Women ‘Я’ ours! Asiens getarnter Rassismus

 Historisch gesehen hat der Raub von Frauen und Mädchen Tradition, egal wie weit man die Geschichte zurückverfolgt. Von der Steinzeit (Massaker von Talheim vor 7.000 Jahren) bis zu den alten Römern, auf Feldzügen von Alexander dem Grossen, bis zu Pippin dem Kurzen hieβ die Devise: „Frauen klauen bringt Selbstvertrauen“. Während in der Vergangenheit jedoch die Eigentumsverhältnisse mit Keule oder Schwert entschieden wurden, ist in der Moderne das Einkommen und der damit verbundene soziale Status, die letzte Entscheidungshilfe sich als willige Beute zu präsentieren. Wenngleich gerade in Asien auch noch gewaltsame Entführungen durch Menschenhändler an der Tagesordnung sind. In Laos zum Beispiel, gab die Regierung im Oktober zu, daβ „human trafficking“ in allen 17 Provinzen gegenwärtig ist. Kunststück, mit diversen NGO’s im Land, die permanent auf das Problem hinweisen, das heisst jedoch nicht, daβ man bisher etwas wirksames dagegen unternommen hat. Business as usual.

Frauenklau traditionell und modern

 Regierungen im Raum des pazifischen Asiens handeln kaum, um die Nachfrage nach geraubten Frauen Einzudämmen. In nahezu allen Fällen stehen jedoch Familienmitglieder oder Respektspersonen hinter dem „Raub“, der damit eigentlich mehr zum Verkauf, und somit als devisenbringende Einkommensquelle gesehen wird.

Bevor einem das Weibervolk ausgeht, kommen die Regierungen schon mal auf Ideen, die weder mit allgemein geltendem Menschenrecht, noch mit persönlichen Rechten in Einklang stehen, wie die Situation in der Demokratischen Volksrepublik Laos zeigt.

Man beachte die Hörnchen...

 Eine Tatsache, die vielen Besuchern des Landes nicht bekannt ist die, daβ jede Beziehung zwischen unverheirateten Laoten und Ausländern ungesetzlich ist. Das ist Rassismus pur! Man stelle sich den internationalen Aufschrei vor, wenn in Deutschland Beziehungen zwischen Einheimischen und Türken, Italienern oder Polen verboten würden! In Laos geht es soweit, daβ einen selbst der Besuch einer(s) Laoten im Hotel schon einen Aufenthalt im Knast bescheren kann, egal aus welchem Grund der Besuch stattfindet! Das erinnert an das in Malaysia und Indonesien praktizierte „Khalwat“, wonach es unverheirateten Muslimen verboten ist sich mit dem anderen Geschlecht auch nur zu treffen. Um aus dem Dilemma wieder herauszukommen, wird die Geldbörse des Ausländers um mehrere tausend Dollar erleichtert. Jawoll! So macht man Geschäfte! Damit eröffnen sich für Denunzianten und niedere Beamtenränge ungeahnte Nebenerwerbsquellen. Hier hat man es nicht mit Hartgeldluden zu tun, sondern mit staatlich sanktionierter Abzocke! Daβ der, oder die Betreffende Einheimische Person, ebenfalls eingekerkert werden kann, hat bisher jedoch weder männliche noch weibliche Prostitution unterbinden können. Es erklärt aber, warum unschuldige Menschen auf Polizeiwachen extravagante Geständnisse unterschreiben. Ausserdem gibt die Regelung den lokalen Medien eine ausgezeichnete Gelegenheit die nationalistische Trommel zu rühren, wenn Betroffene vorgeführt werden, als wären sie während einer Pilgerreise durch Altötting zusammen mit einem Rudel Friseur-Transen in der öffentlichen Bedürfnisanstalt einer Autobahnraststätte verhaftet worden.

Die Euro-Zonen Version

 Es gibt jede Menge vorgeschobener Gründe für die Regelung. Zu den aberwitzigsten gehört der, daβ man vermeiden will, ähnlich wie Thailand, eine Destination für Sextouristen zu werden! Und das in einem Land, das neben Kambodscha weder als Traumstranddestination, Birdwatcher-Paradies oder El Dorado für Tempeltanz Enthusiasten berühmt ist, sondern international den Ruf hat, ein Disneyland für Schmalspur-Polanskis zu sein.

 Selbst wer sich mit Genehmigung der Eltern und des Dorfchefs mit einer Laotin in einer traditionellen Zeremonie verlobt, muβ damit rechnen Besuch von den Cops zu bekommen, die ihn mit Hilfe des Gesetzes wegen einer wahrscheinlich sexuellen Beziehung auβerhalb einer Ehe, um eine ansehnliche Spende für den Polizeisportverein erleichtern. Das gilt selbst dann, wenn es sich bei der „Verlobten“ um eine „Mehlschwalbe“ (Bargirl mit grauen Haaren) handeln sollte. Der Spruch: „Beziehungsprobleme können sich auch auf das Privatleben auswirken,“ erfährt damit ungeahnte Relevanz.

Nun wird das Gesetz nicht unbedingt strikt angewandt. In manchen Hotels schaut man schon diskret zur Seite, wenn man sich mit einer Berufsbeischläferin zum Zwei-Personen Skat aufs Hotelzimmer zurückzieht. Wer sich jedoch wegen der geringsten Kleinigkeit mit Einheimischen anlegt, macht sich damit zum potentiellen Opfer einer unangenehmen und kostspieligen Prozedur. Denn ein Tipp an den Dorfsheriff genügt, um das persönliche Chaos in Laos auszulösen. Wie sagte Charles Bukowski so treffend: „I don’t like jail, they got the wrong kind of bars in there“. 

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