Lachnummer mit Lümmeltüten

 Manchmal ist man von der Thai-Gesellschaft so frustriert wie ein Pyromane, den man mit nassen Streichhölzern allein über Nacht  in einem IKEA-Shop eingesperrt hat. Hier ein paar aktuelle Beispiele aus einer Nation, die sich immer wieder durch diverse Ungereimtheiten hervortut:

Gib Gummi Alter!

 Was machen Teenager wenn bei ihnen die Geschlechtsreife einsetzt? Nun, die reichen Blagen freuen sich auf ihren ersten Violinen Unterricht und fiedeln sich einen, die Mädchen treffen sich in Handarbeitszirkeln und stopfen was zu stopfen ist, während IT begeisterte Knaben darauf brennen stundenlang am PC alle Geheimnisse über Mitbewerber des Familienbetriebs auf Facebook zu lüften. Und die weniger Betuchten sammeln halt erste Erfahrungen im Schamhaar-Makramee. So ist das eben, wenn Hormonspiegel erstmalig durch die Gel-Frisuren schiessen. Das, so scheint es, ist zumindest die Ansicht von vielen Eltern, Pädagogen, Ministern und religiösen Traditionalisten in Thailand: Siams Jugendliche bumsen nicht,- und damit Basta! Das System ist vordergründig so moralisch, dass es nicht von Dauer sein kann. Nur zur Erinnerung, die Rede ist hier von einem Land in dessen Hauptstadt es mehr Nutten unter 20 gibt als Taxifahrer!

 Am 13. Februar, hat ein Sprecher der Stadtverwaltung Ban Cocks erklärt, daβ die ursprünglich von der Administration aufgestellten  Kondom-Automaten aufgrund elterlicher Beschwerden wieder aus allen Schulen entfernt werden. Die Eltern sind der Meinung, die „Präser für Pennäler“ Aktion würde unnötig ungezügelte sexuelle Interessen bei den Kids wecken. Mit der  Begründung kann man auch gleich den Sexualkundeunterricht verbieten: wenn die Blagen erst mal wissen wie’s geht, werden die später pausenlos ‚rummachen. Das ist Quatsch, wie man am Beispiel Mathematikunterricht sehen kann.

Man(n) kann nie genug Sicherheit haben...

 Laut Presseberichten haben die Oberschüler im Isan den Braten wohl schon vorher gerochen und sparen sich die 10 Baht. Das ist Konsumverweigerung, hinter der konservative Volksvertreter die „Geiβel des Bolschewismus“ aus Nachbarstaaten wie Laos oder Vietnam vermuten. Wie sonst ist es zu erklären, daβ sich das Gesundheitsministerium  im Februar zu folgender Warnung veranlasst sah:

„Eine Studie hat gezeigt, dass einige Mathayom 1 Studenten im Nordosten des Landes Plastiktüten verwenden, um Schwangerschaften und sexuell übertragbare Krankheiten zu verhindern. Plastiktüten statt Kondome beim Sex zu benutzen würde Jugendliche der Gefahr von sexuell übertragbaren Krankheiten und schweren vaginalen Verletzungen aussetzen.“ Was kommt als Nächstes, eine 2,000.000 Baht Studie zum Thema wie gefährlich sind Sackhüpfen und Eierlauf beim Kindergeburtstag?

Hier knallts aber richtig!

 Nun sind männliche Asiaten ja nicht unbedingt dafür bekannt, ein Zentralmassiv in der Hose durch die Gegend zu tragen, deshalb scheinen die Suppentüten (Hot Bags), dazu noch für Teenager, etwas überdimensioniert. Hier scheint auch die Floskel „man wächst mit der Aufgabe“ etwas überdehnt zu werden. Andererseits eröffnen sich da völlig ungeahnte Nischengeschäft-Überlegungen: wie wär’s mit der Produktion von „gefühlsechten“ Weichraumcontainern mit Geschmacksrichtungen von Tom Yam über Durian bis Red Bull? Solange sie mit einem Warnhinweis ausgestattet sind etwa wie: „Zu riesigen Nebenwirkungen fragen Sie den Arzt Ihres Apothekers“, sollte dem doch nichts im Wege stehen.

Aktuelles Quiz unter Thai Teens: Wer erkennt das Original?

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