Heiraten mit 50? „Go home you countly!”

country icon x Es gibt keine offiziellen Zahlen darüber, wie viele männliche Ausländer mit Frauen in Kambodscha verheiratet sind. So eine Statistik wäre wohl auch vielen Einheimischen der Oberschicht eher peinlich. Schaut man sich jedoch in ländlichen Gegenden am Mekong nach schmucken Einfamilienhäusern um, können es nicht nur einige wenige sein. Doch nach einem neuen Gesetz, daβ am 1. März in Kraft trat. ist nun Schluβ mit „Damenwahl im Neandertal.

 Kambodscha hat Ehen zwischen Ausländern über 50 und einheimischen Frauen verboten! Laut Regierungsvertretern zeigen Statistiken (die noch nie jemand gesehen hat), daβ viele ältere Ausländer viel jüngere Kambodschanerinnen heiraten, was unangemessen ist und zu vielen Problemen führt. Wenigstens hat bisher niemand in diesem Zusammenhang die beliebte „Yoghurt-Floskel“ strapaziert: das entspricht nicht der Khmer „Kultur“.

Message from a bottle

 Nun, wenn in Kambodscha jemand mit so einem Geniestreich aufwartet, muss man sich  erst einmal fragen, wem hat man diese Idee denn nun wieder geklaut? Antwort: dem kommunistischen Nachbarn Laos! Nachdem dort mehr und mehr Beschwerden eingingen, daβ hauptsächlich koreanische Rentner die Jungen Maids vom Reisfeld weggeheiratet hatten, um sie als Sextoy und Haushaltshilfen zu beschäftigen, übernahm man diese Idee aus Laos, wo man schon vorher über die knauserigen Brautgelder der Cheap Charlies erzürnt war.

 Der zweite Gedanke der aufkeimt ist die Frage, ob nicht ein Ausländer so unvorsichtig war, einem einfluβreichen Herren die 20-jährige Zweitfrau auszuspannen? Womit auch der Punkt „unangemessen“ angesprochen ist. Wenn sich ein betuchter Instantnudel-Tycoon, oder Fischsoβen Magnat zwei oder mehr Junge Gespielinnen als Perma-Seitensprungbrett hält, wird das von der ach so moralischen Gesellschaft akzeptiert. Ehefrauen ermuntern sogar den im Hause schlaff herumsitzenden Gatten dazu, damit die Nachbarn nicht glauben man könne sich so etwas nicht leisten.

Keine Panik Jungs...

 Kommen wir zu den angeführten „Problemen.“ Die über 50-jährigen Ausländer, die eine jüngere Khmer geheiratet haben, kommen seit Jahren für die tierärztliche Behandlung der riesigen Herde chronisch kranker Wasserbüffel im Land auf. Ebenso für Hausbau, Pickup-Trucks, LCD TV’s, Schuluniformen auch für den fünften Cousin, Schulgeld, Computer und nicht zuletzt Arztkosten für mindestens sechs Groβeltern. Bei den Kosten für eine traditionelle Hochzeitsfeier, bei der sich tagelang Nachbarn und Verwandte als Büffetfräsen betätigen und bis zu den Knien im Alkohol waten, lassen sich die älteren Herren auf Freiersfüβen auch nicht lumpen. Da flieβen für Fahrtkosten, Hochzeitsgewänder, Verpflegung und „Aufnahmegebühr“ in die neue Familie schon mal locker mindestens 20 Mio. Riel in die Dorfgemeinschaft. Durchschnittliches Jahreseinkommen 1,189,500 Riel (300US$)!

 Ausländer, die ungeachtet des Alters, weniger als 2,550 US$ im Monat verdienen (das entspricht dem 8,5-fachen Jahres-Durchschnittseinkommen im Land!), sind ebenfalls vom Heiratsverbot betroffen! Die Begründung von Koy Kuong, Sprecher des Auβenministeriums, lautet: „Wir verhindern damit getürkte Hochzeiten und Menschenhandel. Ausländer, die eine Khmer heiraten wollen müssen ein Gehalt beziehen, daβ den kambodschanischen Frauen einen anständigen Lebensstandard garantiert.“

...man kann auch in der Heimat viel Spass haben!

  Am gefährlichsten sind die Leute mit ein bisschen Grips, die sich berufen fühlen, die Maßstäbe anzulegen. Soweit es bei ihnen langt – länger darf es bei niemanden langen. Denn das Statement grenzt schon stark an Mädcheninformatik. Es bedeutet nämlich, daβ lediglich 3% der Einheimischen Männer (durchschnittliche Lebenserwartung 59 Jahre) in der Lage sind, einheimischen Frauen einen „anständigen Lebensstandard“ zu bieten!

 Wenigstens wird von der Regierung vermieden den Begriff „anständig“ auch auf die potentiellen Bräute auszudehnen. Die meisten Ehen zwischen Auslandsrentnern und Kambodschas weiblichen Bioeinheiten werden mit Bargirls geschlossen. Warum? Weil sie die Einzigen sind, die zumindest über fragmentierte Fremdsprachenkenntnisse verfügen!

 Frauen per Gesetz die freie Wahl des Ehepartners zu verweigern, ist wohl auch kaum mit dem Selbstverständnis einer Gesellschaft in Einklang zu bringen, die sich Buchstaben wie, liberale Demokratie und Pluralismus in die Verfassung schreibt. Ebenso die Absicht Kambodschas, bestimmte Ehen auch dann nicht als legal zu erachten, wenn diese im Ausland geschlossen wurden, wenngleich das den Frauen nicht verboten wird. Man kann das Gesetzt auch als rassistisch beurteilen. Ehen die vor der neuen Regelung geschlossen wurden behalten ihren Status, was auch nur schwer mit jeglichem Gleichheitsprinzip vereinbar ist.

 Ein Blick der „Volksvertreter“ in ausländische Zeitungen hätte zudem genügt, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wo denn die Altersgrenzen für Pensionäre liegen. In Europa liegen die Grenzen durchschnittlich bei 65 Jahren (Frankreich 60, Dänemark 67 Jahre) Tendenz steigend! Wie heiβt es so schön? Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger, Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen,- warum also sollten Volksvertreter aus der Art schlagen?

 In einem Land, in dem 36% der Einwohner unterhalb der Armutsgrenze (geschätzt) lebt, d.h. sie müssen mit weniger als 1 US$ pro Tag auskommen, in dem ein Drittel aller Prostituierten Kinder sind,  von denen etwa 41% in der Sexbranche Arbeitenden HIV positiv sind, sollte man da nicht über jeden Sugar-Daddy der mit seiner Pension ins Land kommt und Aids gegenüber eher teilnahmslos reagiert, in Jubelstimmung geraten? Denn was wünscht sich eine 16-jährige Prostituierte mehr, als einen reichen 70-jährigen Ausländer zu heiraten, der mit einem Bein im Grab und dem anderen auf einer Bananenschale steht? Nun können die Mädels im Errektionsmanagement ihre Freier nicht einmal mehr beerben…

 Erste Kommentare von Betroffenen Ausländern: „Tolle Sache! Jetzt hören endlich die nervigen Betteleien ´laβ uns doch bald heiraten´ auf! Ein lediger Ausländer brachte einen anderen Aspekt in die Diskussion: „Für arme Eltern kann man ja nix,- aber für Arme Schwiegereltern schon.“

 Vielleicht sollte man sich im kambodschanischen Auβenministerium ein Zitat von Napoleon Bonaparte an die Wand hängen: „Wenn man Dummheiten macht, müssen sie wenigstens gelingen!“

P.S. Es gibt Gerüchte, daβ auch Thailand-Abgeordnete mit dem Gedanken spielen, ein ähnliches Gesetz auf den Weg zu bringen. Tolle Sache, dann gibt’s im Norden und Nord-Osten des Landes bald eine Menge schmucker „Farrang-Häuschen“, gebrauchte Pickups und all die Haushaltsgegenstände, die man nicht mit nach Vietnam schleppen will, zum Spottpreis zu kaufen. Und nicht vergessen Jungs: Der Letzte macht im Isaan endgültig das Licht aus!

Advertisements

Eine Antwort to “Heiraten mit 50? „Go home you countly!””

  1. juergen heidmeier Says:

    das gesetz erinnert doch sehr an das gesetz der nazis aus dem jahr 1935 . mir kommt die quaekend – schnarrende stimme des
    perversen massenmoerders HERMANN GOERING in erinnerung :
    AB SOFORT SIND EHEN ZWISCHEN ARIERN UND JUDEN VEBOTEN !!!spaeter folgten dann zigtausende an todesurteilen wegen rassenschande dazu .
    wo dieser wahnsinn geendet ist wissen wir alle : 6o MILLIONEN TOTE durch den nazi wahnsinn .
    war ein POL POT fuer dieses land nicht genug

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: