifeln, vernunftresistente Familienflüchtlinge aus Rostock, die sich unerklärlicher Weise wegen der neuen Software zum Kopieren von Kreditkarten mit der Russenmafia überworfen haben, oder Leukämie-Patienten aus australischen Bauxitminen,- die „gildoeske Sauerei“ im Erdgeschoss ist immer gleich. Oder wie man es in Kneipen oft kommentierte: „Hossa hat es noch geschallt- und dann ist er aufgeprallt!“

 Da niemand gefragt wird, ob er in diese Welt geboren werden möchte, sollte sich auch niemand herausnehmen, jemandem das Recht auf einen selbstbestimmten Austritt aus der Welt zu verweigern! In Singapur kann eine Person die versucht, Selbstmord zu begehen für bis zu einem Jahr inhaftiert werden. Da muss man diese oft brutale Variante des Kirchenaustritts wenigstens nicht mit religiösen Vorbehalten (Selbstmord als Tod-Sünde) verdammen. Allerdings kommt hier auch niemand auf die Idee, den Aufenthalt hinter Gittern als Therapie verstanden wissen zu wollen.

Nembutal- der finale "Absacker"

 Auf der anderen Seite erscheint es schon etwas verantwortungslos, wenn sich in- und ausserhalb Thailands (via Internet Bestellung), jeder Todeskandidat in der Warteschleife die schwarze Pille wie am Kaugummi-Automaten besorgen kann. Wobei der eigentliche Verwesungsgeruch wohl eher von den skrupellosen Geschäftemachern im Hause „Gierschlund & Raffke” weht. Und wer weiß schon, ob nicht ein geplagter Ehemann mit Hilfe des finalen Absackers  Nembutal, den Diskussionen mit seiner nervenden Schwiegermutter einen endgültigen Schlusspunkt setzen möchte? Mal von den normalen Nachbarschaftsstreitigkeiten- „Na Klaus, noch’n ´Absolut´ zur Versöhnung?“ abgesehen. Aber was soll‘s, früher hat man die Leute einfach zum traditionellen Pilzragout eingeladen.

 Das Angebot der Woche: Für 63 € mit Nembutal ins Nirwana!

 „Australier, die Tierarztprodukte kaufen wollen sind willkommen!“ So werben derzeit immer noch mindestens drei Veterinär-Kliniken in ihren Schaufenstern in Bangkok um potentielle Gift-Käufer, die von dieser Welt die Nase voll haben. Hier braucht man keine Apotheke oder Rezept vom Arzt. Nach dieser unbeabsichtigten Reklame kann es ja auch nicht mehr lange dauern, bis man nach der Landung der Touristenbomber aus Düsseldorf am Immigration-Schalter hört: „Oh mein Buddha, jetzt kommen die German farrangs schon zum Sterben hierher!”

Dead end - copy, copy

 Richtig kriminell wird das Geschäft, wenn die bekannten Panscher von Aufstiegshilfen für Totgeglaubte wie Viagra, Cialis & Co. ihre Angebotspallette auf den lukrativen Marktbereich erweitern. Die australische Recht-auf-Freitod-Organisation „Exit“, empfiehlt auf ihrer Website sogar den Kauf der Euthanasie-Drogen in Thailand, Mexiko, oder Peru. Thailand ist wie immer am preisgünstigsten! Ich weiβ, jetzt horchen besonders die eingefleischten ALDI-Kunden auf. Ausserdem- für Australier ist Bangkok, schon wegen der billigen Flüge, das Paradies für rezeptfreies Endzeitshopping. Da fallen die 36 € für das Austrittsticket kaum noch ins Gewicht. Aber wer wird angesichts der bevorstehenden Aktion schon knauserig werden? Zu den beliebtesten „Näher mein Herr zu Dir‘‘  Mixturen zählt Nembutal, dass in 3o Minuten tödlich wirkt. Ohne Reanimationsmöglichkeit! Beschwerden über Unverträglichkeit mit anderen Medikamenten, oder Nebenwirkungen, sind naturgemäss nicht bekannt. Deshalb gibt der Hersteller auch keine Garantie. Beschwert hat sich wohl noch keiner.

 Allein im vergangenen Jahr bekam Dr. Nitschke, australischer Autor eines natürlich nicht unumstrittenen Buches mit detaillierten Anleitungen zum Selbstmord- ohne Fenstersturz, 300 Anfragen von interessierten Käufern. Extrem Hypochonder horten seitdem die flüssige Sensenmann-Einladung nach eigenen Angaben schon im Voraus in ihren Nachttischschubladen.

Zu laut, zu argumentativ, zu rasant

Zu langsam, zu aufwendig

 Aber,- ähnlich wie die Balkonbrüstung für Arthrose Patienten, gibt’s auch hier eine letzte Hürde. Die Einfuhr einer tödlichen Dosis Nembutal (6 Gramm), fällt in fast jedem Land unter die Rubrik „Drogenschmuggel“. Im Land der Kängurus kann das eine bis zu 25-jährige, haftbedingte Verzögerung, der Selbstmordabsichten bedeuten. Das versaut einem dann sogar die allerletzte Seite im Terminkalender.

Unsere totsichere Markanalyse zeigt: Zum besten Produkt gibt’s keine Alternative!

P.S. Gebt mir bitte Bescheid, wenn die ersten Euthanasie-Reisen á la „SOILENT GREEN” in Deutschland angeboten werden, oder Yellow Press Magazine unter dem Titel „Schöner sterben“ am Kiosk aushängen.

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3 Antworten to “Euthanasie Tourismus – Killing me softly, oder Last Exit Bangkok”

  1. Natrium-Pentobarbital oder Helium aus der Alditüte, eines so tödlich wie das andere. Damit gehst du so oder so weggli, wie der Schweizer sagen würde.

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    Moped mieten und ohne Erfahrung und Helm losfahren. Klappt überall in Thailand.

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